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Document:HDI Versicherung/2025/FY/Annual report

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Document info
Document ID9fth4kgfqj
OrganizationHDI Versicherung
Year2025
PeriodFY
Period labelFY25
Document categoryAnnual report
Document nameHDI Versicherung AG Geschäftsbericht 2025
Publication date2026-03
LanguageGerman
Pages76
Sourceoriginal URL
Docling document.txt file
Original md.md file
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HDI Versicherung AG

Geschäftsbericht 2025

HDI Versicherung AG auf einen Blick.

2025 2024 +/-%
Mio. EUR
Gebuchte Bruttobeiträge 1.564,8 1.588,3 -1,5
Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle 1.006,0 1.045,4 -3,8
Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb 486,4 506,7 -4,0
Kombinierte Schaden-/Kostenquote brutto (in %) 95,7 98,3
Versicherungstechnische Netto-Rückstellungen 3.761,9 3.678,1 2,3
Kapitalanlagen 3.763,9 3.760,8 0,1
Ergebnis aus Kapitalanlagen -31,8 112,0 -128,4
Nettoverzinsung (in %) -0,8 3,0
Ergebnis vor Ergebnisabführung 109,5 17,6 520,4

Inhalt

  • 2 Lagebericht
  • 2 Geschäftstätigkeit, Organisation und Struktur
  • 3 Wirtschaftsbericht
  • 18 Risikobericht
  • 26 Prognose- und Chancenbericht
  • 29 Versicherungsarten

(Anlage 1 zum Lagebericht)

  • 32 Jahresabschluss
  • 32 Bilanz
  • 34 Gewinn- und Verlustrechnung
  • 36 Anhang
  • 61 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
  • 68 Bericht des Aufsichtsrats

Lagebericht.

Geschäftstätigkeit, Organisation und Struktur

Unternehmenspolitischer Hintergrund

Die HDI Versicherung AG ist Teil des Talanx Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung Deutschland (im Folgenden HDI Deutschland). Dieser Geschäftsbereich bündelt die Aktivitäten der Privat- und Firmenkunden-Gesellschaften der Sachversicherung, der Lebensversicherung und der Bancassurance im Inland und wird von der HDI Deutschland AG geführt. Sitz der HDI Versicherung AG ist Hannover.

Die Gesellschaft bietet Versicherungsschutz im Breitengeschäft für Privatpersonen, Einzelunternehmer und Freiberufler sowie für kleine und mittlere Unternehmen in den Sparten der Haftpflicht-, Unfall-, Sach- und Kraftfahrzeugversicherung. Mit Branchenlösungen und modular aufgebauten Versicherungspaketen bietet die HDI Versicherung AG Unternehmen aus Handel, Dienstleistung und Handwerk umfassenden Versicherungsschutz.

Die HDI Versicherung AG versteht sich als Anbieter günstiger und transparenter Versicherungsprodukte für Privat- und Firmenkunden. Im Fokus stehen dabei sowohl besonders preis- und leistungsbewusste Kunden, die sich selbstständig am Markt orientieren, als auch beratungsaffine Kunden, die maßgeschneiderte Versicherungsprodukte wünschen. Die Gesellschaft verfolgt mit der konzerneigenen Außendienstorganisation einen ganzheitlichen Betreuungsansatz für ihre Kunden. Neben den eigenen Sachversicherungen werden hierüber auch Rechtsschutz-, Kredit-, Lebens- und Krankenversicherungen anderer Gesellschaften angeboten. Ein weiterer Vertriebsweg ist das firmenvermittelte Belegschaftsgeschäft.

Im Februar 2025 hat die Ratingagentur Standard & Poor's das Finanzstärkerating für die HDI Versicherung AG von A+ auf AA-, Outlook 'stable' angehoben und bescheinigt der Gesellschaft ein besonders starkes Finanzprofil.

Unsere Vertriebspartner

HDI verfolgt das Ziel, den Kunden einen einfachen Zugang zu unseren Versicherungsprodukten und vielfältigen Beratungs- und Serviceleistungen zu bieten. Dies tun wir, indem wir die Zusammenarbeit mit sorgfältig ausgewählten Vertriebspartnern in allen relevanten Vertriebswegen pflegen und ausbauen.

Zu den relevanten Vertriebswegen zählt HDI unter anderem eine eigene Ausschließlichkeitsorganisation, den Vertrieb über ungebundene Vermittler und Mehrfachagenten sowie verschiedene Kooperationspartner.

Die funktionale Organisation sichert klare Verantwortlichkeiten und legt die Grundlagen für die Arbeit über Spartengrenzen der Sach- und Lebensversicherung hinweg. Dieser spartenübergreifende Blick ist eine wichtige Voraussetzung für Verbesserungen der Prozesse und Serviceleistungen zum Vorteil der Kunden und Vertriebspartner. Mit der zunehmenden Bedeutung des Online-Vertriebs streben wir zudem an, die Schnittstellen zu unseren Vertriebspartnern zu optimieren und ihnen digital abschließbare Produkte anzubieten.

Dienstleistungen im Konzernverbund

Die HDI Versicherung AG beschäftigt keine eigenen Mitarbeiter. Ihre Einbindung in eine große Versicherungsgruppe ermöglicht gesellschaftsübergreifend organisierte Funktionen und damit die sinnvolle Nutzung von Synergien und Ressourcen. Hierdurch können die Kostenvorteile einer einheitlichen Bearbeitung im Konzern genutzt und bessere Konditionen bei Dienstleistern erreicht werden.

Wesentliche Dienstleistungen übergreifend tätiger Funktionsbereiche - wie z. B. Finanzen, Personal, IT, Betrieb und Vertrieb - werden durch die HDI AG für die Inlandsgesellschaften des Talanx Konzerns erbracht, also auch für die HDI Versicherung AG. Darüber hinaus nutzt die HDI Versicherung AG die zentralen Dienstleistungen der Ampega Asset Management GmbH, die die Vermögensverwaltung für die Versicherungsgesellschaften im Konzern betreibt.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Volkswirtschaftliche Entwicklung

Der Beginn der zweiten Amtszeit von US-Präsident Trump und vor allem die Handelspolitik seiner Regierung prägten die weltwirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2025 entscheidend. Unter dem Eindruck des sogenannten Liberation Day im April und darauffolgender, zahlreicher Kehrtwenden in der konkreten Ausgestaltung der neuen US-Handelspolitik verharrte das globale Wirtschaftswachstum bei 3,3 % gegenüber dem Vorjahr, der schwächste Wert seit dem Covid-Jahr 2020.

Nach zwei Rezessionsjahren in Folge konnte die deutsche Wirtschaft 2025 ein Plus in Höhe von 0,2 % gegenüber dem Vorjahr verzeichnen, was aber nicht darüber hinwegtäuschen kann, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zuletzt gerade einmal 0,1 % über seinem Prä-Covid-Niveau Ende 2019 lag. Getragen wurde das Wachstum im vergangenen Jahr vom privaten und staatlichen Konsum, während der Rückgang der Bau- und Ausrüstungsinvestitionen durch ein Plus im Verteidigungssektor nicht ausgeglichen werden konnte. Gegenwind kam auch von Seiten des Außenhandels im Zuge der Handelsstreitigkeiten. Unterdessen dürften das im März angekündigte Sondervermögen für Infrastruktur sowie höhere Verteidigungsausgaben erst im Laufe der kommenden Jahre ihre volle Wirkung entfalten. Die deutsche Wirtschaft hinkt damit ähnlich wie diejenige Frankreichs, das 2025 im Streit über den Haushalt erneut politische Instabilität und Regierungswechsel zu verkraften hatte, ihren europäischen Peers hinterher. In der Eurozone insgesamt beschleunigte sich das Wachstum 2025 von 0,9 % auf 1,4 % gegenüber dem Vorjahr. Ohne Irland, das im Zuge stark steigender (Pharma-)Exporte 2025 ein zweistelliges BIP-Wachstum verzeichnete, hätte das Wachstum hingegen nur 0,9 % gegenüber dem Vorjahr betragen.

Mit einem BIP-Wachstum von 2,2 % gegenüber dem Vorjahr hat sich die US-Wirtschaft aller Unsicherheit durch die neue Regierung zum Trotz 2025 abermals gut behauptet. Das Wachstum wurde wie üblich primär vom privaten Konsum getragen, dessen Dynamik sich jedoch vor dem Hintergrund eines schwächeren Arbeitsmarkts, der Belastungen durch einen anhaltend erhöhten Preisdruck (in Teilen infolge der Zölle) und des Regierungs-Shutdowns im Oktober/November im Vergleich zur zweiten Jahreshälfte 2024 abkühlte. So wurden am Arbeitsmarkt im vergangenen Jahr nur noch 181.000 neue Stellen geschaffen (nach 1.459.000 im Vorjahr). Dabei stieg die Arbeitslosenquote im Jahresverlauf jedoch nur leicht von 4,1 % auf 4,4 %, da infolge der Anti-Migrations-Maßnahmen zugleich das Arbeitsangebot zurückging. Als Wachstumstreiber erwiesen sich hingegen die Ausrüstungsinvestitionen, die im Zuge des KI-Booms den stärksten Zuwachs seit 2014 erzielten, sowie ein deutlicher Rückgang des Außenhandelsdefizits infolge der Handelsbeschränkungen.

Das Wirtschaftswachstum in China betrug 2025 erneut 5,0 % gegenüber dem Vorjahr und trotzte damit nicht nur dem Gegenwind durch die US-Zölle, die zwischenzeitlich fast 140 % erreicht hatten, sondern auch den anhaltenden strukturellen Schwächen beim inländischen Konsum sowie im Immobiliensektor. Das Wachstumsziel der Regierung wurde damit das dritte Jahr in Folge erreicht, was u. a. auf staatlich gestützte Industrien wie Robotik oder Elektromobilität zurückzuführen war.

Die Volkswirtschaften Lateinamerikas konnten ihr Wachstum trotz des herausfordernden internationalen Umfelds 2025 erneut steigern, u. a. begünstigt von Leitzinssenkungen der Notenbanken (außer Brasilien). Mit 2,8 % gegenüber dem Vorjahr lag die Wachstumsrate erstmals seit dem Post-Covid-Rebound wieder im Bereich ihres Durchschnitts der Jahre 2000 - 2019.

Die Weltwirtschaft hat den fiskalpolitik- und energiepreisbedingten Inflationsschock nach der Covid-Pandemie und dem Ausbruch des Kriegs in der Ukraine weitgehend überwunden. In der Eurozone ging die Inflation im Jahresverlauf 2025 u. a. dank sinkender Energiepreise und eines stärkeren Euros von 2,4 % auf 2,0 % und damit auf den Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB) zurück. Vor diesem Hintergrund senkte die Notenbank ihren Leitzins im ersten Halbjahr in mehreren Schritten von 3,00 % auf 2,00 %. In den USA sank die Inflation zwar im Jahresverlauf per Saldo ebenfalls leicht von 2,9 % auf 2,7 %, da die befürchteten starken Preiseffekte durch die US-Zollschranken sich nicht in vollem Umfang materialisierten. Sie blieb damit jedoch über dem Zielwert der US-Notenbank Fed, die infolgedessen verhalten auf den sich abschwächenden Arbeitsmarkt reagierte und den Leitzins von 4,50 % auf 3,75 % senkte.

Kapitalmärkte

Allen geo- und handelspolitischen Spannungen zum Trotz verzeichneten die internationalen Aktienmärkte auch 2025 neue Rekorde, wofür sich ein stabiles Konjunkturumfeld, sinkende Leitzinsen, eine im Zuge dessen positive Gewinnentwicklung der Unternehmen sowie die starke Performance von Technologie- und KI-Werten verantwortlich zeichneten. Im Anschluss an die Korrektur nach dem 'Liberation Day'-Schock im April verzeichnete der US-amerikanische S&P 500 im weiteren Jahresverlauf zahlreiche neue Rekordhochs

und beendete 2025 mit einem Kursplus von 16,8 % (alle Wertentwicklungen in USD gerechnet) - der sechste zweistellige Zuwachs in den letzten sieben Jahren. Nach der alles überragenden, Tech-getriebenen Rallye des Vorjahrs musste der S&P 500 sich 2025 damit aber im internationalen Vergleich hintenanstellen. Er blieb nicht nur hinter Titeln aus Industrieländern insgesamt (MSCI World: +19,9 %), sondern insbesondere deutlich hinter Aktien aus Schwellenländern (MSCI EM: +30,1 %) zurück. An die Spitze setzten sich im vergangenen Jahr Titel aus der Eurozone (EURO STOXX: +37,9 %) und hier allen voran Deutschland (DAX: +39,1 %) - das erste Mal seit 2022 vor den USA. Trotz der politischen Angriffe auf die Unabhängigkeit der Fed sowie der weiter steigenden Staatsverschuldung ging die Rendite 10-jähriger US-Treasuries 2025 im Zuge der Fed-Zinssenkungen um 0,40 Prozentpunkte auf 4,17 % zurück. Hingegen stieg die Rendite von Bundesanleihen gleicher Laufzeit mit der Ankündigung des deutschen Sondervermögens für Infrastruktur und steigender Verteidigungsausgaben im März sprunghaft von 2,41 % auf 2,90 %, bevor sie mit Zweifeln an einer schnellen Umsetzung zunächst binnen weniger Wochen wieder unter die Marke von 2,50 % zurückfiel. Mit dem neuen Bundeshaushalt im Herbst und der Aussicht auf zunehmende Emissionstätigkeit zur Finanzierung der Mehrausgaben beendete die 10-jährige Bundrendite das Jahr im Bereich ihres Jahreshochs bei 2,86 % (+0,49 Prozentpunkte). Ein stärker als erwartet steigendes Ölangebot seitens der OPEC+ drückte den Ölpreis (Brent) im Jahresverlauf 2025 von 75 USD auf 61 USD je Barrel, wobei der Konflikt zwischen Israel und dem Iran nur kurz für einen Anstieg in Richtung der Marke von 80 USD je Barrel sorgte. Zweifel an der Schuldentragfähigkeit der USA sowie die Zolleskalation sorgten im ersten Halbjahr 2025 für eine deutliche Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar von 1,04 auf 1,18. In der zweiten Jahreshälfte konsolidierte sich der Euro vor dem Hintergrund der politischen Angriffe auf die Unabhängigkeit der Fed etwas unterhalb dieses Niveaus.

Deutsche Versicherungswirtschaft

Die Ausführungen zu den Versicherungsmärkten stützen sich auf Veröffentlichungen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) und beinhalten vorläufige Daten. Nach dem stabilen Verlauf der Vorjahre hatte die deutsche Versicherungswirtschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 einen Anstieg ihrer Beitragseinnahmen zu verzeichnen. Laut Hochrechnung erhöhten sie sich um 6,6 % auf 253,6 Mrd. EUR. Die Schaden- und Unfallversicherer dürften im Jahr 2025 ein Beitragswachstum von 7,7 % auf 99,7 Mrd. EUR erreicht haben.

Rechtliche und regulatorische Rahmenbedingungen

Aufsichtsrechtliche Anforderungen

Versicherungsunternehmen (Erst- und Rückversicherungsgesellschaften), Pensionsfonds und Kapitalverwaltungsgesellschaften unterliegen weltweit einer umfassenden Rechts- und Finanzaufsicht durch Aufsichtsbehörden. In der Bundesrepublik Deutschland obliegt diese Aufgabe der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Hinzu kommen umfassende rechtliche Vorgaben für die Geschäftstätigkeit. In den vergangenen Jahren haben sich die regulatorischen Rahmenbedingungen weiter verschärft, was zu einer zunehmenden Komplexität führte. Dieser Trend setzte sich 2025 fort.

Richtlinie über den Versicherungsvertrieb

Der Vertrieb von Versicherungsprodukten ist umfangreichen rechtlichen Vorgaben unterworfen. Bei der Zusammenarbeit mit Vermittlern haben die Erstversicherer neben den gesetzlichen Vorgaben die Anforderungen des BaFin-Rundschreibens 11/2018 zur Zusammenarbeit mit Versicherungsvermittlern sowie zum Risikomanagement im Vertrieb zu beachten. Die Produktüberwachung und die Governance von Versicherungsprodukten werden unter anderem durch die Delegierte Verordnung (EU) 2017/2358 der Europäischen Kommission bestimmt. Am 1.1.2025 ist eine siebentägige Wartefrist für den Abschluss von Restkreditverträgen zu allgemeinen Verbraucherkreditverträgen eingeführt worden. Zum 28.6.2025 sind das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz und die entsprechende Verordnung in Kraft getreten, wonach bestimmte Produkte und Dienstleistungen für Verbraucher barrierefrei erbracht und mit Barrierefreiheitsinformationen versehen werden müssen. Zu den im Gesetz genannten Dienstleistungen gehören unter anderem solche im elektronischen Geschäftsverkehr, sodass der Online-Verkauf von Versicherungsprodukten nunmehr den geltenden Barrierefreiheitsanforderungen entsprechen muss.

Mindestanforderungen an die Geschäftsorganisation

In dem überarbeiteten BaFin-Rundschreiben 09/2025 (VA) zur behördlichen Auslegung der Mindestanforderungen an die Geschäftsorganisation von Versicherungsunternehmen (MaGo) werden aus Sicht der Aufsichtsbehörde übergreifende Aspekte zur Geschäftsorganisation sowie zentrale Begriffe wie 'Proportionalität' oder 'Verwaltungs-, Management- oder Aufsichtsorgan' erläutert. Ungeachtet der fehlenden unmittelbaren Rechtsbindung dieses Schreibens wird auch die MaGo bei der Ausgestaltung der Geschäftsorganisation der HDI-Gruppe berücksichtigt, insbesondere in den Bereichen allgemeine Governance, Schlüsselfunktionen, Risikomanagement-Sys tem, Eigenmittelanforderungen, Internes Kontrollsystem, Ausgliederungen und Notfallmanagement.

Prävention von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung

Versicherungsunternehmen gemäß Art. 13 Nr. 1 Richtlinie 2009/138/EG sind nach § 2 Abs. 1 Nr. 7 Geldwäschegesetz (GwG) in Verbindung mit § 6 GwG verpflichtet, interne Sicherungsmaßnahmen zur Verhinderung von Geldwäsche zu treffen, soweit sie Lebensversicherungstätigkeiten gemäß dieser Richtlinie betreiben, Unfallversicherungen mit Prämienrückgewähr anbieten oder Darlehen im Sinne von § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 KWG vergeben.

Die Gesellschaft ist daher aufgrund der Darlehensvergabe im Sinne von § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 KWG zur Einhaltung der im GwG und damit auch den §§ 52 bis 55 VAG enthaltenen Vorschriften zur Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung sowie von sonstigen strafbaren Handlungen verpflichtet.

Die Gesellschaft hat Regelungen getroffen und organisatorische Maßnahmen eingeleitet, um die genannten gesetzlichen Verpflichtungen zu erfüllen.

Ein Geldwäschebeauftragter und Stellvertreter sind bestellt.

Die Darlehensvergabe erfolgt im Rahmen der Kapitalanlage durch die Ampega Asset Management GmbH. Zur Kontrolle durch den Geldwäschebeauftragten ist ein Prozess etabliert.

Veränderungen der geltenden gesetzlichen Regelungen werden sich aus der Verordnung (EU) 2024/1624 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 31.5.2024 zur Verhinderung der Nutzung des Finanzsystems für Zwecke der Geldwäsche oder der Terrorismusfinanzierung ergeben, die in wesentlichen Teilen ab dem 10.7.2027 gilt. Entwürfe zu wenigen RTS (Regulatory Technical Standards) liegen bereits vor. Zu diesen Entwürfen gehört der praktisch sehr wichtige RTS zu CDD (Customer Due Diligence). Die Vorbereitungen zur Umsetzung laufen.

Digitalisierung

Digitalisierung

In den letzten Jahren hat die Digitalisierung zunehmend an Bedeutung gewonnen. Damit einher geht ein Übergang zu digitalen, datenbasierten Geschäftsmodellen; sich hieraus ergebende rechtliche Fragen und Herausforderungen mit dem Fokus auf die IT-Sicherheit spielen auch bei den Unternehmen der HDI-Gruppe eine immer wichtigere Rolle.

Durch den Digital Operational Resilience Act (DORA) der EU gibt es in diesem Zusammenhang neue Anforderungen, die unter anderem Versicherungsunternehmen seit dem 17.1.2025 erfüllen müssen. Hierdurch soll der europäische Finanzmarkt gegenüber Cyberrisiken und Vorfällen in der Informations- und Kommunikationstechnologie gestärkt werden. Weiterhin wurde bereits im Jahr 2024 von der EU die Verordnung über künstliche Intelligenz erlassen (Verordnung (EU) 2024/1689), die auch die Versicherungswirtschaft betrifft und die konkrete Auswirkung auf die HDI-Gruppe haben wird.

Datenschutz

Datenschutz

Die Versicherungsunternehmen des Talanx Konzerns verarbeiten für die Antrags-, Vertrags- und Leistungsabwicklung umfangreiche personenbezogene Daten. Zur Gewährleistung der datenschutzrechtlichen Anforderungen, wie der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und des Bundesdatenschutzgesetzes, ist das Datenschutzmanagementsystem auf die Beachtung und Kontrolle der Vorgaben ausgerichtet. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind für einen sorgsamen Umgang mit den Daten sensibilisiert (Schulungen) und werden auf die Einhaltung der Datenschutzanforderungen schriftlich verpflichtet. Für prozessunabhängige Datenschutzanforderungen, wie z. B. Beauftragung von Dienstleistern, sind zentrale Verfahren zu beachten. Gleiches gilt für die Datenschutzrechte der Kunden, Aktionäre und Beschäftigten.

Die Einhaltung geltenden Rechts ist für die Gesellschaften des Talanx Konzerns Voraussetzung für eine dauerhaft erfolgreiche Geschäftstätigkeit. Der Konzern widmet der Anpassung des Geschäfts und seiner Produkte an die gesetzlichen sowie aufsichts- und steuerrechtlichen Rahmenbedingungen große Aufmerksamkeit. Die hierfür installierten Mechanismen gewährleisten, dass künftige Rechtsentwicklungen und ihre Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit frühzeitig identifiziert und bewertet werden, damit wir die erforderlichen Anpassungen rechtzeitig vornehmen können.

Geschäftsverlauf und Lage

Geschäftsverlauf und Lage

Themen des Berichtsjahres

Themen des Berichtsjahres

Zukunftssicherung des Geschäftsbereichs HDI Deutschland

Der Geschäftsbereich HDI Deutschland setzt seine unternehmerische Planung im Rahmen des neuen strategischen Programms Substanz (SBSTNZ.) fort. Die Leitlinien des neuen Strategieprogrammes lauten: Einfach - Fokussiert - Erfolgreich. Ziel ist es, nachhaltiges Wachstum zu fördern, die Marktposition zu stärken und somit zur langfristigen Stabilität innerhalb des Konzerns beizutragen. Kern der neuen Strategie ist ein gezielter Exzellenzaufbau entlang der Wertschöpfungskette. Zentral hierbei sind die Reduktion von Komplexität und die Steigerung der Effizienz in internen Prozessen.

Durch die Fokussierung auf Kernkompetenzen und ein verschlanktes Produktportfolio soll der Geschäftsbereich HDI Deutschland mittelfristig noch profitabler werden. Auszeichnen möchte sich das Unternehmen weiterhin durch qualitativ hochwertige Serviceangebote und die zuverlässige Zusammenarbeit mit Vertriebspartnern. Zudem maßgebend sind die umfassende Betreuung der Bestandskunden und die Sicherstellung der langfristigen Erfüllbarkeit der Verpflichtungen.

Im strategischen Programm wurden im vergangenen Jahr bereits wichtige Fortschritte erzielt. Das Unternehmen hat mit der Schärfung der strategischen Ausrichtung auf zentrale Herausforderungen reagiert und erste positive Entwicklungen hin zu klar fokussierten Geschäftsmodellen und einer leistungsorientierten Steuerung erreicht. Trotz tiefgreifender Veränderungen wurde dabei die operative und finanzielle Stabilität sichergestellt. In einzelnen Geschäftsfeldern wurde die angestrebte Profitabilisierung bereits frühzeitig erreicht. Zudem wurden die Transformation, die wesentlichen Maßnahmen der Neuaufstellung und der kulturellen Weiterentwicklung entscheidend vorangetrieben.

Die HDI Versicherung AG fokussiert sich im Rahmen des strategischen Programmes Substanz auf ihre Stärken: Exklusivvertrieb, Firmen und Freie Berufe sowie ausgewählte Geschäftsmodelle in weiteren wichtigen Vertrieben. Im Kfz-Versicherungsgeschäft liegt der Fokus auf der Sicherung eines profitablen Bestandes in einem weiter wettbewerbsintensiven Marktumfeld, das u. a. durch eine hohe Schadeninflation und entsprechend hohe Schadenkosten getrieben ist. Der Schwerpunkt liegt auf einer konsequenten Ausrichtung an Markterfordernissen und Kundenanforderungen in Bezug auf einfache Produkte sowie auf digitale Prozesse. Erfolge der Umsetzung des strategischen Programms Substanz zeigen sich in spürbaren Effizienzfortschritten durch die Weiterentwicklung von Betrieb und Schaden, insbesondere durch Fokussierung der Geschäftsmodelle, Automatisierung und den Einsatz von KI. Weiterhin findet ein Ausbau des Geschäftsbereichs Firmen und Freie Berufe statt, insbesondere durch wettbewerbsdifferenzierende, ausgewiesene Markt- und Geschäftsexpertise und systematische Steuerung des Bestandsportfolios auf Profitabilität. Insbesondere in den Produkten Feuer und Multi Risk werden die Profitabilisierung des Bestandes sowie die Professionalisierung und Effizienzsteigerung der Prozesse konsequent und erfolgreich vorangetrieben. Durch gezielte Beitragsanpassungen und Sanierungen stiegen die durchschnittlichen Beitragseinnahmen. Risikobegrenzende Maßnahmen wie Kündigungen, intensivere Besichtigungen und neue Zeichnungsgrenzen führten zu einer nachhaltigen Verbesserung des Risikoportfolios.

Hinsichtlich der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens ist der Einsatz von generativer künstlicher Intelligenz in Planung und befindet sich aktuell in verschiedenen Unternehmensressorts in einer Testphase.

Agilität stellt ein übergeordnetes Ziel dar. Die Organisation soll in die Lage versetzt werden, sowohl flexibel auf Veränderungen zu reagieren als auch vorausschauend zu agieren. Dies umfasst das frühzeitige Erkennen und Aufgreifen sich verändernder Rahmenbedingungen im wirtschaftlichen Umfeld, um proaktiv notwendige Anpassungen vorzunehmen und auf Entwicklungen in den Märkten zu reagieren. Die Agile Lieferorganisation (ALO) wird dabei kontinuierlich überprüft und weiterentwickelt.

IT-Strategie

Die IT-Strategie des Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung Deutschland umfasst gesamthaft alle wesentlichen IT-Aspekte für die Risikoträger des Geschäftsbereichs HDI Deutschland. Die Anforderungen der Geschäftsstrategie aller Risikoträger sind in der IT-Strategie berücksichtigt. Dabei prägen auch die Digitalisierung von Prozessen- und Serviceangeboten sowie die Modernisierung der IT-Infrastruktur die Geschäftsaktivitäten von HDI Deutschland. Das Ziel unserer IT-Strategie ist die Transformation der Anwendungslandschaft, ausgerichtet an der Geschäftsstrategie Substanz und unter Berücksichtigung des Einsatzes innovativer Technologien wie z. B. der künstlichen Intelligenz. Des Weiteren essenziell sind die nachhaltige Umsetzung von IT-Compliance und Regulatorik im Rahmen des Digital Operational Resilience Act (DORA) sowie die kontinuierliche Verbesserung des Security-Schutzniveaus.

Produktratings

Die HDI Versicherung AG verbessert kontinuierlich Produkte und Services. Dies spiegelt sich im Abschneiden bei Produktratings, bei Auszeichnungen sowie bei Gütesiegeln wider.

Beispiele für diese Bewertungen finden sich in allen Sach-PrivatSparten. So hat die Stiftung Warentest die Privat-Haftpflichtversicherung (Produktlinie Premium) mit der Note 'Sehr gut (0,7)' bewertet. Gleiches gilt für die Wohngebäudeversicherung in der Produktlinie Premium.

Das unabhängige Analysehaus Franke & Bornberg Research GmbH hat im Bereich HUS-Privat die HDI Privat-Haftpflichtversicherung (Produktlinie Premium, Single und Produktlinie Premium, Familie) sowie die Wohngebäudeversicherung (Produktlinie Premium / Produkt Mehrfamilienhaus Premium) mit der Note 'FFF+' (hervorragend) ausgezeichnet. Zudem wurden die HDI Unfallversicherung (Premium, Mitwirkung 100, Schutzbrief) und die HDI Hausratversi-

Nachhaltigkeit

Als international tätiger Versicherungskonzern und langfristig orientierter Investor hat sich der Talanx Konzern bereits seit langem einer verantwortungsvollen, auf nachhaltige Wertschöpfung ausgelegten Unternehmensführung verschrieben. Die Nachhaltigkeitsstrategie stellt daher einen integralen Bestandteil der Konzernstrategie dar. Sie basiert auf der gezielten Umsetzung von ESG-spezifischen Aspekten (Environmental, Social, Governance) in der gesamten Wertschöpfungskette. Der Fokus der Nachhaltigkeitsstrategie liegt auf Umweltaspekten in der Kapitalanlage, der Versicherungstechnik und dem eigenen Betrieb, dem sozialen Fokus des Konzerns sowie der Sicherstellung einer adäquaten Governance.

Der Talanx Konzern bekennt sich dazu, die Transformation hin zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft zu begleiten. Dementsprechend hat der Talanx Konzern für das Versicherungs- und Kapitalanlageportfolio die Ambition, Netto-Null-Emissionen bis 2050 zu erreichen.1(footnote: Der Talanx Konzern trifft Entscheidungen immer aufgrund der aktuellen Datenlage und vorliegenden Regulatorik. Sollten sich Voraussetzungen ändern, behält sich der Talanx Konzern ein Update der entsprechenden Entscheidungen vor)

Darüber hinaus wurde in der Versicherungstechnik ein Ausstiegspfad für Thermalkohlerisiken bis 2038 definiert. Im Juli 2023 sind zudem Ausschlüsse für konventionelle Öl- und Gasprojekte in der Versicherungstechnik in Kraft getreten, darunter der generelle Ausschluss von neuen Greenfield-Öl- und Gasprojekten. Seitdem

wurden weitere Restriktionen definiert, und der Abbau aller bestehenden Ölsand-Risiken wurde auf Ende 2025 vorgezogen. Zudem sind Projektpolicen im Tiefseebergbau (Deep Sea Mining) ausgeschlossen.

Um auch die Dekarbonisierung des Kapitalanlageportfolios voranzubringen, stand zuletzt die Schärfung der Positionierung gegenüber fossilen Energieträgern auf der Kapitalanlageseite im Fokus. So gelten, in Ergänzung zu den bestehenden Ausschlüssen bei Öl- und Teersanden sowie für Öl- und Gasbohrungen, in der Arktis seit dem Jahr 2024 etwa Ausschlüsse beim Fracking von Schiefergas und -öl. Seit 2025 erfolgt eine systematische Reduktion der Exposition entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Öl- und Gassektors. So soll der Öl- und Gasanteil am Gesamtbestand der liquiden Unternehmensanleihen von derzeit 5,7 % in den kommenden fünf Jahren um 20 % auf 4,5 % reduziert werden. Zudem wurde bereits 2024 der bestehende Thermalkohleausschluss in der Kapitalanlage verschärft.

Im Jahr 2022 wurde ein einheitlicher Rahmen für das zumeist dezentral organisierte soziale und gesellschaftliche Engagement geschaffen und in der Konzernstrategie verankert. Es wurden vier strategische Handlungsfelder für den Talanx Konzern definiert:

■ Diversity, Chancengleichheit und Inklusion

■ Employee's Journey

■ Zugang zu Bildung sichern

■ Zugang zu Infrastruktur fördern

Die Governance des Konzerns ist nicht nur ein bedeutendes Thema für den Kapitalmarkt, sondern auch ein weiteres Schwerpunktthema der Nachhaltigkeitsstrategie. Der Konzern setzt sich regelmäßig mit den Anforderungen im Bereich Governance auseinander und setzt diese um.

Leistungsindikatoren

Unsere Gesellschaft hat für das Geschäftsjahr 2025 ausschließlich finanzielle Steuerungsgrößen bzw. finanziell bedeutsame Leistungsindikatoren festgelegt. Diese betreffen unter anderem die gebuchten Bruttobeiträge, die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle, die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb, das Ergebnis aus Kapitalanlagen sowie den Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung. Die Entwicklung dieser und weiterer Kennzahlen wird in den nachfolgenden Kapiteln näher erläutert.

cherung (Produktlinie Premium) mit der Note „FFF“ (sehr gut) bewertet.

Die HDI Kfz-Versicherung (Produktlinie Motor Premium) wurde vom unabhängigen Analysehaus Franke & Bornberg Research GmbH weiterhin mit der Bestnote „FFF+“ (hervorragend) bewertet.

Im Bereich Firmen und Freie Berufe hat AssCompact, das führende Fachmagazin für Versicherungsmakler und Finanzanlagenvermittler, die gewerbliche Sachversicherung mit der Bewertung „Beste Produktqualität“ und „Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis“ ausgezeichnet. Vom unabhängigen Analysehaus Franke & Bornberg Research GmbH wurde die Inhaltsversicherung Sach Allgefahren mit den Bausteinen Gastronomie, Überschwemmung und Rückstau mit der Note „FFF“ (sehr gut) bewertet und die Betriebshaftpflichtversicherung mit den Bausteinen Bau, Dienstleistung, Handel, Handwerk (Baunebengewerbe), Heilnebenberufe sogar mit der Note „FFF+“ (hervorragend) ausgezeichnet. Die gewerbliche Cyberversicherung (Cyberversicherung für Firmen und Freie Berufe, Betriebsunterbrechung durch Cloud-Ausfall) wurde ebenfalls mit „FFF“ (sehr gut) bewertet.

(1) Der Talanx Konzern trifft Entscheidungen immer aufgrund der aktuellen Datenlage und vorliegenden Regulatorik. Sollten sich Voraussetzungen ändern, behält sich der Talanx Konzern ein Update der entsprechenden Entscheidungen vor

Ertragslage der HDI Versicherung AG

Geschäftsverlauf: Versicherungsgeschäft insgesamt

2025 2025 2024 2024
Mio. EUR Brutto Netto Brutto Netto
Gebuchte Beiträge 1.564,8 1.495,5 1.588,3 1.513,5
Verdiente Beiträge 1.559,8 1.489,9 1.579,5 1.504,8
Aufwendungen für Versicherungsfälle 1.006,0 996,0 1.045,4 1.042,3
Aufwendungen für den Vers.-Betrieb 486,4 477,3 506,7 496,2
Versicherungstechn. Ergebnis f. e. R. 20,1 -30,7
In %
Schadenquote1)(footnote: Aufwendungen für Versicherungsfälle im Verhältnis zu den verdienten Beiträgen) 64,5 66,9 66,2 69,3
Kostenquote2)(footnote: Aufwendungen für den Vers.-Betrieb im Verhältnis zu den verdienten Beiträgen) 31,2 32,0 32,1 33,0
Kombinierte Schaden-/ Kostenquote3)(footnote: Summe aus den Aufwendungen für Versicherungsfälle und den Aufwendungen für den Vers.-Betrieb im Verhältnis zu den verdienten Beiträgen) 95,7 98,9 98,3 102,2
(1)) Aufwendungen für Versicherungsfälle im Verhältnis zu den verdienten Beiträgen
(2)) Aufwendungen für den Vers.-Betrieb im Verhältnis zu den verdienten Beiträgen
(3)) Summe aus den Aufwendungen für Versicherungsfälle und den Aufwendungen für den Vers.-Betrieb im Verhältnis zu den verdienten Beiträgen

Die HDI Versicherung AG verzeichnete im Berichtszeitraum einen Rückgang der gebuchten Bruttobeiträge um 23,5 Mio. EUR auf 1.564,8 (1.588,3) Mio. EUR. Die positive Entwicklung in den Firmen-Sparten konnte den Rückgang in der Sparte Kraftfahrt infolge von Bestandsrückgängen nicht vollständig kompensieren. Die Freie Berufe-Sparten und Privat-Sparten verzeichneten einen leichten Rückgang der gebuchten Bruttobeiträge, ebenfalls infolge von Bestandsrückgängen.

Die Rückversicherungsbeiträge verminderten sich um 5,5 Mio. EUR auf 69,4 (74,9) Mio. EUR durch rückläufige Rückversicherungskosten und einen höheren Eigenbehalt in der Sparte Cyber. Die verdienten Nettobeiträge sanken um 14,9 Mio. EUR auf 1.489,9 (1.504,8) Mio. EUR.

Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr um 39,4 Mio. EUR auf 1.006,0 (1.045,4) Mio. EUR. Ausschlaggebend hierfür war der Rückgang der Geschäftsjahresaufwendungen brutto um 172,4 Mio. EUR auf 1.071,8 (1.244,1) Mio. EUR aufgrund der rückläufigen Anzahl an Frequenzschäden vor allem in der Kraftfahrtsparte. Zudem konnten gestiegene Aufwände für Großschäden vor allem in den Sparten Kraftfahrt und Multi Risk durch sinkende Aufwendungen aus Naturkatastrophen insbesondere in den Sparten Kasko und Gebäudeversicherung weitestgehend kompensiert werden. Der Abwicklungsgewinn brutto sank um 133,0 Mio. EUR auf 65,8 (198,7) Mio. EUR, im Wesentlichen in den Haftpflichtsparten sowie Kraftfahrt-Haftpflicht infolge von Reserveanpassungen an Vorjahresschäden. Die Gesamtschadenquote brutto verminderte sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Prozentpunkte auf 64,5 (66,2) %.

Die Nettoaufwendungen für Versicherungsfälle sanken um 46,3 Mio. EUR auf 996,0 (1.042,3) Mio. EUR. Der Geschäftsjahresschadenaufwand netto verminderte sich um 165,6 Mio. EUR auf 1.067,0 (1.232,6) Mio. EUR. Zudem reduzierte sich der Abwicklungsgewinn um 119,2 Mio. EUR auf 71,0 (190,2) Mio. EUR netto. Die Nettoschadenquote verzeichnete insgesamt einen Rückgang von 69,3 % auf 66,9 %.

Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb verminderten sich brutto um 20,3 Mio. EUR auf 486,4 (506,7) Mio. EUR. Während die Verwaltungskosten aufgrund der Erfolge des strategischen Programms SBSTNZ. sowie einer Sonderabschreibung im Vorjahr deutlich sanken, stiegen die Provisionen infolge von Änderungen im Geschäftsmix. Die Nettoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb sanken um 19,0 Mio. EUR auf 477,3 (496,2) Mio. EUR. Trotz des niedrigeren Beitragsniveaus verminderte sich die Kostenquote brutto leicht auf 31,2 (32,1) % und im Netto auf 32,0 (33,0) %.

Die kombinierte Schaden-/Kostenquote reflektierte die vorgenannten Entwicklungen. Brutto verminderte sie sich von 98,3 % auf 95,7 % und netto von 102,2 % auf 98,9 %.

Der Schwankungsrückstellung wurden 14,4 (9,0) Mio. EUR entnommen. Das versicherungstechnische Nettoergebnis nach Schwankungsrückstellung verbesserte sich um 50,8 Mio. EUR auf 20,1 (-30,7) Mio. EUR.

Versicherungsgeschäft

Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft

Mio. EUR 2025 Brutto 2025 Netto 2024 Brutto 2024 Netto
Gebuchte Beiträge 1.564,8 1.495,4 1.588,3 1.513,4
Verdiente Beiträge 1.559,8 1.489,8 1.579,5 1.504,8
Aufwendungen für Versicherungsfälle 1.006,0 996,0 1.045,5 1.042,3
Aufwendungen für den Vers.-Betrieb 486,4 477,3 506,7 496,2
Versicherungstechn. Ergebnis f. e. R. 20,1 -30,7
In %
Schadenquote 64,5 66,9 66,2 69,3
Kostenquote 31,2 32,0 32,1 33,0
Kombinierte Schaden-/ Kostenquote 95,7 98,9 98,3 102,2

Kraftfahrtversicherung

2025 2025 2024 2024
Mio. EUR Brutto Netto Brutto Netto
Gebuchte Beiträge 521,6 518,4 577,6 572,1
Verdiente Beiträge 520,7 517,5 573,4 568,0
Aufwendungen für Versicherungsfälle 366,3 363,8 482,7 481,1
Aufwendungen für den Vers.-Betrieb 107,4 107,4 124,9 124,9
Versicherungstechn. Ergebnis f. e. R. -2,6 -39,0
In%
Schadenquote 70,4 70,3 84,2 84,7
Kostenquote 20,6 20,8 21,8 22,0
Kombinierte Schaden-/
Kostenquote 91,0 91,0 106,0 106,7

Die Sparte Kraftfahrt verzeichnete im Geschäftsjahr einen Rückgang der gebuchten Bruttobeiträge in Höhe von 56,0 Mio. EUR auf 521,6 (577,6) Mio. EUR. Treiber dieser Entwicklung waren im Wesentlichen Bestandsrückgänge nach Anwendung der Beitragsanpassungsklausel sowie Einstellung des Neugeschäfts in ausgewählten Vertriebskanälen. Die Rückversicherungsbeiträge verminderten sich auf 3,2 (5,5) Mio. EUR. Die verdienten Nettobeiträge reduzierten sich insgesamt um 50,4 Mio. EUR auf 517,5 (568,0) Mio. EUR. Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle reduzierten sich deutlich um 116,3 Mio. EUR von 482,7 Mio. EUR auf 366,3 Mio. EUR infolge eines gesunkenen Geschäftsjahresschadenaufwands brutto um 148,4 Mio. EUR auf 428,5 (576,9) Mio. EUR. Treiber hierfür waren der gesunkene Frequenzschadenaufwand und ausgebliebener Kumulaufwand für Naturkatastrophen. Gegenläufig verminderte sich der Bruttoabwicklungsgewinn um 32,1 Mio. EUR auf 62,2 (94,3) Mio. EUR, resultierend aus notwendigen Reserveanpassungen in der Sparte Kraftfahrt-Haftpflicht. Die Bruttoschadenquote verminderte sich dementsprechend auf 70,4 (84,2) %. Die Nettoaufwendungen für Versicherungsfälle sanken entsprechend um 117,3 Mio. EUR auf 363,8 (481,1) Mio. EUR. Ursächlich hierfür war der Rückgang des Geschäftsjahresschadenaufwands netto um 148,4 Mio. EUR auf 428,5 (576,9) Mio. EUR, dem Brutto folgend. Der Abwicklungsgewinn netto verminderte sich um 31,1 Mio. EUR auf 64,7 (95,8) Mio. EUR. Die Nettoschadenquote verminderte sich um 14,4 Prozentpunkte von 84,7 % auf 70,3 %. Die Brutto- und Nettoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb verminderten sich auf 107,4 (124,9) Mio. EUR, vor allem getrieben durch rückläufige Verwaltungsaufwendungen. Infolgedessen verminderte sich die Kostenquote brutto von 21,8 % auf 20,6 % und im Netto von 22,0 % auf 20,8 %. Die kombinierten Schaden-/Kostenquoten lagen im Brutto mit 91,0 (106,0) % und im Netto mit 91,0 (106,7) % unter denen des Vorjahres. Der Schwankungsrückstellung wurden 50,2 (0,0) Mio. EUR zugeführt. Insgesamt verblieb für die Sparte Kraftfahrtversicherung ein versicherungstechnisches Nettoergebnis in Höhe von -2,6 (-39,0) Mio. EUR.

Haftpflichtversicherung

2025 2025 2024 2024
Mio. EUR Brutto Netto Brutto Netto
Gebuchte Beiträge 355,1 350,8 357,2 353,7
Verdiente Beiträge 353,9 349,7 357,6 354,0
Aufwendungen für Versicherungsfälle 277,4 267,9 182,6 177,2
Aufwendungen für den Vers.-Betrieb 131,5 131,5 137,9 137,9
Versicherungstechn. Ergebnis f. e. R. 6,8 26,7
In%
Schadenquote 78,4 76,6 51,1 50,0
Kostenquote 37,2 37,6 38,6 38,9
Kombinierte Schaden-/ Kostenquote 115,5 114,2 89,6 89,0

Die gebuchten Bruttobeiträge der Haftpflichtversicherung sind im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 Mio. EUR auf 355,1 (357,2) Mio. EUR gesunken. Die Firmen-Sparte Betriebshaftpflicht wies positive Effekte auf die gebuchten Bruttobeiträge aus anhaltendem Bestandswachstum auf. Die Beiträge der Freie Berufe-Sparte Heilwesenhaftpflicht blieben stabil bei leicht wachsendem Bestand. Demgegenüber entwickelten sich die Beiträge in den Sparten Privathaftpflichtversicherung, Planungshaftpflicht und Vermögensschaden-Haftpflicht, der Bestandsentwicklung folgend, leicht rückläufig. Die Rückversicherungsbeiträge stiegen leicht auf 4,2 (3,6) Mio. EUR. Die verdienten Nettobeiträge reduzierten sich um 4,4 Mio. EUR auf 349,7 (354,0) Mio. EUR. Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle erhöhten sich deutlich um 94,8 Mio. EUR auf 277,4 (182,6) Mio. EUR. Dieser Anstieg ist auf ein um 92,0 Mio. EUR auf -55,8 (36,2) Mio. EUR gesunkenes Abwicklungsergebnis brutto zurückzuführen infolge notwendiger Reserveanpassungen vor allem für Großschäden aus älteren Anfalljahren sowie einer Anhebung der Spätschadenreserve. Der Geschäftsjahresschadenaufwand brutto stieg auf 221,6 (218,8) Mio. EUR, insbesondere in der Firmen-Sparte Betriebshaftpflicht der Bestandsentwicklung folgend. Die Bruttoschadenquote ist dementsprechend um 27,3 Prozentpunkte auf 78,4 (51,1) % gestiegen. Die Nettoaufwendungen für Versicherungsfälle erhöhten sich um 90,8 Mio. EUR auf 267,9 (177,2) Mio. EUR. Der Anstieg ist analog dem Brutto im Wesentlichen auf das gesunkene Abwicklungsergebnis netto von -46,3 (41,7) Mio. EUR zurückzuführen. Der Geschäftsjahresschadenaufwand netto erhöhte sich von 218,8 Mio. EUR auf 221,6 Mio. EUR. Die Nettoschadenquote stieg um 26,6 Prozentpunkte auf 76,6 (50,0) %. Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb verminderten sich brutto wie auch netto auf 131,5 (137,9) Mio. EUR aufgrund rückläufiger Verwaltungskosten vor allem nach Berücksichtigung einer Sonderabschreibung im Vorjahr. Die Kostenquote brutto reduzierte sich leicht auf 37,2 (38,6) % und netto auf 37,6 (38,9) %. Die kombinierten Schaden-/Kostenquoten spiegelten die vorgenannten Entwicklungen wider und erhöhten sich brutto auf 115,5 (89,6) % und netto auf 114,2 (89,0) %. Die Sparte Haftpflichtversicherung verzeichnete ein versicherungstechnisches Nettoergebnis von 6,8 (26,7) Mio. EUR nach Schwankungsrückstellung. Der Schwankungsrückstellung wurden 56,6 Mio. EUR entnommen, nach einer Zuführung von 12,9 Mio. EUR im Vorjahr.

*Unfallversicherung*

2025 2025 2024 2024
Mio. EUR Brutto Netto Brutto Netto
Gebuchte Beiträge 60,2 60,2 61,9 61,9
Verdiente Beiträge 60,6 60,6 62,3 62,3
Aufwendungen für Versicherungsfälle 29,8 29,8 26,6 26,6
Aufwendungen für den Vers.-Betrieb 22,3 22,3 23,5 23,5
Versicherungstechn. Ergebnis f. e. R. 14,6 15,8
In %
Schadenquote 49,2 49,2 42,7 42,7
Kostenquote 36,8 36,8 37,7 37,7
Kombinierte Schaden-/ Kostenquote 86,0 86,0 80,4 80,4

Die gebuchten Bruttobeiträge in der Unfallversicherung verringerten sich um 1,7 Mio. EUR auf 60,2 (61,9) Mio. EUR. Ursächlich hierfür war die leicht rückläufige Anzahl an Versicherungsverträgen im Bestand. Die verdienten Nettobeiträge reduzierten sich auf 60,6 (62,3) Mio. EUR.

Die Aufwendungen für Versicherungsfälle erhöhten sich brutto und netto um 3,2 Mio. EUR auf 29,8 (26,6) Mio. EUR. Dieser Anstieg ist auf einen gestiegenen Geschäftsjahresaufwand infolge erhöhter Großschadenbelastung brutto wie auch netto auf 46,9 (42,8) Mio. EUR zurückzuführen. Das Abwicklungsergebnis brutto wie auch netto stieg auf 17,1 (16,2) Mio. EUR. Die Bruttoschadenquote wie auch die Nettoschadenquote erhöhten sich dementsprechend auf 49,2 (42,7) %.

Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb verminderten sich brutto wie auch netto um 1,2 Mio. EUR auf 22,3 (23,5) Mio. EUR. Dies ist im Wesentlichen auf den Rückgang der Verwaltungskosten zurückzuführen, was sich positiv auf die Kostenquote auswirkte. Trotz der leicht rückläufigen Beitragsentwicklung führte dies zu einem Rückgang der Brutto- und Nettokostenquote auf 36,8 (37,7) %.

Die kombinierten Schaden-/Kostenquoten erhöhten sich dementsprechend brutto wie auch netto auf 86,0 (80,4) %.

Insgesamt konnte für die Sparte Unfallversicherung ein versicherungstechnisches Nettoergebnis von 14,6 (15,8) Mio. EUR nach Schwankungsrückstellung erzielt werden. Der Schwankungsrückstellung wurden 6,0 (3,4) Mio. EUR entnommen.

Multi Risk

2025 2025 2024 2024
Mio. EUR Brutto Netto Brutto Netto
Gebuchte Beiträge 168,1 148,1 166,5 141,2
Verdiente Beiträge 168,0 148,0 166,3 141,0
Aufwendungen für Versicherungsfälle 116,2 117,2 92,6 100,0
Aufwendungen für den Vers.-Betrieb 63,6 60,2 64,6 61,3
Versicherungstechn. Ergebnis f. e. R. -29,6 -20,1
In%
Schadenquote 69,2 79,2 55,7 70,9
Kostenquote 37,8 40,7 38,9 43,5
Kombinierte Schaden-/ Kostenquote 107,0 119,9 94,6 114,4

Die gebuchten Bruttobeiträge der Sparte Multi Risk erhöhten sich um 1,6 Mio. EUR auf 168,1 (166,5) Mio. EUR. Positive Effekte aus Beitragsanpassungen trugen zum Beitragswachstum bei. Die Rückversicherungsbeiträge verminderten sich um 5,3 Mio. EUR auf 20,0 (25,3) Mio. EUR, aufgrund rückläufiger zu zahlender Rückversicherungskosten vor allem infolge des Rückgangs der Rückstellung für Wiederauffüllungsprämie. Die verdienten Nettobeiträge stiegen um 7,0 Mio. EUR auf 148,0 (141,0) Mio. EUR. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle erhöhten sich brutto um 23,6 Mio. EUR auf 116,2 (92,6) Mio. EUR. Ausschlaggebend war der Rückgang des Abwicklungsgewinns brutto in Höhe von 30,7 Mio. EUR auf 3,3 (34,0) Mio. EUR, nachdem im Vorjahr überdurchschnittlich hohe Abwicklungsgewinne aus Reservereduktionen für Großschäden entstanden sind. Gegenläufig sank der Geschäftsjahresschadenaufwand um 7,1 Mio. EUR auf 119,5 (126,6) Mio. EUR infolge ausgebliebenen Kumulaufwands, welcher die gestiegene Belastung aus Großschäden überkompensierte. Die Bruttoschadenquote erhöhte sich entsprechend um 13,5 Prozentpunkte auf 69,2 (55,7) %. Die Nettoaufwendungen für Versicherungsfälle stiegen um 17,3 Mio. EUR auf 117,2 (100,0) Mio. EUR. Der Abwicklungsgewinn netto sank dem Rückgang der Brutto-Abwicklung folgend um 19,6 Mio. EUR auf 0,9 (20,4) Mio. EUR. Der Geschäftsjahresschadenaufwand netto verminderte sich um 2,3 Mio. EUR auf 118,1 (120,4) Mio. EUR. Die Nettoschadenquote erhöhte sich entsprechend um 8,3 Prozentpunkte auf 79,2 (70,9) %. Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb verminderten sich auf 63,6 (64,6) Mio. EUR. Ursächlich für den Rückgang waren gesunkene Verwaltungskosten nach Berücksichtigung einer Sonderabschreibung im Vorjahr. Die Nettoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb reduzierten sich um 1,0 Mio. EUR auf 60,2 (61,3) Mio. EUR. Die Kostenquote brutto sank von 38,9 % auf 37,8 %, die Kostenquote netto von 43,5 % auf 40,7 %. Die kombinierten Schaden-/Kostenquoten reflektierten die vorgenannten Entwicklungen und lagen mit 107,0 (94,6) % brutto und mit 119,9 (114,4) % netto über denen des Vorjahres. Das versicherungstechnische Nettoergebnis lag bei -29,6 (-20,1) Mio. EUR.

Verbundene Wohngebäudeversicherung

2025 2025 2024 2024
Mio. EUR Brutto Netto Brutto Netto
Gebuchte Beiträge 166,6 154,0 168,0 152,1
Verdiente Beiträge 164,0 151,4 163,6 147,8
Aufwendungen für Versicherungsfälle 74,0 75,0 103,1 102,4
Aufwendungen für den Vers.-Betrieb 53,8 51,9 58,0 56,3
Versicherungstechn. Ergebnis f. e. R. 18,6 -3,0
In%
Schadenquote 45,1 49,5 63,0 69,3
Kostenquote 32,8 34,3 35,4 38,1
Kombinierte Schaden-/ Kostenquote 77,9 83,8 98,5 107,4

Die gebuchten Bruttobeiträge in der Verbundenen Wohngebäudeversicherung sanken im Geschäftsjahr um 1,4 Mio. EUR auf 166,6 (168,0) Mio. EUR aufgrund eines Portfoliotransfers in die gewerbliche Feuerversicherung. Die Rückversicherungsbeiträge reduzierten sich auf 12,6 (15,8) Mio. EUR. Die verdienten Nettobeiträge erhöhten sich um 3,7 Mio. EUR auf insgesamt 151,4 (147,8) Mio. EUR. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle verminderten sich brutto um 29,1 Mio. EUR auf 74,0 (103,1) Mio. EUR. Dieser Rückgang ist auf einen gesunkenen Geschäftsjahresschadenaufwand von 89,0 (101,8) Mio. EUR zurückzuführen, im Wesentlichen durch rückläufigen Frequenzschadenaufwand und ausgebliebenen Kumulaufwand aus Naturkatastrophen. Das Abwicklungsergebnis verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr brutto um 16,3 Mio. EUR auf 15,0 (-1,3) Mio. EUR infolge von Überprüfungen von Reserven aus älteren Anfalljahren. Die Schadenquote brutto verminderte sich dementsprechend um 17,9 Prozentpunkte auf 45,1 (63,0) %. Die Nettoaufwendungen für Versicherungsfälle reduzierten sich um 27,4 Mio. EUR auf 75,0 (102,4) Mio. EUR. Der Geschäftsjahresschadenaufwand netto sank um 12,2 Mio. EUR auf 89,0 (101,2) Mio. EUR. Das Abwicklungsergebnis netto stieg um 15,1 Mio. EUR auf 14,0 (-1,2) Mio. EUR. Die Nettoschadenquote verminderte sich um 19,7 Prozentpunkte auf 49,5 (69,3) %. Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb brutto sanken auf 53,8 (58,0) Mio. EUR, was auf niedrigere Verwaltungskosten zu- rückzuführen ist. Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb netto verminderten sich auf 51,9 (56,3) Mio. EUR. Infolgedessen sank die Kostenquote brutto auf 32,8 (35,4) % und die Kostenquote netto auf 34,3 (38,1) %. Die kombinierten Schaden-/Kostenquoten reflektierten die vorgenannten Entwicklungen und beliefen sich brutto auf 77,9 (98,5) % und netto auf 83,8 (107,4) %. Das versicherungstechnische Nettoergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um 21,6 Mio. EUR auf 18,6 (-3,0) Mio. EUR nach Schwankungsrückstellung verbessert. Der Schwankungsrückstellung wurden 1,5 Mio. EUR zugeführt, nach einer Entnahme von 12,6 Mio. EUR im Vorjahr.

Verbundene Hausratversicherung

2025 2025 2024 2024
Mio. EUR Brutto Netto Brutto Netto
Gebuchte Beiträge 72,4 69,2 75,2 70,7
Verdiente Beiträge 72,8 69,6 75,1 70,7
Aufwendungen für Versicherungsfälle 26,3 26,5 33,2 33,0
Aufwendungen für den Vers.-Betrieb 26,0 25,5 27,3 26,9
Versicherungstechn. Ergebnis f. e. R. 18,2 13,6
In %
Schadenquote 36,1 38,1 44,2 46,8
Kostenquote 35,7 36,6 36,3 38,1
Kombinierte Schaden-/ Kostenquote 71,8 74,7 80,5 84,8

Die gebuchten Bruttobeiträge in der Verbundenen Hausratversicherung sanken auf 72,4 (75,2) Mio. EUR infolge Bestandsrückgang.

Die Rückversicherungsbeiträge verminderten sich leicht auf 3,2 (4,5) Mio. EUR. Die verdienten Nettobeiträge sanken entsprechend auf 69,6 (70,7) Mio. EUR.

Die Aufwendungen für Versicherungsfälle reduzierten sich im Brutto auf 26,3 (33,2) Mio. EUR. Der Geschäftsjahresschadenaufwand brutto verminderte sich um 2,8 Mio. EUR auf 32,9 (35,7) Mio. EUR. Ursächlich hierfür war neben dem ausgebliebenen Kumulaufwand aus Naturkatastrophen auch der rückläufige Aufwand sowohl für Frequenz- als auch für Großschäden. Zudem stieg der Abwicklungsgewinn im Brutto auf 6,6 (2,5) Mio. EUR . Die Beitrags- und Schadenentwicklung führte zu einem Rückgang der Bruttoschadenquote um 8,1 Prozentpunkte auf 36,1 (44,2) %.

Die Aufwendungen für Versicherungsfälle verminderten sich im Netto auf 26,5 (33,0) Mio. EUR. Der Geschäftsjahresschadenaufwand netto reduzierte sich analog dem Brutto um 2,7 Mio. EUR auf 32,9 (35,6) Mio. EUR. Der Abwicklungsgewinn netto stieg auf 6,4 (2,6) Mio. EUR. Die Nettoschadenquote verzeichnete einen Rückgang um 8,7 Prozentpunkte auf 38,1 (46,8) %.

Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb verminderten sich brutto auf 26,0 (27,3) Mio. EUR und netto auf 25,5 (26,9) Mio. EUR aufgrund geringerer Verwaltungskosten. Die Bruttokostenquote reduzierte sich auf 35,7 (36,3) % und die Nettokostenquote auf 36,6 (38,1) %.

Die kombinierten Schaden-/Kostenquoten reflektierten die vorgenannten Entwicklungen und verminderten sich im Brutto von 80,5 % auf 71,8 % und im Netto von 84,8 % auf 74,7 %.

Insgesamt wurde ein versicherungstechnisches Nettoergebnis in Höhe von 18,2 (13,6) Mio. EUR nach Schwankungsrückstellung ausgewiesen. Der Schwankungsrückstellung wurden 1,6 (3,5) Mio. EUR zugeführt.

Sonstige Versicherungen

2025 2025 2024 2024
Mio. EUR Brutto Netto Brutto Netto
Gebuchte Beiträge 220,8 194,7 181,9 161,7
Verdiente Beiträge 219,8 193,0 181,2 161,1
Aufwendungen für Versicherungsfälle 115,9 115,7 124,7 122,1
Aufwendungen für den Vers.-Betrieb 81,8 78,4 70,5 65,5
Versicherungstechn. Ergebnis f. e. R. -6,0 -24,7
In%
Schadenquote 52,8 59,9 68,8 75,8
Kostenquote 37,2 40,6 38,9 40,7
Kombinierte Schaden-/ Kostenquote 90,0 100,5 107,7 116,5

Unter den sonstigen Versicherungen werden die nicht gesondert auszuweisenden Versicherungssparten zusammengefasst. Hierzu gehören die Feuerversicherung, die Transportversicherung, die Beistandsleistungsversicherung, die Cyberversicherung sowie die Technischen Versicherungen. Die Bruttobeiträge der sonstigen Versicherungen stiegen im Geschäftsjahr um 38,9 Mio. EUR und beliefen sich auf 220,8 (181,9) Mio. EUR. Wesentlicher Treiber für diese Entwicklung war wie im Vorjahr die Sparte Feuer infolge eines internen Portfoliotransfers aus der Sparte Wohngebäude sowie von Mehrbeiträgen im Rahmen von Vertragsverlängerungen. Die Sparte Cyber verzeichnete ebenfalls eine positive Entwicklung infolge Bestandswachstums aus Neugeschäft. Die Sparten Technische Versicherungen und Transportversicherung wiesen gegenüber dem Vorjahr einen leichten Beitragsanstieg auf. Die Rückversicherungsbeiträge erhöhten sich um 5,9 Mio. EUR auf 26,2 (20,2) Mio. EUR analog der Bruttobeiträge durch den internen Portfoliotransfer. Die verdienten Nettobeiträge erhöhten sich um 32,0 Mio. EUR auf 193,0 (161,1) Mio. EUR. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle sind gegenüber dem Vorjahr brutto um 8,8 Mio. EUR auf 115,9 (124,7) Mio. EUR gesunken. Treiber war der Rückgang des Geschäftsjahresschadenaufwands brutto um 8,2 Mio. EUR auf 133,3 (141,5) Mio. EUR vor allem infolge ausgebliebenen Kumulaufwands für Naturkatastrophen sowie einer rückläufigen Großschadenbelastung in der Sparte Feuer. Zudem erhöhte sich der Abwicklungsgewinn brutto auf 17,4 (16,8) Mio. EUR, vor allem infolge der gestiegenen Abwicklung in der Sparte Cyber. Die Schadenquote der sonstigen Versicherungen verringerte sich entsprechend um 16,1 Prozentpunkte auf 52,8 (68,8) % im Brutto. Die Nettoaufwendungen für Versicherungsfälle verminderten sich um 6,4 Mio. EUR auf 115,7 (122,1) Mio. EUR. Treiber hierfür war unter anderem der gesunkene Geschäftsjahresschadenaufwand netto um 6,8 Mio. EUR auf 130,0 (136,8) Mio. EUR. Der Abwicklungsgewinn im Netto reduzierte sich um 0,4 Mio. EUR auf 14,3 (14,7) Mio. EUR. Die Schadenquote der sonstigen Versicherungen verminderte sich somit netto auf 59,9 (75,8) %. Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb stiegen im Geschäftsjahr brutto auf 81,8 (70,5) Mio. EUR und netto auf 78,4 (65,5) Mio. EUR an. Ausschlaggebend hierfür waren vor allem höhere Provisionen im Rahmen des zuvor genannten Beitragswachstums in der Sparte Feuer. Dementsprechend verminderte sich die Kostenquote brutto auf 37,2 (38,9) % und die Kostenquote netto auf 40,6 (40,7) %. Die kombinierten Schaden-/Kostenquoten reflektierten die vorgenannten Entwicklungen und verbesserten sich brutto auf 90,0 (107,7) % und netto auf 100,5 (116,5) %. Insgesamt verblieb ein versicherungstechnisches Nettoergebnis von -6,0 (-24,7) Mio. EUR nach Schwankungsrückstellung. Bei der Schwankungsrückstellung fand eine Entnahme von 1,9 (2,4) Mio. EUR statt.

Kapitalanlageergebnis

Die laufenden Erträge, die vor allem aus den Kuponzahlungen der festverzinslichen Kapitalanlagen bestanden, beliefen sich im Berichtsjahr auf 95,9 (118,7) Mio. EUR. Dabei fielen die Ausschüttungen aus Aktienfonds mit 1,3 (20,0) Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr deutlich niedriger aus, da im Vorjahr alle Aktienbestände veräußert wurden. Aus den Beteiligungen wurde ein geringerer Ertrag generiert. Die Assetklasse Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen trug mit 4,3 (17,2) Mio. EUR dennoch zum Ergebnis bei. Bei einem für das Gesamtjahr gestiegenen Wiederanlagezins wurden leicht höhere Erträge in festverzinslichen Anlageklassen in der Direktanlage generiert. Dem standen laufende Aufwendungen (inklusive planmäßiger Abschreibungen) in Höhe von 8,1 (7,5) Mio. EUR gegenüber. Das laufende Ergebnis betrug somit 87,8 (111,3) Mio. EUR. Insgesamt konnte eine laufende Durchschnittsverzinsung1(footnote: Laufende Bruttoerträge abzüglich Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen abzüglich planmäßiger Abschreibungen im Verhältnis zum mittleren Bestand der Kapitalanlagen zum 1.1. und 31.12. des jeweiligen Geschäftsjahres) von 3,0 (3,0) % erzielt werden.

Im Berichtsjahr wurden außerordentliche Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen in Höhe von -101,8 (4,4) Mio. EUR realisiert. Diese resultierten vorrangig aus dem Verkauf von einer Immobilie und diversen Rentenpapieren. Außerordentliche Zu- und Abschreibungen fielen im Berichtsjahr in Höhe von -17,7 (-3,7) Mio. EUR, getrieben durch außerordentliche Abschreibungen auf Aktienbeteiligungen, an. Insgesamt war ein außerordentliches Ergebnis in Höhe von -119,5 (0,6) Mio. EUR auszuweisen.

Das Kapitalanlageergebnis vor Abzug des technischen Zinsertrages belief sich insgesamt auf -31,7 (111,9) Mio. EUR. Insgesamt wurde für das Berichtsjahr eine Nettoverzinsung2(footnote: Alle Erträge abzüglich aller Aufwendungen für Kapitalanlagen im Verhältnis zum mittleren Bestand der Kapitalanlagen zum 1.1. und 31.12. des jeweiligen Geschäftsjahres) von -0,8 (3,0) % erreicht.

Sonstiges Ergebnis

Das sonstige Ergebnis in Höhe von 122,2 (-62,5) Mio. EUR beinhaltete sonstige Erträge in Höhe von 144,8 (18,2) Mio. EUR und sonstige Aufwendungen in Höhe von 22,6 (80,7) Mio. EUR, von denen 17,8 (77,4) Mio. EUR auf Aufwendungen für das Unternehmen als Ganzes entfielen. Die HDI Versicherung AG hat im Rahmen der konzernweiten Kapitalanlagestrategie Verluste aus Kapitalanlagen realisiert, welche von der Talanx AG durch einen ertragswirksamen Zuschuss in Höhe von 132,7 Mio. EUR ausgeglichen wurden. Dieser Ertrag wurde im sonstigen Ergebnis ausgewiesen.

(1) Laufende Bruttoerträge abzüglich Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen abzüglich planmäßiger Abschreibungen im Verhältnis zum mittleren Bestand der Kapitalanlagen zum 1.1. und 31.12. des jeweiligen Geschäftsjahres
(2) Alle Erträge abzüglich aller Aufwendungen für Kapitalanlagen im Verhältnis zum mittleren Bestand der Kapitalanlagen zum 1.1. und 31.12. des jeweiligen Geschäftsjahres

Gesamtergebnis der HDI Versicherung AG

Gesamtergebnis der HDI Versicherung AG
2025 2024
Mio. EUR
Versicherungstechnisches Ergebnis f. e. R. 20,1 -30,7
Kapitalanlageergebnis nach Abzug technischer Zins -32,8 111,0
Sonstiges Ergebnis 122,2 -62,5
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 109,5 17,8
Steuern 0,0 0,1
An die HDI Deutschland AG abgeführter Gewinn 109,5 17,6

Im Geschäftsjahr wurde aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags ein gegenüber dem Vorjahr verbessertes Ergebnis in Höhe von 109,5 (17,6) Mio. EUR an die Muttergesellschaft, die HDI Deutschland AG, abgeführt.

Finanzlage

Eigenkapital

Das Eigenkapital beträgt unverändert zum Vorjahr 57,1 (57,1) Mio. EUR.

Liquiditätslage

Der Gesellschaft fließen durch laufende Beitragseinnahmen, durch Kapitalerträge und durch Rückflüsse von Kapitalanlagen liquide Mittel zu. Die Liquidität, die zur Bestreitung der laufenden Zahlungsverpflichtungen erforderlich ist, ist nach der laufenden Liquiditätsplanung, welche die voraussichtliche Liquiditätsentwicklung der folgenden zwölf Monate berücksichtigt, gewährleistet. Zum Bilanzstichtag waren liquide Mittel in Form von Einlagen und laufenden Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 88,1 (51,3) Mio. EUR verfügbar.

Vermögenslage

Kapitalanlagen

Das Volumen der Kapitalanlagen der HDI Versicherung AG lag zum Jahresultimo 2025 leicht über dem Vorjahresniveau und betrug 3.763,9 (3.760,8) Mio. EUR. Die Kapitalanlagen wurden vorrangig in festverzinslichen Wertpapieren investiert, die im Direktbestand gehalten werden. Deren Anteil lag Ende 2025 bei 66,7 (70,9) % der gesamten Kapitalanlagen. Investitionen erfolgten vor allem in Inhaberschuldverschreibungen, Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen guter Bonität.

Weitere wesentliche Anlageklassen stellten Rentenfonds mit 17,5 (15,7) % sowie Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen mit 6,9 (7,2) % dar. Das nach linearer Methodik ermittel te durchschnittliche Rating der festverzinslichen Kapitalanlagen betrug AA (AA).

Der Bestand an Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, lag auf dem Niveau des Vorjahres und belief sich auf 223,2 (172,8) Mio. EUR. Der Bestand an Anteilen und Beteiligungen war im Vergleich zum Vorjahr leicht gefallen und belief sich auf 258,4 (269,7) Mio. EUR. Der Bestand der Immobilienfonds verblieb mit 34,1 (35,3) Mio. EUR auf konstantem Niveau. Der Bestand der sonstigen Fonds stieg leicht auf 39,8 (38,0) Mio. EUR. Der Bestand an Aktienfonds wurde nach einem Abbau Anfang 2025 wieder kontinuierlich aufgebaut und betrug zum Geschäftsjahresende rund 39,8 (147,8) Mio. EUR.

Die Marktwerte der bilanzierten Kapitalanlagen beliefen sich auf insgesamt 3.835,1 (3.701,4) Mio. EUR. Die Bewertungsdifferenzen betrugen 71,2 (-59,5) Mio. EUR.

Versicherungstechnische Rückstellungen

Die versicherungstechnischen Rückstellungen sind netto mit 3.761,9 (3.678,1) Mio. EUR um 83,7 Mio. EUR gestiegen. In diesem Posten sind vorwiegend die Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle enthalten. Da die HDI Versicherung AG ausschließlich im deutschen Markt tätig ist, sind die Nettorückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle nahezu keinen Veränderungen durch Währungskursschwankungen ausgesetzt.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Das operative Geschäft der HDI Versicherung AG stand im abgelaufenen Geschäftsjahr unter dem Einfluss von Transformation und Restrukturierung. Infolgedessen konnte die HDI Versicherung AG ihr versicherungstechnisches Ergebnis netto vor Schwankungsrückstellung deutlich verbessern. Die gebuchten Beiträge netto der Gesellschaft entwickelten sich leicht rückläufig. Negative Effekte aus der fortgesetzten Schadeninflation konnten durch die weiterhin rückläufige Anzahl an Frequenzschäden überkompensiert werden. Der gestiegenen Nettobelastung aus Großschäden stand ein Rückgang der Schadenaufwendungen für Naturkatastrophen in den Kraftfahrt- und Gebäudesparten aufgrund ausgebliebener Kumule gegenüber. Infolgedessen konnte das Ergebnis der Gesellschaft nach Schwankungsrückstellung gegenüber dem Vorjahr plangemäß gesteigert werden. Dies war neben der positiven operativen Entwicklung auch auf eine gegenüber dem Vorjahr höhere Entnahme aus der Schwankungsrückstellung zurückzuführen.

Das Netto-Beitragsvolumen der Gesellschaft hat sich entsprechend der Erwartung gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig entwickelt. Vor allem der Beitragsrückgang in der Kraftfahrtversicherung infolge von Bestandsrückgängen konnte durch positive Effekte aus Prämienanpassungen und Sanierungsmaßnahmen in den Firmensparten nicht vollständig kompensiert werden. Der Netto-Schadenaufwand lag ebenfalls wie erwartet unter dem Vorjahresniveau. Treiber war vor allem der infolge des gesunkenen Frequenzschadenaufwands in den Kraftfahrt- und Privatsparten rückläufige Geschäftsjahresschadenaufwand. Dem Rückgang der Schadenaufwendungen für Naturkatastrophen in den Kraftfahrt- und Gebäudesparten aufgrund ausgebliebener Kumule stand ein Anstieg der Großschadenbelastung gegenüber. Die Abwicklung entwickelte sich aufgrund des gestiegenen Aufwands für notwendige Reserveanpassungen bei Großschäden aus den Vorjahren vor allem in den Firmen- und Freie BerufeSparten rückläufig. Der Prognose folgend sanken die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb gegenüber dem Vorjahr infolge rückläufiger Verwaltungskosten. Dies führte zu einem entsprechend den Erwartungen deutlich verbesserten versicherungstechnischen Ergebnis.

Das Kapitalanlageergebnis lag entgegen der Erwartung deutlich unterhalb des Vorjahres. Ursächlich hierfür waren Einmaleffekte aus Verlustrealisationen im außerordentlichen Kapitalanlageergebnis. Diesen stand ein Ertragszuschuss im sonstigen nichtversicherungstechnischen Ergebnis gegenüber, da die HDI Versicherung AG im Rahmen der konzernweiten Kapitalanlagestrategie Verluste aus Kapitalanlagen realisiert hat, welche von der Talanx AG durch einen ertragswirksamen Zuschuss in Höhe von 132,7 Mio. EUR ausgeglichen wurden. In Summe führten diese Entwicklungen zu dem erwarteten Anstieg des Jahresergebnisses.

Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts ist die wirtschaftliche Lage der HDI Versicherung AG als unverändert stabil einzuschätzen.

Risikobericht

Zusammenfassende Darstellung der Risikolage

Im Risikomanagement der Gesellschaft werden die Risiken für die Gesellschaft regelmäßig untersucht. Die etablierten Risikomanagement-Systeme und Kontrollinstanzen unterstützen eine frühzeitige Identifikation, Bewertung und Steuerung der Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft haben können.

Insgesamt sieht sich die Gesellschaft derzeit in der Lage, alle Verpflichtungen aus den bestehenden Versicherungsverträgen dauerhaft zu erfüllen.

Bestandsgefährdende Risiken, d. h. wesentliche Risiken mit existenziellem Verlustpotenzial für die Gesellschaft, können sich insbesondere dann ergeben, wenn sich systemische Risiken wie z. B. ein Kollaps des Finanzsystems realisieren. Bestandsgefährdende Risiken unternehmensspezifischer Natur zeichnen sich derzeit nicht ab.

Das Risikoprofil der Gesellschaft ist stark geprägt von versicherungstechnischen Risiken und Marktrisiken.

Als wesentliche risikorelevante Einflussfaktoren im Berichtsjahr sind insbesondere zu benennen: Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland bleibt weiterhin eingetrübt, dabei dürfte die internationale Handelspolitik die Risiken für die Weltwirtschaft tendenziell noch erhöhen. Die geopolitische Lage bleibt angespannt bzw. verschärft sich in Teilaspekten. Aus verschiedensten rechtlichen Anforderungen können sich weiterhin substanzielle Herausforderungen und damit auch Risiken ergeben.

Im Rahmen intensiver strategischer Überlegungen und Maßnahmen im Berichtsjahr wurden die Voraussetzungen für einen fokussierten Substanzaufbau geschaffen, um damit die Risikoresilienz zu stärken.

Die aufsichtsrechtlichen Kapitalanforderungen werden von der Gesellschaft erfüllt. Die konkreten Quoten werden im April 2026 im Bericht über die Solvabilität und Finanzlage (SFCR) zum 31.12.2025 veröffentlicht. Der SFCR ist nicht Gegenstand der Abschlussprüfung.

Grundlagen des Risikomanagements

Das Risikomanagement der Gesellschaft erfüllt die Anforderungen des deutschen Aktiengesetzes (§ 91 Abs. 2 AktG). Mit dem vorliegenden Bericht kommt die Gesellschaft ihrer Verpflichtung zu einer Berichterstattung über die wesentlichen Risiken der voraussichtlichen Entwicklung nach (§ 289 Abs. 1 HGB).

Risikomanagement-System

Basis des Risikomanagements ist die jährlich durch den Vorstand verabschiedete Risikostrategie, die sich aus der Geschäftsstrategie ableitet. Sie ist verbindlicher, integraler Bestandteil des unternehmerischen Handelns. Zur Umsetzung und Überwachung der Risikostrategie bedient sich die Gesellschaft eines internen Steuerungs- und Kontrollsystems. Das Risikoverständnis ist ganzheitlich, d. h., es umfasst Chancen und Risiken, wobei der Fokus der Betrachtungen auf negativen Zielabweichungen und somit Risiken im engeren Sinn liegt. Risikostrategische Ziele sind dabei insbesondere die Einhaltung der festgelegten Risikotoleranz und des Risikobudgets.

Das Risikomanagement der Gesellschaft ist in das Risikomanagement des Geschäftsbereichs HDI Deutschland sowie des Konzerns eingegliedert und berücksichtigt die Konzernrichtlinien. Zur Quantifizierung von Risiken wird ein von der Aufsicht genehmigtes Internes Modell gemäß Solvency II eingesetzt. Der betrachtete Zeithorizont des Modells beträgt ein Kalenderjahr.

Das Risikomanagement-System der Gesellschaft wird laufend weiterentwickelt und damit den jeweiligen sachlichen und gesetzlichen Erfordernissen sowie den Konzernvorgaben angepasst. Das Risikomanagement-System ist mit dem zentralen Steuerungssystem der Gesellschaft eng verzahnt.

Die Bewertung der wesentlichen quantifizierbaren Risiken der Gesellschaft erfolgt regelmäßig mithilfe des Risikomodells. Dabei werden diese Risiken systematisch analysiert und mit Solvenzkapital hinterlegt. Zusätzlich werden wesentliche sich aus Zielabweichungen ergebende strategische Risiken, Projektrisiken, Reputationsrisiken und Emerging Risks betrachtet. Die erfassten Risiken werden durch abgestimmte Maßnahmen gesteuert sowie die quantifizierbaren Risiken durch ein Limit- und Schwellenwertsystem überwacht. Der Vorstand der Gesellschaft wird im Rahmen der Risikoberichterstattung vom Risikomanagement regelmäßig über die aktuelle Risikosituation informiert. Bei akuten Risiken ist eine Sofortberichterstattung an den Vorstand gewährleistet.

Als einen wesentlichen Teil des Risikomanagement-Systems führt das Unternehmen mindestens einmal jährlich eine unternehmenseigene Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung durch (Own Risk and Solvency Assessment, ORSA), in der unter anderem der Gesamtsolvabilitätsbedarf unter Berücksichtigung des spezifischen Risikoprofils des Unternehmens überprüft wird.

Im Kapitalanlagebereich umfasst das Risikomanagement-System spezifische Instrumentarien zur laufenden Überwachung aktueller Risikopositionen und der Risikotragfähigkeit. Sämtliche Kapitalan lagen stehen unter ständiger Beobachtung und Analyse durch den Geschäftsbereich Kapitalanlagen und das operative Kapitalanlagecontrolling. Mit Hilfe von Szenarioanalysen und Stresstests werden die Auswirkungen von Kapitalmarktschwankungen simuliert, um bei Bedarf frühzeitig auf diese reagieren zu können. Darüber hinaus stellt eine umfangreiche Berichterstattung die erforderliche Transparenz aller die Kapitalanlagen betreffenden Entwicklungen sicher.

Für Handels- und Abwicklungstätigkeiten im Kapitalanlagebereich bedient sich die Gesellschaft der Dienstleistung der Ampega Asset Management GmbH.

Risikoorganisation

Die Aufbauorganisation im Risikomanagement der Gesellschaft gewährleistet eine Funktionstrennung zwischen aktiver Risikoübernahme und unabhängiger Risikoüberwachung. Zentrale Organe sind neben dem Gesamtvorstand der Gesellschaft die Schlüsselfunktionen gemäß § 7 Nr. 9 VAG - nämlich Unabhängige Risikocontrollingfunktion, Compliance-Funktion, Interne Revision, Versicherungsmathematische Funktion - sowie die Risikoverantwortlichen. Der Gesamtvorstand trägt die nicht delegierbare Verantwortung für die Umsetzung und Weiterentwicklung des Risikomanagements in der Gesellschaft. Er legt die Risikostrategie fest und trifft hieraus abgeleitete wesentliche Risikomanagemententscheidungen. Die Unabhängige Risikocontrollingfunktion ist auf Basis der geltenden Ausgliederungsvereinbarungen auf die HDI AG ausgegliedert und wird von einer organisatorischen Einheit unter Leitung des Chief Risk Officer wahrgenommen. Dadurch wird Know-how gebündelt und eine effiziente Nutzung der Ressourcen sichergestellt. Innerhalb der Gesellschaft ist ein Ausgliederungsbeauftragter benannt, der die Ausgliederung überwacht. Die Unabhängige Risikocontrollingfunktion ist primär für die Identifikation, Bewertung und Analyse des Risikoprofils sowie für die Überwachung von Limiten und Maßnahmen zur Risikobegrenzung auf aggregierter Ebene zuständig. Diese Aufgabe wird durch den Chief Risk Officer mit Unterstützung des Risikomanagements und des Risikokomitees des Geschäftsbereichs HDI Deutschland wahrgenommen. Das Risikokomitee spricht dabei Empfehlungen an den Gesamtvorstand aus. Risikoverantwortliche sind für die Identifikation und Bewertung der wesentlichen Risiken ihres Verantwortungsbereiches zuständig. Zudem sind sie verantwortlich für Vorschläge zur Risikominderung und für die Umsetzung geeigneter Risikosteuerungsmaßnahmen. Der Austausch von Erkenntnissen zwischen Risikoverantwortlichen und Unabhängiger Risikocontrollingfunktion findet im Rahmen von regelmäßigen Risikosteuerungskreis-Sitzungen sowie über Risikogespräche statt. Die Interne Revision ist für die prozessunabhängige Prüfung der Geschäftsbereiche, insbesondere auch des Risikomanagements, verantwortlich. Die Leitung der Internen Revision ist zum Zwecke der Diskussion risikorelevanter Themen als Gast im Risikokomitee vertreten. Die Gesellschaft ist in die Compliance-Organisation des Geschäftsbereichs HDI Deutschland eingebunden, um eine ordnungsmäßige Geschäftsorganisation zu unterstützen, welche die Einhaltung der gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen gewährleistet. Compliance entsendet einen Vertreter in das Risikokomitee. Die Versicherungsmathematische Funktion trägt im Rahmen ihrer gesetzlichen Aufgaben zur wirksamen Umsetzung des Risikomanagement-Systems sowie zur Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung bei, insbesondere in Bezug auf die Berechnung der versicherungstechnischen Rückstellungen sowie hinsichtlich der Zeichnungs- und Annahmepolitik und der Angemessenheit der Rückversicherungsvereinbarungen. Auch die Versicherungsmathematische Funktion ist im Risikokomitee vertreten. Auch die Funktionen Interne Revision, Compliance und Versicherungsmathematische Funktion sind an die HDI AG ausgegliedert.

Risiken der künftigen Entwicklung

Die Risikolage der Gesellschaft wird anhand der nachfolgend beschriebenen Risikokategorien erörtert.

Versicherungstechnische Risiken

Das versicherungstechnische Risiko bezeichnet die Gefahr, dass bedingt durch Zufall, Irrtum oder Änderung der tatsächliche Aufwand für Schäden und Leistungen vom erwarteten Aufwand abweicht.

Prämienrisiken

Das Prämienrisiko oder Prämien-/Schadenrisiko ergibt sich daraus, dass aus im Voraus festgesetzten Versicherungsprämien später Entschädigungen zu leisten sind, deren Höhe jedoch zunächst unbekannt ist. So kann der tatsächliche vom erwarteten Schadenverlauf abweichen mit dem Risiko, dass die Prämien die tatsächlichen Schäden unter Umständen nicht abdecken.

Die Gesellschaft setzt bei der Tarifierung versicherungsmathematische Modelle ein und überwacht kontinuierlich den Schadenverlauf. Für die wesentlichen Sparten werden Portfolio-Analysen durchgeführt, die Auswertungen zur Profitabilität auch einzelner Segmente innerhalb einer Sparte ermöglichen. Darüber hinaus existiert in den Schadenabteilungen ein umfangreiches Schadencontrolling. Zudem wird das Portfolio durch Rückversicherungen gedeckt.

*Reserverisiken*

Das Reserverisiko bezeichnet die Gefahr, dass die versicherungstechnischen Rückstellungen nicht ausreichen, um noch nicht abgewickelte und noch nicht bekannte, aber bereits eingetretene Schäden vollständig zu regulieren. Dies könnte zu einem Nachreservierungsbedarf führen.

Dem Prämien- und Reserverisiko begegnet die Gesellschaft durch Berücksichtigung vorsichtiger Annahmen bei der Kalkulation.

Die Höhe der Rückstellungen wird regelmäßig von internen und externen Aktuaren überprüft und der Gesellschaft in Form von Reservegutachten zur Verfügung gestellt.

Insbesondere begegnet die Gesellschaft im Rahmen der aus versicherungstechnischen Risiken möglichen Auswirkungen eines zeitgleichen Eintritts von Naturkatastrophen und Kumulschäden dadurch, dass sie durch adäquaten Rückversicherungsschutz Spitzenbelastungen absichert. Weiterhin werden zur Steuerung und Reduzierung der Risiken vor allem Schadenanalysen, Naturkatastrophenmodellierungen, selektives Underwriting und die regelmäßige Überwachung des Schadenverlaufs herangezogen.

*Stornorisiken*

Das Stornorisiko beschreibt die Gefahr eines Verlusts oder einer nachteiligen Veränderung des Werts der Versicherungsverbindlichkeiten, die sich aus Veränderungen in der Höhe oder bei der Volatilität der Storno-, Kündigungs-, Verlängerungs- und Rückkaufsraten von Versicherungsverträgen ergibt.

Die Gesellschaft analysiert regelmäßig die Stornosituation; bei Bedarf werden geeignete Steuerungsmaßnahmen ergriffen.

Marktrisiken

Das Marktrisiko bezeichnet die Gefahr, die sich aus Schwankungen in der Höhe oder in der Volatilität von Finanzmarktdaten ergibt, die den Wert der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten beeinflussen.

Die Gesellschaft verfügt über detaillierte Kapitalanlagerichtlinien, die das Anlageuniversum, besondere Qualitätsmerkmale, Emittentenlimite und Anlagegrenzen festlegen. Diese orientieren sich an den gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen sowie den internen Richtlinien der Gesellschaft, sodass eine möglichst große Sicherheit und Rentabilität bei jederzeitiger Liquidität unter Wahrung angemessener Mischung und Streuung erreicht werden. Zudem wird eine klare Funktionstrennung zwischen operativer Steuerung des Kapitalanlagerisikos und Risikocontrolling sichergestellt.

Im Rahmen des Monatsreportings werden parametrische Stresstests berechnet, aus denen sich ableiten lässt, wie sensitiv das Portfolio auf wesentliche Veränderungen der Marktdaten reagiert.

*Aktien- und Beteiligungsrisiken*

Das Aktienrisiko bezeichnet das Risiko aus Änderungen des Aktienkursniveaus. Eine mögliche Änderung wirkt auf die Bewertung von Aktien sowie auf Vermögenspositionen, die im Risikomodell wie Aktien modelliert werden, insbesondere auf etwaige Beteiligungen der Gesellschaft.

Das Aktienrisiko besitzt aufgrund der niedrigen Aktienquote der Gesellschaft nur ein begrenztes Gefahrenpotenzial.

Im Sinne einer Sensitivitätsanalyse sind im Folgenden prozentuale Veränderungen des Marktwerts der Kapitalanlagen bei einem hypothetischen Wertverlust/Wertzuwachs der Aktienanlagen angegeben (Berechnung zum Bilanzstichtag):

Angenommene Veränderung der Aktienanlagen: -10% +10%
Prozentuale Veränderung des Marktwerts der Kapitalanlagen: -0,1% 0,1%

*Zinsrisiken*

Das Zinsrisiko beschreibt die Sensitivität von Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und Finanzinstrumenten in Bezug auf Veränderungen in der Zinskurve oder auf die Volatilität der Zinssätze.

Das Zinsrisiko wird vor allem durch regelmäßige Asset-Liability-Analysen, kontinuierliche Beobachtung der Kapitalanlagen und -märkte sowie Ergreifen entsprechender Maßnahmen gesteuert. Bei Bedarf kommen auch geeignete Kapitalmarktinstrumente, wie z. B. Derivate, zum Einsatz.

Im Sinne einer Sensitivitätsanalyse sind im Folgenden prozentuale Veränderungen des Marktwerts der Kapitalanlagen bei einer hypothetischen Verringerung/Erhöhung der Zinsen angegeben (Parallelverschiebung der Zinskurve, Berechnung zum Bilanzstichtag):

Angenommene Verschiebung der Zinskurve: -50bp +50bp
Prozentuale Veränderung des Marktwerts der Kapitalanlagen: 2,1% -2,0%

Währungsrisiken

Das Währungsrisiko beschreibt die Sensitivität von Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und Finanzinstrumenten in Bezug auf Veränderungen in der Höhe oder bei der Volatilität der Wechselkurse. Das Währungsrisiko spielt bei der Gesellschaft nur eine untergeordnete Rolle, da die Kapitalanlage fast ausschließlich in Euro erfolgt.

Immobilienrisiken

Das Immobilienrisiko steht für das Risiko aus Schwankungen des Werts der in der Kapitalanlage gehaltenen Immobilien. Hierbei werden sowohl Immobilien im engeren Sinne (z. B. Grundstücke und Gebäude) als auch Immobilienfonds berücksichtigt. Im Fall von direkten Investitionen in Immobilien werden auf Objekt- und Portfolio-Ebene regelmäßig die Rendite und weitere wesentliche Performance-Kennzahlen (z. B. Leerstände oder Rückstände) gemessen. Bei indirekten Immobilieninvestitionen wird das Risiko durch regelmäßige Beobachtung der Fondsentwicklung und -performance kontrolliert. Im Sinne einer Sensitivitätsanalyse sind im Folgenden prozentuale Veränderungen des Marktwerts der Kapitalanlagen bei einem hypothetischen Wertverlust der Immobilienanlagen angegeben (Berechnung zum Bilanzstichtag):

Angenommene Veränderung der Immobilienanlagen: -10%
Prozentuale Veränderung des Marktwerts der Kapitalanlagen: -0,1%

Kreditrisiken aus der Kapitalanlage

Kreditrisiken beschreiben allgemein die Risiken eines Verlustes oder nachteiliger Veränderungen der Finanzlage, die sich aus Fluktuationen bei der Bonität von Wertpapieremittenten, Gegenparteien und anderen Schuldnern ergeben, gegen welche die Gesellschaft Forderungen hat. Sie treten in Form von Gegenparteiausfallrisiken, Spread-Risiken oder Marktrisikokonzentrationen auf. Die Gesellschaft führt regelmäßig Bonitätsprüfungen der vorhandenen Schuldner durch. Bonitätsrisiken unter Investment-Grade und ohne Rating werden in allenfalls begrenztem Umfang eingegangen. Zur Steuerung des Ausfall- bzw. Bonitätsrisikos werden Ratingkategorien und Sicherungsinstrumente berücksichtigt. Die Bonität der Schuldner wird laufend überwacht. Wesentlicher Anhaltspunkt für die Investitionsentscheidung durch das Portfolio-Management sind die durch externe Agenturen wie Standard & Poor's, Moody's, Fitch oder Scope Analysis vergebenen Ratingklassen.

Bonitätsstruktur der festverzinslichen Kapitalanlagen

Marktwert Mio. EUR Anteil %
AAA 1.299,8 38,2
AA 660,1 19,4
A 833,7 24,5
BBB 358,4 10,5
BB 87,8 2,6
B 0,0 0,0
Ohne Rating 158,9 4,7
Summe 3.398,5 100,0

Zur Minderung des Konzentrationsrisikos wird eine breite Mischung und Streuung der Anlagen beachtet. Abhängigkeiten von einzelnen Schuldnern werden möglichst vermieden.

Gliederung der festverzinslichen Kapitalanlagen nach Art der Emittenten

Marktwert Mio. EUR Anteil %
Staats- und Kommunalanleihen 575,3 16,9
Gedeckte Schuldverschreibungen 1.003,4 29,5
Industrieanleihen 799,7 23,5
Erstrangige Schuldverschreibungen von Finanzinstituten 528,9 15,6
Nachrangige Schuldverschreibungen von Finanzinstituten 70,3 2,1
Hypotheken und Policendarlehen 83,3 2,5
Verbundene Unternehmen 183,4 5,4
ABS1(footnote: Ein Asset Backed Security (ABS) ist ein forderungsbesichertes Wertpapier, bei dem die Zahlungsansprüche des Inhabers durch einen Bestand an Forderungen besichert werden. Fast alle Forderungsarten können die Basis für ein forderungsbesichertes Wertpapier sein, sofern sie bestimmte Bedingungen erfüllen. Je nach Art der zur Besicherung verwendeten Forderungen wird das besicherte Wertpapier einer bestimmten Produktgruppe zugeordnet, beispielsweise als CLO (Collateralized Loan Obligation) für Bankkredite oder als CBO (Collateralized Bond Obligation) für Unternehmensanleihen. Werden Hypotheken zur Besicherung verwendet, handelt es sich um ein Mortgage Backed Security (MBS).) 154,2 4,5
Summe 3.398,5 100,0
(1) Ein Asset Backed Security (ABS) ist ein forderungsbesichertes Wertpapier, bei dem die Zahlungsansprüche des Inhabers durch einen Bestand an Forderungen besichert werden. Fast alle Forderungsarten können die Basis für ein forderungsbesichertes Wertpapier sein, sofern sie bestimmte Bedingungen erfüllen. Je nach Art der zur Besicherung verwendeten Forderungen wird das besicherte Wertpapier einer bestimmten Produktgruppe zugeordnet, beispielsweise als CLO (Collateralized Loan Obligation) für Bankkredite oder als CBO (Collateralized Bond Obligation) für Unternehmensanleihen. Werden Hypotheken zur Besicherung verwendet, handelt es sich um ein Mortgage Backed Security (MBS).

Infrastrukturanlagerisiken

Risiken aus Infrastrukturanlagen beziehen sich auf Wertänderungen und Schwankungen in den Erträgen entsprechender Infrastrukturanlagen. Ihre Steuerung erfolgt über sorgfältige Due-Diligence-Prüfungen im Vorfeld sowie laufende Monitoring-Maßnahmen. Hierfür wird spezialisiertes Know-how vorgehalten.

Derivate und strukturierte Produkte

Sofern Derivatgeschäfte zur Ertragsvermehrung, Erwerbsvorbereitung und Absicherung von Beständen sowie Geschäfte mit struktu rierten Produkten getätigt werden, werden sie im Rahmen der internen Richtlinien der Gesellschaft abgeschlossen. Derivatpositionen und -transaktionen werden im Reporting detailliert aufgeführt. Auf der einen Seite sind Derivate wegen ihrer sehr niedrigen Transaktionskosten und ihrer sehr hohen Marktliquidität und -transparenz effiziente und flexible Instrumente zur Portfolio-Steuerung. Auf der anderen Seite gehen mit dem Einsatz von Derivaten auch zusätzliche Risiken einher, die detailliert überwacht und zielgerecht gesteuert werden.

Zur Absicherung des Inflationsrisikos wurde das Inflation-SwapPortfolio der Gesellschaft weiter aufgebaut (Inflation Receivers). Strukturierte Produkte waren zum 31.12.2025 mit einem Gesamtbuchwert von 547,2 (306,9) Mio. EUR im Direktbestand.

Value at Risk

Ein wichtiges Element der Steuerung von Marktrisiken ist die regelmäßige Überwachung geeigneter Kennziffern, so z. B. des Value at Risk (VaR), der einen mit vorgegebener Wahrscheinlichkeit innerhalb eines definierten Zeitraums maximal zu erwartenden Verlust abbildet. Der VaR wird in Prozent der Marktwerte der betrachteten Kapitalanlagen gemessen. Zur Messung der aktivseitigen Risiken in der Kapitalanlage wird unter Berücksichtigung von Risiken aus Ratingmigrationen und Kreditausfällen, Ausweitung von Credit Spreads und Aktienrisiken (inklusive Alternativer Investments) ein Asset-Management-VaR (AMVaR) ermittelt. Diese Kennzahl misst den Risikobeitrag der Gesellschaft zum Talanx-Gruppenrisiko auf einem 1-Jahres-Horizont mit einem Konfidenzniveau von 99,5 %. Der AMVaR zum 31.12.2025 betrug 7,38 %. Der ALM-VaR berücksichtigt neben den Kapitalanlagen auch die prognostizierten Cashflows der versicherungstechnischen Verpflichtungen und misst die für die ALM-Steuerung relevanten Verlustpotenziale aus Zins-, Währungs- und Inflationsrisiken. Diese Kennzahl misst das isolierte Risiko der Gesellschaft auf einem 1-Jahres-Horizont mit einem Konfidenzniveau von 99,5 %. Der ALM-VaR zum 31.12.2025 betrug 2,16 %.

Gegenparteiausfallrisiken

Das Gegenparteiausfallrisiko deckt risikomindernde Verträge wie z. B. Rückversicherungsvereinbarungen oder Verbriefungen sowie Forderungen gegen Vermittler und alle sonstigen Kreditrisiken ab, soweit sie nicht anderweitig in der Risikomessung berücksichtigt werden. Informationen zu Ausfallrisiken in der Kapitalanlage finden sich oben unter dem Stichwort der Kreditrisiken. Risiken aus dem Ausfall von Forderungen gegen Rückversicherer Beim Risiko des Ausfalls von Forderungen gegen Rückversicherer handelt es sich um die Möglichkeit des Ausfalls von Anteilen der Rückversicherer an Versicherungsverbindlichkeiten abzüglich Rückversicherungsdepots oder anderer Sicherheiten. Zur Risikominderung wird die Bonität der Rückversicherungspartner bei der Auswahl der Vertragspartner berücksichtigt und im Vertragsverlauf überwacht. Der Ausfall von Forderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft ist aufgrund der günstigen Bonitätseinschätzung der Rückversicherungspartner nur ein geringes Risiko. Die Forderungen gegenüber Rückversicherern belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 1,7 (14,6) Mio. EUR. Zum 31.12.2025 ergab sich folgende Aufteilung der Forderungen gegenüber Rückversicherern nach Rating:

Ratingklassen Anteil in%
AA 47,1
A 39,7
Ohne Rating 13,2
Summe 100,0

Risiken aus dem Ausfall von Forderungen gegen Versicherungsvermittler und Versicherungsnehmer Das Risiko des Ausfalls von Forderungen gegen Versicherungsvermittler besteht grundsätzlich in der Möglichkeit, dass im Falle von (vermehrten) Kündigungen durch Versicherungsnehmer Provisionsrückforderungen nicht hinreichend werthaltig sind. Die Gesellschaft begegnet diesem Risiko insbesondere durch intensive Überwachung der Bonität der Vermittler mithilfe eines detaillierten Kontrollsystems. Dem Risiko des Ausfalls von Forderungen gegen Versicherungsnehmer wirkt insbesondere die Streuung dieser Forderungen entgegen.

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, dass die Gesellschaft nicht in der Lage ist, Anlagen und andere Vermögenswerte zu realisieren, um ihren finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nachzukommen. So können z. B. wegen der Illiquidität von Märkten Bestände nicht oder nur mit Verzögerungen veräußert werden oder of fene Positionen nicht oder nur mit Kursabschlägen geschlossen werden.

Zur Überwachung der Liquiditätsrisiken ist jede Wertpapiergattung mit einem Liquiditätskennzeichen versehen, das den Grad der Liquidierbarkeit des Titels zu marktgerechten Preisen angibt. Diese Kennzeichen werden vom Risikocontrolling der Ampega Asset Management GmbH regelmäßig überprüft, unter Berücksichtigung von Marktdaten und einer Einschätzung des Portfolio-Managements plausibilisiert und, falls angezeigt, modifiziert. Die Daten fließen anschließend in das standardisierte Berichtswesen an den Finanzvorstand der Gesellschaft ein. Die Liquiditätsstruktur zum Bilanzstichtag stellt sich folgendermaßen dar:

Liquiditätsstruktur der Kapitalanlagen zum 31.12.2025 in %

0 - Bargeld und Vergleichbares 3%
1-3 - ohne nennenswerten Abschlag veräußerbar 26%
4-6 - mit Abschlag veräußerbar 42%
7-9 - schwer/nicht veräußerbar 29%
Summe 100%

Den Liquiditätsrisiken wird durch eine kontinuierliche Abstimmung der Fälligkeiten der Kapitalanlagen und der finanziellen Verpflichtungen begegnet. Es existieren individuelle Mindestlimite für den Bestand an Papieren mit hoher Liquidität sowie Höchstlimite für den Bestand an Papieren mit geringer Liquidität. Insbesondere die Mindestlimite leiten sich aus dem zeitlichen Charakter der versicherungstechnischen Zahlungsverpflichtungen ab. Durch eine hinreichend liquide Anlagestruktur wird sichergestellt, dass die Gesellschaft jederzeit in der Lage ist, die erforderlichen Auszahlungen zu leisten.

Operationelle Risiken

Das operationelle Risiko bezeichnet das Verlustrisiko, das sich aus der Unangemessenheit bzw. dem Versagen von internen Prozessen, Mitarbeitern oder Systemen wie auch durch externe Ereignisse ergibt.

Risiken aus Business Continuity und IT Service Continuity

Risiken aus Business Continuity und IT Service Continuity bezeichnen das Risiko, dass der Geschäftsbetrieb aufgrund von natürlichen oder von Menschen verursachten Gefahren bedroht, geschädigt oder gestört wird. Hierzu zählen sowohl Verluste als auch Mehrkosten durch den Ausfall von bzw. aufgrund technischer Probleme in den IT-Systemen wie auch durch Zerstörung oder Beschädigung der Gebäude bzw. gebäudeweiten Versorgungseinrichtungen oder durch weitere Beeinträchtigungen der Arbeitsumgebung. Risiken aus Störungen der Gebäudeinfrastruktur reduziert die Gesellschaft mit wirksamen Risikosteuerungsmaßnahmen, unter anderem durch die Einhaltung von Sicherheits- und Wartungsvorschriften sowie Brandschutzmaßnahmen sowie auch durch die flächendeckende Möglichkeit des mobilen Arbeitens. Um Risiken aus einer Unterbrechung des Geschäftsbetriebs aufgrund von Krisen oder Notfällen zu begegnen, ist in der Gesellschaft ein Krisenmanagement etabliert, das im Falle einer Störung eine schnellstmögliche Rückkehr in den Normalbetrieb sicherstellt. Der Notfallvorsorge wird mittels eines Notfallhandbuchs, der Durchführung von Business-Impact-Analysen zur Ermittlung der Kritikalität von Geschäftsprozessen, der Einrichtung eines Krisenstabs und Notfallteams Rechnung getragen. Das Risiko des Ausfalls der IT-Infrastruktur wird durch regelmäßige Kontrollen, redundante Systeme, Backup- und Recovery-Verfahren sowie Rufbereitschaft verringert. Gezielte Investitionen in die Sicherheit und Verfügbarkeit der Informationstechnologie erhalten und steigern das bestehende hohe Sicherheitsniveau.

Risiken aus Prozessen

Prozessrisiken beschreiben das Verlustrisiko, das sich aus der Unangemessenheit oder dem Versagen von internen Prozessen ergibt, einschließlich der Schwächen in der Datenqualität. Die Gesellschaft hat ein Internes Kontrollsystem (IKS) eingerichtet, durch das insbesondere Prozessrisiken systematisch identifiziert und mit Kontrollmaßnahmen versehen werden. Die Notwendigkeit, Vollständigkeit und Wirksamkeit der Kontrollmaßnahmen wird im Rahmen von regelmäßigen Prozessreviews durch den jeweiligen Prozessverantwortlichen bewertet. Die Interne Revision beurteilt in regelmäßigen Abständen von ihrem objektiven Standpunkt aus, inwiefern die Kontrollen angemessen und wirksam sind.

Compliance-, Rechts- und Steuerrisiken

Compliance-, Rechts- und Steuerrisiken beschreiben das Risiko der Nichteinhaltung der gesetzlichen oder aufsichtsrechtlichen Vorschriften und unternehmensinternen Richtlinien, welches zu Klagen oder behördlichen Verfahren führen könnte. Compliance-Risiken beinhalten rechtliche Risiken und Risiken aus Änderungen der Gesetzgebung einschließlich Änderungen der Steuergesetzgebung und der gesetzlichen Meldepflichten. Rechtliche Risiken liegen in Verträgen und allgemeinen rechtlichen Rahmenbedingungen wie z. B. ge schäftsspezifischen Unwägbarkeiten des Wirtschafts- und Steuerrechts.

Compliance-Risiken im Vertrieb werden auch im Hinblick auf den GDV-Verhaltenskodex für den Vertrieb regelmäßig überwacht. Hierzu ist ein Compliance-Steuerungskreis HDI Deutschland eingerichtet.

Rechtliche Anforderungen von aktueller Relevanz ergeben sich beispielsweise aus dem Digital Operational Resilience Act (DORA) oder aus Wohlverhaltensanforderungen der Versicherungsaufsicht.

Mögliche Entwicklungen der höchstrichterlichen Rechtsprechung oder gesetzliche Änderungen, insbesondere gesellschaftsrechtlicher, produktrechtlicher oder steuerlicher Natur, werden frühzeitig identifiziert und eng überwacht.

Fraud-Risiken

Fraud-Risiken beinhalten das Risiko aus der vorsätzlichen Verletzung der Gesetze oder Regeln durch eigene Mitarbeiter (interne Fraud-Risiken) und/oder durch Dritte (externe Fraud-Risiken), um einen persönlichen Vorteil zu erlangen. Gemeint sind Fraud-Risiken im weiteren Sinne, sodass nicht nur Betrug, sondern auch weitere Vermögensdelikte mit eingeschlossen sind.

Dem Risiko von dolosen Handlungen begegnet die Gesellschaft durch Regelungen und interne Kontrollen in den Fachbereichen. So unterliegen Zahlungsströme und Verpflichtungserklärungen strengen Vollmachts- und Berechtigungsregelungen. Funktionstrennungen in den Arbeitsabläufen, das Vier-Augen-Prinzip bei wichtigen Entscheidungen und Stichproben bei serienhaften Geschäftsvorfällen erschweren dolose Handlungen. Darüber hinaus prüft die Interne Revision unternehmensweit Systeme, Prozesse und Einzelfälle.

Personelle Risiken

Personelle Risiken bezeichnen das Risiko, welches sich aus unzureichender Ausstattung oder durch unzulängliches Verhalten der Mitarbeiter ergibt. Entsprechend qualifizierte Mitarbeiter sind für das Geschäft mit starker Kundenorientierung sowie die Umsetzung wichtiger Projekte notwendig.

Zur Minderung von personellen Risiken legt die Gesellschaft großen Wert auf Aus- und Fortbildung. So können sich die Mitarbeiter durch individuelle Entwicklungspläne und angemessene Qualifizierungsangebote auf die aktuellen Marktanforderungen einstellen. Moderne Führungsinstrumente und adäquate monetäre ebenso wie nicht monetäre Anreizsysteme fördern einen hohen Einsatz der Mitarbeiter. Auch Maßnahmen zur Gesundheitsförderung der Mitarbeiter sowie Prozessdokumentationen und Vertretungsregelungen tragen dazu bei, Personalrisiken zu reduzieren.

Informations- und IT-Sicherheitsrisiken

Die Informations- und IT-Sicherheitsrisiken beschreiben die Risiken, die die Vollständigkeit, Vertraulichkeit oder Verfügbarkeit der Informationen oder IT-Systeme potenziell gefährden können. Das IT-Sicherheitsrisiko beinhaltet auch das Risiko der Cyber-Sicherheit. Die Verfügbarkeit der Anwendungen, die Sicherheit und Vertraulichkeit und die Integrität der verwendeten Daten sind von entscheidender Bedeutung für die Gesellschaft.

Sicherheit im IT-Bereich wird bei der Gesellschaft durch Zugangskontrollen, Zugriffsberechtigungssysteme und Sicherungssysteme für Programme und Datenhaltung gewährleistet. Bei der Verbindung interner und externer Netzwerke ist eine schützende Firewall-Technik installiert, die regelmäßig überprüft und ständig weiterentwickelt wird.

Outsourcing-Risiken

Outsourcing-Risiken bezeichnen das Risiko, das sich aus dem Outsourcing der Funktionen oder Versicherungstätigkeiten ergibt – entweder direkt oder durch weiteres Outsourcing –, die sonst vom Unternehmen selbst ausgeübt werden könnten. Es wird unterschieden nach der Fremdvergabe von Aufgaben bis zum Vertrieb und der Fremdvergabe von Vertriebsleistungen.

Risiken aus ausgegliederten Funktionen oder Dienstleistungen sind grundsätzlich in den Risikomanagement-Prozess eingebunden und werden identifiziert, bewertet, gesteuert und überwacht, auch wenn die Dienstleistung konzernintern erfolgt. Zudem werden vor Ausgliederung von Tätigkeiten/Bereichen initiale Risikoanalysen durchgeführt.

Die Gesellschaft lässt sich erforderliche Auskunfts- und Weisungsbefugnisse von dem Dienstleister vertraglich zusichern. Hierdurch wird der Vorstand berechtigt, jederzeit Einzelweisungen zu erteilen. Damit ist der Vorstand in der Lage, Einfluss auf die ausgegliederten Bereiche zu nehmen.

Zudem wird eine angemessene und fortlaufende Kontrolle und Beurteilung der Dienstleister durch diverse Beurteilungsmaßnahmen gewährleistet (unter anderem Definition von Produktkatalogen einschließlich Service-Level-Agreements und Durchführung von Kundenzufriedenheitsbefragungen zur Überprüfung der Einhaltung der vereinbarten Leistungs- und Qualitätskriterien).

IKT-Risiken

IKT-Risiken Risiken aus Informations- und Kommunikationstechnologie (IKTRisiken) treten in Form von operationellen Risiken auf und können sich in verschiedenen Unterkategorien manifestieren. Im Kontext der EU-Verordnung über die digitale operationale Resilienz im Finanzsektor (Digital Operational Resilience Act, DORA) wurde im Berichtsjahr eine IKT-Risikokontrollfunktion eingerichtet. Diese wird für die Gesellschaft durch die Funktion Group Security wahrgenommen. Die operative Integration des IKT-Risikomanagements in das übergreifende Risikomanagement-System ist im Berichtsjahr erfolgt und wird fortlaufend weiter ausgebaut.

Andere wesentliche Risiken

Andere wesentliche Risiken

Strategische Risiken

Strategische Risiken Strategische Risiken beschreiben Risiken aus strategischen Geschäftsentscheidungen. Zum strategischen Risiko zählt auch das Risiko, das sich daraus ergibt, dass Geschäftsentscheidungen nicht einem geänderten Wirtschaftsumfeld angepasst werden. Die Gesellschaft überprüft ihre Geschäfts- und Risikostrategie mindestens jährlich unter anderem auf Konsistenz und passt Prozesse und Strukturen im Bedarfsfall an. Strategischen Risiken wird im Rahmen der Planungs- und Steuerungsprozesse begegnet. Im Rahmen intensiver strategischer Arbeiten im Berichtsjahr wurden die Voraussetzungen für einen fokussierten Substanzaufbau geschaffen. Da die Vertriebsleistung grundsätzlich ein zentraler Erfolgsfaktor ist, wird den Vertriebsrisiken bei der Gesellschaft eine angemessene Bedeutung beigemessen.

Projektrisiken

Projektrisiken Projektrisiken beschreiben Risiken einer Gefährdung des vorgesehenen Ablaufs oder einer Nichterreichung der Ziele von Projekten (inklusive strategischer sowie IT-bezogener Projekte). Projektrisiken und ihre Auswirkungen werden im Rahmen des Projektmanagements systematisch erhoben. Der Fortschritt der Projekte wird regelmäßig überprüft und bewertet. Es kommen im Unternehmen verbindlich eingerichtete Prozesse und Maßnahmen zur Kontrolle und Steuerung des Projektportfolios wie auch von Einzelprojekten zum Einsatz. Dadurch wird sichergestellt, dass rechtzeitig Gegensteuerungsmaßnahmen getroffen werden können, wenn sich bezüglich der Erreichung der Zeit- und Qualitätsziele Schwierigkeiten abzeichnen sollten.

Reputationsrisiken

Reputationsrisiken Reputationsrisiken beschreiben Risiken aus einer möglichen Beschädigung des Rufes des Unternehmens infolge einer negativen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit. Reputationsrisiken werden intensiv beobachtet. Zur Verringerung von Reputationsrisiken ist ein professionelles Beschwerdemanagement installiert. Darüber hinaus wird die Gefahr von Reputationsrisiken durch die Qualitätsanforderungen an die Produkte, ein ständiges Qualitätsmanagement der wesentlichen Geschäftsprozesse, Maßnahmen zur Geldwäscheprävention sowie durch strenge Datenschutz- und Compliance-Richtlinien begrenzt. Das Kommunikationsmanagement im Krisenfall ist geregelt.

Emerging Risks

Emerging Risks Emerging Risks sind potenzielle Bedrohungen oder Gefahren, die aus neuen Entwicklungen oder Faktoren resultieren, die sich verändern, komplex oder ungewiss sind, schwer vorherzusagen sind oder nur schwer beurteilt werden können. Emerging Risks beruhen oft auf Trends oder strukturellen langfristigen Entwicklungen, die indirekte Auswirkungen auf das politische, soziale, technologische, ökologische und/oder ökonomische Umfeld haben können. Die Emerging Risks werden im Rahmen eines konzernweit abgestimmten Verfahrens im Risikomanagement der Gesellschaft jährlich identifiziert und gesteuert. Die Ergebnisse und Erkenntnisse des Emerging-Risk-Prozesses gehen in die Risikoberichterstattung und den Risikomanagement-Prozess ein, sodass mögliche Vulnerabilitäten frühzeitig erkannt und ggf. durch Risikominderungsmaßnahmen begrenzt werden können.

Nachhaltigkeitsrisiken

Nachhaltigkeitsrisiken Nachhaltigkeitsrisiken sind Ereignisse oder Bedingungen aus den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung (kurz: ESG für Environment, Social, Governance), deren Eintreten tatsächlich oder potenziell erhebliche negative Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage sowie auf die Reputation der Gesellschaft haben kann. Dies schließt klimabezogene Risiken in Form von physischen Risiken und Transitionsrisiken im Zusammenhang mit Umstellungsprozessen ein sowie auch Risiken eventueller Greenwashing-Vorwürfe. Nachhaltigkeitsrisiken können sich als Meta-Risiko in allen Risikokategorien materialisieren, die Gesellschaft überwacht diese Risiken daher im Rahmen ihres Risikomanagement-Systems. Darüber hinaus berücksichtigt die Gesellschaft Nachhaltigkeitsaspekte in ihrer Geschäftstätigkeit, z. B. im Rahmen der Kapitalanlage.

Prognose- und Chancenbericht

Unsere nachstehenden Ausführungen stützen sich auf fundierte Experteneinschätzungen Dritter sowie auf die von uns als schlüssig erachteten Planungen und Prognosen; dennoch handelt es sich um unsere subjektive Einschätzung. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass die tatsächlichen Entwicklungen von der hier wiedergegebenen erwarteten Entwicklung abweichen werden.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Wachstum der Weltwirtschaft hat sich 2025 vor dem Hintergrund der eskalierenden Zollstreitigkeiten und geopolitischer Konflikte leicht abgekühlt, ohne jedoch einzubrechen. Wir gehen davon aus, dass sich diese Entwicklung auch 2026 fortsetzen wird, und rechnen mit einem globalen Wirtschaftswachstum in Höhe von 2,7 % gegenüber dem Vorjahr. Obwohl viele Notenbanken das Ende ihrer Zinssenkungszyklen (annähernd) erreicht haben dürften, sprechen deren verzögerte Wirkung sowie der anhaltend hohe bzw. steigende fiskalische Stimulus für ein weiterhin stabiles Wachstumsbild. Hierzu dürfte auch beitragen, dass sich die Weltwirtschaft sukzessive an die neue globale Handelsordnung gewöhnt und wir weder mit einer grundlegenden weiteren Eskalation der von den USA ausgehenden Handelskonflikte noch mit einem Einbruch der stark gestiegenen KI-Investitionen rechnen.

In der Eurozone dürfte ein höherer Fiskalstimulus, insbesondere in Form steigender (staatlicher) Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung in Deutschland, für eine leichte Beschleunigung der Wachstumsdynamik im Jahresverlauf sorgen. Hinzu kommt die solide Kaufkraft dank niedrigerer Inflation bei stabilem Wachstum, die den privaten Konsum stützen sollte. Mit Gegenwind ist im Zuge der Neuordnung des globalen Handels nach wie vor von Seiten des Außenhandels zu rechnen, sowohl durch schwache Exporte als auch durch steigende (günstige) Importe aus China im Zuge einer Handelsumlenkung weg von den USA. Letzteres dürfte neben im Jahresvergleich niedrigeren Energiepreisen und einem festeren Euro auch zu einer weiter rückläufigen Inflationsrate in der Eurozone beitragen.

Für die USA gehen wir davon aus, dass sich das Wirtschaftswachstum auf dem Niveau des Vorjahres stabilisiert. Während die Schwäche am Arbeitsmarkt sowie das (u. a. zollbedingt) erhöhte Preisniveau für Konsumzurückhaltung in Haushalten der unteren und mittleren Einkommensklassen sorgen, könnte dies durch vermögende Haushalte teilweise ausgeglichen werden, ohne dass jedoch eine weitere Beschleunigung zu erwarten ist. Rückenwind dürfte auch weiterhin von Seiten der Investitionen im KI-Kontext kommen, obgleich abzuwarten bleibt, ob sich die von den großen Tech-Unternehmen angekündigten, sehr hohen Investitionen in vollem Umfang materialisieren. Als Stütze sollte sich zudem die sehr expansive Fiskalpolitik erweisen, u. a. mittels Steuersenkungen. Ein stärkerer Anstieg der Arbeitslosenquote dürfte auch 2026 durch ein zugleich geringeres Arbeitsangebot (weniger Migration) vermieden werden, während wir davon ausgehen, dass die Inflationsrate ihren zollbedingten Höchststand zwar zur Jahresmitte erreichen wird, im Jahresdurchschnitt jedoch das Fed-Ziel von 2 % bereits das sechste Jahr in Folge überschreiten wird.

Obwohl es beispielsweise in Form stärkerer fiskalischer Unterstützung, eines möglichen Waffenstillstands im Krieg in der Ukraine oder eines KI-bedingten Produktivitätsschubs durchaus Aufwärtsrisiken gibt, sehen wir die Risiken für unseren globalen Konjunkturausblick überwiegend auf der Unterseite. Hier sind an erster Stelle diverse geopolitische Konflikte (u. a. Venezuela, Grönland, Iran, Taiwan, Ukraine) zu nennen, die jederzeit zu einer deutlichen Eintrübung führen können. Hinzu kommen (potenziell) instabilere Regierungskonstellationen in vielen Ländern, beispielsweise in den USA (Midterms), Deutschland (Landtagswahlen), Frankreich oder Japan. In den USA stellen die politischen Angriffe auf die Notenbank Fed und andere Institutionen ein signifikantes Risiko für die politische und ökonomische Stabilität dar. Insbesondere eine zunehmende Politisierung der Fed könnte in Verbindung mit der stark gestiegenen Staatsverschuldung der USA zu einer ernstzunehmenden Vertrauenskrise mit Rückkopplungen auf die internationalen Kapitalmärkte führen. Ein weiteres Risiko besteht in einem möglichen KI-Crash. Wenn angesichts des immensen Kapitalbedarfs das Vertrauen in die Technologie und mögliche Erträge hieraus schwinden sollte, könnte dies nicht nur die Investitionstätigkeit dieses Sektors, sondern auch darüber hinaus das Investitionsklima insgesamt verschlechtern. Auch außerhalb der USA stellt sich immer wieder die Frage nach der Tragfähigkeit der hohen staatlichen Verschuldung. Hinzu kommen abschließend diverse strukturelle Risiken wie der Klimawandel, die demografische Entwicklung oder die De-Globalisierung, die nicht zuletzt mittelfristig die Inflationsgefahr erhöhen und die Notenbanken zu einer nachhaltig restriktiveren Geldpolitik veranlassen könnten.

Kapitalmärkte

Eine Inflationsrate etwas unter dem EZB-Zielwert von 2 % sowie eine verhalten positive Konjunkturdynamik dürften die Notenbank in ihrer Ansicht bekräftigen, am Ende ihres jüngsten Zinssenkungszyklus angekommen zu sein. Wir gehen davon aus, dass der Einlagensatz auch Ende 2026 bei 2,00 % liegen wird. Während die EZB hier sogar noch einen gewissen Spielraum nach unten hätte, schränkt die persistente US-Inflation deutlich oberhalb des Ziels von 2 % die Spielräume der Fed erheblich ein. Dennoch rechnen wir an gesichts des schwächelnden US-Arbeitsmarkts und des Drucks seitens der Politik mit zwei weiteren Zinssenkungen à 0,25 Prozentpunkte, sodass der US-Leitzins Ende des Jahres bei 3,25 % liegen dürfte.

Während die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen angesichts der erhöhten Emissionstätigkeit zur Finanzierung der zusätzlichen Ausgaben im Jahresverlauf weiter Richtung 3,00 % steigen dürfte, erwarten wir die Rendite 10-jähriger US-Treasuries Ende des Jahres mit 4,25 % allenfalls leicht über ihrem Wert Ende 2025. Sofern sich die oben genannten Risiken nicht in stärkerem Maße materialisieren, dürften damit auch für Aktien leichte weitere Kurszuwächse gegeben sein.

Künftige Branchensituation

Das makroökonomische Umfeld ist weiterhin durch erhebliche Risikofaktoren und Unsicherheit geprägt. Dies gilt sowohl für den nationalen als auch für den internationalen Versicherungsmarkt. Für den nationalen Markt wird die Wachstumsaussicht für die nächsten Jahre insbesondere von angekündigten fiskalischen Ausgaben getragen.

Deutsche Versicherungswirtschaft

Für den deutschen Versicherungsmarkt rechnen wir für 2026 weiter mit Wachstum, aber mit geringerer Dynamik im Vergleich zum starken Beitragswachstum im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Schaden-/Unfallversicherung

In der deutschen Schaden/Unfallversicherung rechnen wir für 2026 weiter mit leichten Nachlaufeffekten bei Summen- und Beitragsanpassungen, getrieben durch Kostenanstiege und Inflation der letzten Jahre. Damit sollte sich das Beitragseinnahmenwachstum wieder dem langjährigen Durchschnitt nähern.

Chancen aus der Entwicklung der Rahmenbedingungen

Digitalisierung

Kaum eine Entwicklung verändert die Versicherungsbranche so nachhaltig wie die Digitalisierung: Geschäftsprozesse und -modelle werden durch den Einsatz digitaler Technologien neu gestaltet. Diese Entwicklung ist insbesondere für die Wettbewerbsfähigkeit von Versicherungsunternehmen entscheidend. Hierdurch ergeben sich neue Möglichkeiten bei der Kommunikation mit Kunden, der Abwicklung von Versicherungsfällen, der Auswertung von Daten und der Erschließung neuer Geschäftsfelder. Wir führen zahlreiche Projekte durch, um den digitalen Wandel zu gestalten. Hierzu zählt auch Mehrwert schaffen durch künstliche Intelligenz (KI). Mit der hauseigenen generativen KI-Lösung Chat@HDI sowie der Integration von Microsoft Copilot hat der Talanx Konzern die Möglichkeit geschaffen, in Echtzeit Erkenntnisse aus unstrukturierten Daten in Text- oder Bildform zu gewinnen, um den Mitarbeitern unterstützend zur Seite zu stehen. Schon jetzt zeichnen sich Vorteile für Kunden und Mitarbeiter ab, allen voran Zeitersparnis durch optimierte Prozesse unter Beachtung geltender Datenschutz- und Compliance-Vorgaben. Hierzu zählt insbesondere die Verordnung über künstliche Intelligenz (AI Act) der Europäischen Union (EU). Sie trat am 1.8.2024 in Kraft, und die meisten Regelungen müssen bis zum 2.8.2026 umgesetzt werden. Sie zielt darauf ab, die Entwicklung und Nutzung von KI in der EU zu regulieren und dabei die Grundrechte von Personen und Gruppen zu schützen und das Vertrauen in diese Technologie zu stärken. Gleichzeitig fördern die Vorschriften Innovation durch klare Leitlinien.

Sollten die Digitalisierungsprojekte im Konzern schneller umgesetzt und von den Kunden angenommen werden als derzeit erwartet, könnte sich dies positiv auf die Beitragsentwicklung und die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognose übertreffen.

Wissensmanagement

Wissens- und Innovationsmanagement gewinnen auch in der Versicherungsbranche zunehmend an Bedeutung. Um den gezielten Austausch von Wissen und Innovation zu fördern, hat der Talanx Konzern ein Best Practice Lab eingerichtet. Experten auf internationaler Ebene tauschen sich in Excellence-Teams zu Fachthemen aus und entwickeln gemeinsam neue Lösungen, unter anderem zu den Themen Pricing, Vertrieb, Marketing, Schaden, Betrugsmanagement, Kundenservice-Center und Digitalisierung. Die Ergebnisse und Lösungen des Best Practice Lab werden den Gesellschaften des Talanx Konzerns zur Verfügung gestellt, damit diese ihre Prozesse und Methoden permanent verbessern können.

Sollten wir mit unserem Best Practice Lab schneller neue Lösungen und Ideen generieren und umsetzen als derzeit erwartet, könnte sich dies positiv auf die Beitragsentwicklung und die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognose übertreffen.

Agilität

Veränderungen in der globalisierten Welt im Informationszeitalter vollziehen sich in immer höherem Tempo. Die Welt ist geprägt von Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit (Englisch VUCA – Volatility, Uncertainty, Complexity and Ambiguity). Um als Versicherungsunternehmen mit der Veränderungsgeschwindigkeit mithalten zu können, ist der Wandel hin zu einer agilen Organisation notwendig. Eine agile Organisation zu sein, bedeutet für uns, eine lernende Organisation zu sein, die den Nutzen der Kunden in den Mittelpunkt stellt, um den Gewinn des Unternehmens zu steigern. Aus diesem Grund setzen wir auf interdisziplinäre und kreati ve Teams, offene und direkte Kommunikation, flache Hierarchien sowie eine gelebte Fehlerkultur. Durch zahlreiche Initiativen unterstützen wir den Wandel unseres Unternehmens hin zu einer agilen Organisation. Wir gestalten unsere Arbeitsplätze so, dass Kommunikationswege verkürzt werden und der bereichsübergreifende Austausch gefördert wird. Des Weiteren setzen wir auf hybrides Arbeiten und bieten unseren Mitarbeitern an, bis zu 60 % der Arbeit mobil, d. h. außerhalb des Büros, zu erledigen. Dies ermöglicht unseren Mitarbeitern eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, während gleichzeitig der gemeinsame direkte Austausch unter Kollegen erhalten bleibt. Agilität bietet Chancen für Kunden, Mitarbeiter und Investoren. Kunden können von neuen Versicherungslösungen profitieren, die gezielt auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Mitarbeiter haben durch agiles Arbeiten mehr Gestaltungsmöglichkeiten und können an neuen Herausforderungen wachsen. Zu guter Letzt profitieren Investoren von einem steigenden Unternehmensgewinn, wenn die Kunden zufrieden sind und die Mitarbeiter ihr Potenzial voll ausschöpfen können.

Sollte der Wandel hin zu einer agilen Organisation schneller umgesetzt werden als erwartet, könnte sich dies positiv auf die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognosen übertreffen.

Entwicklung der HDI Versicherung AG

Die HDI Versicherung AG ist ein Unternehmen mit einer hohen finanziellen Stabilität. Daher haben wir eine gute Ausgangsbasis, um von den sich bietenden Chancen im Wettbewerb erfolgreich zu profitieren. Für das Geschäftsjahr 2026 rechnen wir insgesamt mit einem anhaltend anspruchsvollen Marktumfeld. Es ist von einer Fortsetzung des Inflationsgeschehens bei Ersatzteilen und Handwerkerkosten auszugehen, wodurch wir insbesondere in den Kraftfahrt- und Gebäudesparten weiterhin mit Prämienanpassungen rechnen. Für die FirmenSparten planen wir zudem die Fortsetzung der Portfolio-Überprüfung im Gewerbekundengeschäft sowie den Abbau verlustträchtiger Portfolios. Infolgedessen erwarten wir für das Geschäftsjahr 2026 einen moderaten Rückgang des Beitragsvolumens. Der Beitragsentwicklung folgend erwarten wir ebenfalls einen leichten Rückgang der Aufwendungen für Versicherungsfälle, obwohl wir im kommenden Jahr wieder von einer Normalisierung der Schadenaufwendungen für Naturkatastrophen ausgehen. Ebenfalls prognostizieren wir einen moderaten Rückgang des Aufwandes für den Versicherungsbetrieb, der fortgesetzten Kostendisziplin folgend. Dennoch erwarten wir für das Geschäftsjahr 2026 in Summe einen leichten Rückgang des versicherungstechnischen Ergebnisses nach Schwankungsrückstellung. Wir gehen von einem deutlichen Anstieg des Kapitalanlageergebnisses aus. Ursächlich hierfür ist ein steigendes außerordentliches Kapitalanlageergebnis nach den Verlustrealisationen des aktuellen Berichtsjahres. Das nichtversicherungstechnische Ergebnis wird sich in Summe dennoch leicht rückläufig entwickeln, sodass wir für das kommende Jahr insgesamt ein Jahresergebnis leicht unterhalb des Vorjahres erwarten.

Versicherungsarten (Anlage 1 zum Lagebericht)

Folgende Versicherungsarten sind im Geschäftsjahr 2025 in Form von Einzel-, Gruppen- oder Sammelversicherungen gegen Einmaloder laufenden Beitrag betrieben worden:

Allgemeine Haftpflichtversicherung

Privathaftpflichtversicherung

Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung

Cyberversicherung

Heilwesenhaftpflichtversicherung

Planungshaftpflichtversicherung

Kraftfahrt-Haftpflichtversicherung

Sonstige Kraftfahrtversicherung

Allgemeine Unfallversicherung

Multi-Risk-Versicherung

Transportversicherung

Technische Versicherungen

Feuerversicherung

Verbundene Wohngebäudeversicherung

Verbundene Hausratversicherung

Finanzbericht Brasilien / Financial report Brazil

Finanzbericht Brasilien / Financial report Brazil

Jahresabschluss.

  • 32 Bilanz
  • 34 Gewinn- und Verlustrechnung
  • 36 Anhang
  • 36 Angaben zur Gesellschaft
  • 36 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
  • 42 Erläuterungen zur Bilanz - Aktiva
  • 48 Erläuterungen zur Bilanz - Passiva
  • 51 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
  • 57 Sonstige Angaben

Bilanz zum 31. Dezember 2025

Aktiva 31.12.2025 31.12.2024
TEUR
A. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.153 3.953
B. Kapitalanlagen
I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0 217
II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 256.451 267.706
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 203.261 153.261
3. Beteiligungen 1.964 1.965
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 19.939 19.575
481.615 442.508
III. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 772.675 822.816
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 1.870.241 1.553.894
3. Sonstige Ausleihungen 782.990
a) Namensschuldverschreibungen 473.581
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 165.763 158.387
639.344 941.377
3.282.259 3.318.087
3.763.874 3.760.811
C. Forderungen
I. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft an:
1. Versicherungsnehmer 77.529 107.925
2. Versicherungsvermittler 7.194 9.854
84.723 117.779
II. Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft – davon an verbundene Unternehmen: 292 TEUR (11.543 TEUR) 1.737 14.593
III. Sonstige Forderungen – davon an verbundene Unternehmen: 147.670 TEUR (497.557 TEUR) 172.845 522.299
259.305 654.671
D. Sonstige Vermögensgegenstände
I. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand 88.055 51.289
88.055 51.289
E. Rechnungsabgrenzungsposten
I. Abgegrenzte Zinsen und Mieten 36.129 32.597
II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 1.345 4
37.475 32.601
F. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 0 6
Summe der Aktiva 4.150.862 4.503.332

Finanzbericht Brasilien / Financial report Brazil Bilanz.

Passiva 31.12.2025 31.12.2024
TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 51.000 51.000
II. Kapitalrücklage 6.100 6.100
57.100 57.100
B. Versicherungstechnische Rückstellungen
I. Beitragsüberträge
1. Bruttobetrag 225.520 220.539
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 1.179 1.790
224.341 218.748
II. Deckungsrückstellung
1. Bruttobetrag 8.905 9.342
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 0 3
8.905 9.339
III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
1. Bruttobetrag 3.383.083 3.298.028
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 121.637 129.715
3.261.447 3.168.313
IV. Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung
1. Bruttobetrag 900 2.500
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 0 0
900 2.500
V. Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen 252.856 267.266
VI. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen
1. Bruttobetrag 13.439 11.981
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 0 0
13.439 11.981
3.761.887 3.678.147
C. Andere Rückstellungen
I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 847 785
II. Sonstige Rückstellungen 20.763 19.930
21.610 20.715
D. Andere Verbindlichkeiten
I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft gegenüber
1. Versicherungsnehmern 100.391 571.021
2. Versicherungsvermittlern 13.505 15.526
113.897 586.547
II. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft
- davon an verbundene Unternehmen: 16.354 TEUR (11.153 TEUR)
22.634 17.901
III. Sonstige Verbindlichkeiten
- davon aus Steuern: 12.098 TEUR (12.573 TEUR)
- davon an verbundene Unternehmen: 148.923 TEUR (118.065 TEUR)
173.294 142.272
309.825 746.720
E. Rechnungsabgrenzungsposten 440 651
Summe der Passiva 4.150.862 4.503.332

Die in der Bilanz für den Schluss des Geschäftsjahres 2025 unter Passiva B.III. eingestellte Renten-Deckungsrückstellung beträgt einschließlich nicht abgehobener Renten 63.698 EUR. Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter Posten B.III. der Passiva eingestellte Renten-Deckungsrückstellung unter Beachtung von § 341f und § 341g HGB sowie unter Beachtung der aufgrund des § 88 Abs. 3 VAG erlassenen Rechtsverordnung berechnet worden ist.

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2025

TEUR 2025 2024
I. Versicherungstechnische Rechnung
1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung
a) Gebuchte Bruttobeiträge 1.564.825 1.588.316
b) Abgegebene Rückversicherungsbeiträge -69.365 -74.861
1.495.460 1.513.455
c) Veränderung der Bruttobeitragsüberträge -4.982 -8.784
d) Veränderung des Anteils der Rückversicherer an den Bruttobeitragsüberträgen -611 92
-5.593 -8.692
1.489.867 1.504.763
2. Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung 1.020 1.052
3. Sonstige versicherungstechnische Erträge für eigene Rechnung 360 1.679
4. Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung
a) Zahlungen für Versicherungsfälle
aa) Bruttobetrag -920.737 -1.111.769
bb) Anteil der Rückversicherer 17.877 41.572
-902.861 -1.070.197
b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
aa) Bruttobetrag -85.282 66.347
bb) Anteil der Rückversicherer -7.852 -38.486
-93.134 27.862
-995.994 -1.042.335
5. Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen
a) Deckungsrückstellung
aa) Bruttobetrag 437 836
bb) Anteil der Rückversicherer -3 -12
433 823
b) Sonstige versicherungstechnische Netto-Rückstellungen -1.458 3.236
-1.025 4.059
6. Aufwendungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung für eigene Rechnung -7 -2.008
7. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung
a) Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb -486.415 -506.721
b) davon ab: erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungen aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft 9.142 10.484
-477.273 -496.237
8. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen für eigene Rechnung -11.229 -10.709
9. Zwischensumme 5.719 -39.736
10. Veränderung der Schwankungsrückstellung und ähnlicher Rückstellungen 14.410 9.026
11. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung 20.130 -30.710

II. Nichtversicherungstechnische Rechnung 2025 2024
TEUR
1. Erträge aus Kapitalanlagen
a) Erträge aus Beteiligungen – davon aus verbundenen Unternehmen: 4.325 TEUR (17.108 TEUR) 4.325 17.224
b) Erträge aus anderen Kapitalanlagen – davon aus verbundenen Unternehmen: 21.905 TEUR (35.520 TEUR)
aa) Erträge aus Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 361 1.066
bb) Erträge aus anderen Kapitalanlagen 91.084 100.444
c) Erträge aus Zuschreibungen 0 75
d) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen 23.819 4.420
e) Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- und Teilgewinnabführungsverträgen 2 82
119.591 123.310
2. Aufwendungen für Kapitalanlagen
a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen für Kapitalanlagen -8.082 -7.427
b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen -17.734 -3.718
c) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen -125.585 -158
-151.400 -11.303
-31.809 112.008
3. Technischer Zinsertrag -1.020 -1.052
-32.830 110.956
4. Sonstige Erträge 144.773 18.208
5. Sonstige Aufwendungen -22.581 -80.700
122.193 -62.492
6. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 109.493 17.754
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -15 -5
8. Sonstige Steuern -7 -105
-23 -110
9. Aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne -109.470 -17.644
10. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag oder Bilanzgewinn 0 0

*Anmerkung: Aufwandsposten sind mit einem Minuszeichen vor dem entsprechenden Betrag gekennzeichnet.*

Anhang

Angaben zur Gesellschaft

Die HDI Versicherung AG mit Sitz in Hannover wird beim Amtsgericht Hannover unter der Handelsregisternummer HRB 58934 geführt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Jahresabschluss und Lagebericht der Gesellschaft werden nach den für Versicherungsunternehmen geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG), des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) sowie den relevanten Verordnungen, insbesondere RechVersV, der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV), in ihrer zum Bilanzstichtag gültigen Fassung aufgestellt.

Aktiva

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich der planmäßigen, linearen Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von fünf Jahren bilanziert. Von der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens nach § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB wird abgesehen. Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um eventuelle Abschreibungen nach dem gemilderten Niederstwertprinzip (§ 341b Abs. 1 Satz 2 HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 1 Satz 1, Abs. 3 Satz 5 HGB) bilanziert.

Ausleihungen an verbundene Unternehmen sowie an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, werden gemäß § 341c Abs. 3 HGB mit den fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert. Dabei werden die Kapitalanlagen bei Erwerb mit dem Kaufkurs angesetzt. Der Unterschiedsbetrag zum Rückzahlungsbetrag wird unter Anwendung der Effektivzinsmethode amortisiert. Notwendige Abschreibungen werden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip vorgenommen.

Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen sowie Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere werden, sofern sie nach den Grundsätzen des Umlaufvermögens geführt werden, nach dem strengen Niederstwertprinzip zu Anschaffungskosten oder den darunterliegenden Börsen- oder Marktwerten am Bilanzstichtag angesetzt. Das Wertaufholungsgebot wird beachtet (§ 341b Abs. 2 HGB in Verbindung mit §§ 255 Abs. 1 und 253 Abs. 1 Satz 1, Abs. 4 sowie Abs. 5 HGB). Wertpapiere, die dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, werden nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet (§ 341b Abs. 2 zweiter Halbsatz HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 1 Satz 1, Abs. 3 Satz 5 HGB). Dauerhafte Wertminderungen werden erfolgswirksam abgeschrieben. Zur Beurteilung des Vorliegens einer dauerhaften Wertminderung in Bezug auf Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie über Fonds gehaltene Schuldtitel, die wie Anlagevermögen bilanziert werden, werden Bonitätsprüfungen der Emittenten sowie die Entwicklungen der Ratings hinzugezogen. Zur Feststellung des Vorliegens einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung öffentlich gehandelter Aktien werden die vom Versicherungsfachausschuss des IDW empfohlenen Aufgreifkriterien verwendet. Demzufolge kann eine dauerhafte Wertminderung immer dann vorliegen, wenn der Zeitwert eines Wertpapiers in den dem Bilanzstichtag vorangehenden sechs Monaten permanent um mehr als 20 % unter dem Buchwert liegt sowie für den Fall, dass der Durchschnittswert der täglichen Börsenkurse in den letzten 12 Monaten um mehr als 10 % unter dem Buchwert liegt. Die Beurteilung der voraussichtlichen Dauerhaftigkeit einer Wertminderung für Anteile oder Aktien an Investmentvermögen bei einer zum Abschlussstichtag vorliegenden stillen Last auf dem Investmentanteil richtet sich nach den im Fonds gehaltenen Vermögensgegenständen (look-through-approach).

Bei über oder unter pari erworbenen Wertpapieren wird der Differenzbetrag mit Hilfe der Effektivzinsmethode über die Laufzeit amortisiert.

Namensschuldverschreibungen sowie Schuldscheinforderungen und Darlehen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert (§ 341c Abs. 3 HGB). Dabei werden die Kapitalanlagen bei Erwerb mit dem Anschaffungskurs angesetzt. Der Unterschiedsbetrag zum Rückzahlungsbetrag wird unter Anwendung der Effektivzinsmethode amortisiert. Notwendige Abschreibungen werden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip vorgenommen (§ 341b Abs. 2 zweiter Halbsatz HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 1 Satz 1, Abs. 3 Satz 5 HGB).

Es befinden sich strukturierte Produkte in der Anlageform von Inhaberschuldverschreibungen, Namensschuldverschreibungen, Schuldscheinforderungen und Darlehen sowie Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, im Bestand. Sie werden entsprechend dem Bilanzposten, in dem sie geführt werden, angesetzt und bewertet. Bei den im Bestand befindlichen strukturierten Produkten handelt es sich um Finanzinstrumente, bei denen das Basisinstrument in Form eines Fixed-Income Kassainstrumentes mit einem oder mehreren Derivaten vertraglich zu einer Einheit verbunden ist. Die Bilanzierung erfolgt, sofern die Voraussetzungen nach IDW RS HFA 22 vorliegen, einheitlich zu fortgeführten Anschaffungskosten nach den Vorschriften der wie Anlagevermögen bilanzierten Kapitalanlagen gemäß dem gemilderten Niederstwertprinzip (§ 341b Abs. 1 Satz 2 HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB).

Im Rahmen des Wertaufholungsgebots (§ 253 Abs. 5 Satz 1 HGB) werden auf Vermögensgegenstände, die in früheren Jahren abgeschrieben wurden, erfolgswirksame Zuschreibungen bis zur Höhe der fortgeführten Anschaffungswerte oder auf einen niedrigeren Verkehrs- oder Börsenwert vorgenommen, wenn die Gründe für die dauerhafte Wertminderung entfallen sind und eine Werterholung eingetreten ist.

Die Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft werden mit den Nominalbeträgen angesetzt. Die Pauschalwertberichtigung für Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern wird für das Berichtsjahr anhand von Erfahrungswerten (Ausfälle in der Vergangenheit) ermittelt, für Forderungen gegenüber Vermittlern wird ein pauschaler Satz in Höhe von 1 % angewendet.

Abrechnungsforderungen und sonstige Forderungen werden mit den Nominalbeträgen aktiviert.

Aufgrund des vor dem Bilanzstichtag erfolgten Kostenschlusses werden Kostenbuchungen, die nach dem Abgrenzungsstichtag anfielen, unter den sonstigen Forderungen erfasst. Dieser Position stehen Kostenschätzungen für den Zeitraum zwischen Kostenschluss und Bilanzstichtag gegenüber, die in den sonstigen Rückstellungen gezeigt werden.

Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand werden mit dem Nominalwert in Ansatz gebracht.

Die in die aktive Rechnungsabgrenzung einzubeziehenden Positionen werden zum Nennwert angesetzt.

Der Posten 'Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung' stellt den übersteigenden Betrag dar, der nach einzelvertraglicher Saldierung der Altersversorgungsverpflichtungen mit den diese bedeckenden Vermögensgegenständen (im Wesentlichen Rückdeckungslebensversicherungen) verbleibt.

Passiva

Das gezeichnete Kapital, die Kapitalrücklage und die Gewinnrücklagen im Eigenkapital werden zum Nennwert angesetzt.

Die vertragsmäßigen Anteile der Rückversicherer an den relevanten Bruttopositionen werden für wesentliche Rückversicherungsverträge zum aktuellen Stichtag ermittelt und gebucht. Für ausgewählte Rückversicherungsverträge wird mit einem Zeitversatz zu Brutto von einem Monat gearbeitet, wobei gegebenenfalls im Falle materieller Bewegungen separate Schätzbuchungen für z. B. Großschäden erfolgen und bis zum aktuellen Stichtag berücksichtigt werden.

Die Beitragsüberträge werden unter Beachtung der Vorschriften der Aufsichtsbehörde und des Schreibens des Bundesministers der Finanzen vom 30.4.1974 für das selbst abgeschlossene Geschäft nach dem 1/360-System bzw. taggenau (pro rata temporis) ermittelt. Die in Rückdeckung gegebenen Anteile werden den vertraglichen Abmachungen entsprechend abgegrenzt.

Die Berechnung der Beitrags-Deckungsrückstellung für die Hausratversicherungen auf Lebenszeit erfolgt nach der prospektiven Methode unter Beachtung von § 341f HGB sowie der aufgrund des § 65 Abs. 1 VAG erlassenen Rechtsverordnung einzelvertraglich und unter Berücksichtigung künftiger Kosten. Es wird der jeweils bei Vertragsabschluss gültige Rechnungszins verwendet.

Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle wird im selbst abgeschlossenen Geschäft individuell pro Einzelschaden ermittelt.

Im Beteiligungsgeschäft werden die Angaben der führenden Versicherungsunternehmen übernommen. Lagen zum Bilanzstichtag die Angaben der Führenden noch nicht vor, werden die Rückstellungen je Geschäftsverbindung aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit geschätzt.

In der Kraftfahrzeug-Haftpflicht-, Fahrzeugvollkasko- und Fahrzeugteilkaskoversicherung wird für unerledigte Kleinschäden von der Möglichkeit der Gruppenbewertung Gebrauch gemacht.

Für am Bilanzstichtag noch nicht bekannt gewordene Versicherungsfälle wird eine Spätschadenrückstellung auf Basis von Vergangenheitswerten errechnet. Hierzu werden aktuariell die Anzahl der erwarteten Spätschäden sowie die Höhe des erwarteten Durchschnittsschadens ermittelt. Da sich das Standardverfahren nicht für lang abwickelnde Sparten eignet, wird die HGB-Spätschadenrückstellung in diesen Fällen von der aktuariell ermittelten IFRS-Rückstellung unter Berücksichtigung eines Zuschlags abgeleitet. Liegen in Einzelfällen aktuelle Erkenntnisse vor, wird auf dieser Basis ein jeweils angemessener Betrag zurückgestellt.

Darüber hinaus werden hier die gemäß § 65 VAG berechnete Renten-Deckungsrückstellung und die Rückstellung für noch zu erwartende Regulierungsaufwendungen ausgewiesen. Die Rückstellung für Regulierungskosten setzt sich aus den Bestandteilen externe und interne Kosten zusammen. Während die externe Schadenregulierungskostenrückstellung pro einzelnen Versicherungsfall spezifisch gebildet wird, erfolgt die Ermittlung der internen Regulierungskostenrückstellung anhand eines faktorbasierten Näherungsverfahrens. Dieses legt die geleisteten Schadenzahlungen als Volumenmaß für angefallene Kosten zugrunde und bestimmt aus diesem Verhältnis die künftige interne Regulierungskostenrückstellung als prozentualen Anteil der aktuellen Schadenrückstellung für Entschädigungen. Der entsprechende Prozentsatz/Faktor wird als Mittelwert historischer Beobachtungsjahre gebildet. Da angenommen wird, dass für bekannte Schäden bereits ein Teil der Schadenregulierung erbracht ist, erfolgt eine Reduktion des ermittelten Faktors auf Basis spartenspezifischer Erfahrungswerte.

Die in der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle enthaltene Renten-Deckungsrückstellung (brutto) wird nach versicherungsmathematischen Grundsätzen berechnet. Die Berechnung erfolgt auf Basis der Sterbetafel Deutsche Aktuarvereinigung (DAV) 2006 HUR für Frauen und Männer. Der Rechnungszins wird gemäß § 5 Abs. 4 der Deckungs rückstellungsverordnung als Minimum aus originär gültigem Höchstrechnungszins und dem Referenzzins gebildet. Konkret bedeutet dies:

Rechnungszins

Eintritt in Rentenverpflichtung Rechnungszins
vor 2015 1,57%
2015 bis 2016 1,25%
2017 bis 2021 0,90%
2022 bis 2024 0,25%
2025 1,00%

Forderungen aus Regressen, Provenues und Teilungsabkommen zu bereits abgewickelten Versicherungsfällen werden als Abzugsposten innerhalb der Schadenrückstellung berücksichtigt. Die Bildung der Rückstellung für Beitragsrückerstattung entspricht den vertraglichen Bestimmungen. Bei der Berechnung der Schwankungsrückstellung werden die Vorschriften gemäß § 29 und der Anlage zu § 29 RechVersV sowie die Vorschriften der Versicherungsberichterstattungsverordnung (BerVersV) angewendet. Die sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen werden wie folgt ermittelt: Die Stornorückstellung wurde errechnet, indem eine durchschnittliche Stornoquote für die letzten drei Jahre ermittelt und mit den Beiträgen des aktuellen Jahres multipliziert wurde. Die Rückstellung aufgrund der Verpflichtung aus der Mitgliedschaft in der Verkehrsopferhilfe e.V. wird gemäß Mitteilung des Vereins gebildet. Die unter den sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen ausgewiesene Rückstellung für drohende Verluste aus selbst abgeschlossenem oder in Rückdeckung übernommenem Versicherungsgeschäft gemäß § 31 Abs. 1 Nr. 2 RechVersV wird als negativer Saldo zwischen den zu erwartenden Erträgen für die Verträge, für die zum Bilanzierungsstichtag eine rechtliche Verpflichtung besteht, und den zu erwartenden Aufwendungen gebildet. Die Erträge umfassen den zu erwartenden Beitrag sowie Verzinsungseffekte hierauf. Die Aufwendungen umfassen die Schadenaufwendungen und die Verwaltungskosten. Die Aufwandspositionen werden vergangenheitsbasiert abgeleitet und gegebenenfalls bereinigt, sofern die Prognose der künftigen Entwicklung durch Effekte in zurückliegenden Schadenjahren verzerrt würde. Bei den versicherungstechnischen Rückstellungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft werden grundsätzlich die von den Vorversicherern aufgegebenen Rückstellungen passiviert, soweit nicht eigene bessere Erkenntnisse vorliegen. Soweit zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung die Angaben noch nicht vorliegen, werden die Schadenrückstellungen unter Zugrundelegung der letztjährigen Angaben geschätzt. Verpflichtungen aus Pensionen wurden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und entsprechend § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem von der Bundesbank gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) zum 30.9.2025 veröffentlichten und auf den 31.12.2025 prognostizierten durchschnittlichen Zinssatz der letzten zehn Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren abgezinst. Die Grundsätze des IDW RH FAB 1.021 finden bei der Bewertung der Rückstellungen für rückgedeckte Direktzusagen Anwendung. Die Pensionsrückstellungen für nicht rückgedeckte arbeitgeberfinanzierte Zusagen wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Die Pensionsrückstellungen für nicht wertpapiergebundene arbeitnehmerfinanzierte Zusagen wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt, soweit die Leistungen nicht durch eine Rückdeckungsversicherung gedeckt sind. Für die rückgedeckten Leistungen entspricht der Erfüllungsbetrag dem Zeitwert des Deckungskapitals des Lebensversicherungsvertrags zuzüglich Überschussbeteiligung.

Die Bewertung basiert auf den Ausscheidewahrscheinlichkeiten der HEUBECK-RICHTTAFELN 2018 G, die entsprechend dem im Bestand beobachteten Risikoverlauf verstärkt wurden. Im Übrigen wurden nachstehende Annahmen der Berechnung zugrunde gelegt:

Gehaltsdynamik: 3,25 %(3,50 %)
Rentendynamik: 2,08 %(2,14 %)
Zinssatz: 2,06 %(1,90 %)

Die für die Bewertung der rückgedeckten Direktzusagen erforderliche Gesamtverzinsungserwartung beträgt, abhängig vom Lebensversicherer, 3,30 % bis 3,60 %. Die berücksichtigte Fluktuation entspricht den nach Alter und Geschlecht diversifizierten unternehmensindividuellen Wahrscheinlichkeiten. Bei den wertpapiergebundenen arbeitnehmerfinanzierten Zusagen handelt es sich ausschließlich um leistungskongruent rückgedeckte Versorgungszusagen, deren Bewertung entsprechend IDW RS HFA 30 Rz. 74 nach § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB zu erfolgen hat. Für diese Zusagen entspricht der Erfüllungsbetrag mithin mindestens dem Zeitwert des Deckungskapitals des Lebensversicherungsvertrags zuzüglich Überschussbeteiligung. Die übrigen Rückstellungen werden nach dem Grundsatz vorsichtiger kaufmännischer Bewertung mit ihrem voraussichtlich notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und, soweit die erwarteten Laufzeiten mehr als ein Jahr betragen, gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem von der Bundesbank gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) veröffentlichten durchschnittlichen Zinssatz (Stichtagszins zum 31.12.2025) der letzten sieben Jahre abgezinst. Die anderen Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Unter dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Erträge für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen.

Währungsumrechnung

Wenn Fremdwährungspositionen vorliegen, erfolgt die Umrechnung zum Bilanzstichtag für Positionen der Bilanz zum Stichtagskurs (Devisenkassamittelkurs) und für Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung zum Durchschnittskurs. Bei monatlicher Fremdwährungsbewertung erfolgt die Umrechnung der Bestandspositionen zum jeweiligen Stichtagskurs zum Monatsende. Der Umrechnungskurs für die monatliche Bewertung der Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung ist der jeweilige Ultimokurs des Vormonats. Diese Positionen werden in einem rollierenden Verfahren bewertet. Durch die Addition der umgerechneten Einzelwerte ergibt sich faktisch eine Umrechnung nach Durchschnittskursen.

Hinweis:

Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit des Abschlusses werden die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und der Anhang in Tausend Euro aufgestellt. Die einzelnen Posten, Zwischen- und Endsummen werden kaufmännisch gerundet. Die Addition der Einzelwerte kann daher von den Zwischen- und Endsummen um Rundungsdifferenzen abweichen.

43 Lagebericht / Management Report Finanzbericht Brasilien / Financial report Brazil 41 Jahresabschluss. HDI Versicherung AG. Anhang.

Erläuterungen zur Bilanz - Aktiva

Entwicklung der Aktivposten A. und B.I. bis B.III. im Geschäftsjahr 2025

Bilanzwerte Vorjahr Zugänge Umbuchung
TEUR
A. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.953 0 0
B. Kapitalanlagen
I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 217 0 0
II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 267.706 765 0
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 153.261 50.000 0
3. Beteiligungen 1.965 0 0
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 19.575 750 0
Summe B.II. 442.508 51.515 0
III. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 822.816 72.987 0
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 1.553.894 1.527.331 0
3. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen 782.990 89.480 0
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 158.387 30.605 0
Summe B.III. 3.318.087 1.720.402 0
Summe B. 3.760.811 1.771.917 0
Summe 3.764.764 1.771.917 0

Die Zu- und Abgänge beinhalten auch Währungskursdifferenzen auf Bilanzwerte des Vorjahres.

Abgänge Zuschreibungen Abschreibungen Bilanzwerte Geschäftsjahr
0 0 1.800 2.153
216 0 0 0
12.020 0 0 256.451
0 0 0 203.261
0 0 2 1.964
365 0 21 19.939
12.385 0 23 481.615
111.636 0 11.492 772.675
1.210.939 0 45 1.870.241
398.889 0 0 473.581
17.055 0 6.174 165.763
1.738.520 0 17.711 3.282.259
1.751.121 0 17.734 3.763.874
1.751.121 0 19.534 3.766.027

Zu B. Kapitalanlagen

Ermittlung der Zeitwerte der Kapitalanlagen

Die Ermittlung der Zeitwerte der Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen erfolgt je nach Gesellschaftszweck und -größe unterschiedlich. Bei der Ermittlung der Zeitwerte der Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden die mit dem Ertragswertverfahren bewerteten Unternehmen standardmäßig mit dem Barwert der künftigen ausschüttbaren finanziellen Überschüsse (Ertragswert) angesetzt. Für Gesellschaften, die nicht am Kapitalmarkt gehandelte Eigenkapitalinstrumente zeichnen (Investitionsvehikel für Private Equity-, Real Estate Fonds und andere alternative Investments), erfolgt die Bewertung analog zu vergleichbaren Instrumenten, die direkt gehalten werden, mit Hilfe des Net-AssetValue-Verfahrens.

Die Zeitwerte der Ausleihungen an verbundene Unternehmen sowie an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, der Namensschuldverschreibungen, der Schuldscheinforderungen und Darlehen werden über ein Barwertverfahren mit Hilfe von produkt- und ratingspezifischen Renditekurven ermittelt. Bei den verwendeten Spread-Aufschlägen werden spezielle Ausgestaltungen wie z. B. Einlagensicherung, Gewährträgerhaftung oder Nachrangigkeit berücksichtigt.

Die Zeitwertermittlung der sonstigen Kapitalanlagen erfolgt grundsätzlich auf Basis des Freiverkehrswertes gemäß § 56 RechVersV. Für Kapitalanlagen, die einen Markt- oder Börsenpreis haben (Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen, Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere), gilt als Zeitwert der Wert zum Bilanzstichtag bzw. zum letzten diesem Zeitpunkt vorausgehenden Tag, für den ein Markt- oder Börsenpreis feststellbar war. In Fällen, in denen keine Börsennotierungen vorliegen, werden Renditekurse auf Basis an Finanzmärkten etablierter Preisbildungsverfahren eingesetzt. Kapitalanlagen werden höchstens mit ihrem voraussichtlich realisierbaren Wert unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Vorsicht bewertet. Die Zeitwerte der im Bestand befindlichen Spezialfonds entsprechen dem ermittelten Rücknahmekurs.

Die Ermittlung des beizulegenden Wertes erfolgt für wie Anlagevermögen bilanzierte, öffentlich gehandelte Aktien und Aktienfonds mittels des EPS-Verfahrens (EPS = earnings per share), eines Ertragswertverfahrens je Aktie auf Basis der von unabhängigen Analysten geschätzten jährlichen Gewinnerwartungen oder der darüberliegenden Marktwerte. Sofern der EPSWert über 120 % des Marktwertes liegt, erfolgt eine Deckelung bei diesen 120 %.

Bei der Ermittlung des beizulegenden Wertes für wie Anlagevermögen bilanzierte, über Spezialfonds gehaltene Rententitel werden die Renten zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt, sofern sich keine Indizien für eine voraussichtlich dauernde Wertminderung ergeben. Hierzu wird die Bonität des Emittenten sowie die Entwicklung der Ratings herangezogen. Bei Default-Titeln und Titeln, deren Marktwert kleiner 50 % des Nominals ist, wird grundsätzlich der niedrigere Marktwert herangezogen.

Die Zeitwertermittlung der im Bestand befindlichen Private Equity, Infrastruktur- und Real Estate Fonds erfolgt auf Basis des letzten durch den General Partner gemeldeten Net Asset Value (Capital Account), der bis zum Stichtag im Hinblick auf zwischenzeitlich erfolgte Abrufe und Ausschüttungen fortgeschrieben wird.

Bei der Ermittlung des Zeitwerts von Swaps wird für beide Legs eines Swaps die Discounted-Cash-Flow-Methode getrennt angewendet. Bei dem festverzinslichen Leg wird der gesamte Cashflow bis zur Endfälligkeit ausgerollt, bei dem variabel verzinslichen Leg wird der Cashflow bis zum nächsten Zinsanpassungstermin ausgerollt. Aus der Addition der Barwerte (unter Berücksichtigung des Vorzeichens für die Long/Short-Position) ergibt sich der theoretische Preis bzw. die aktuelle Forderungs- und Verbindlichkeitsposition des gesamten Swapgeschäfts.

Bei folgenden zu Anschaffungskosten bilanzierten Kapitalanlagen liegen die Zeitwerte unter den Buchwerten:

Kapitalanlagen mit stillen Lasten

TEUR Buchwerte Zeitwerte Saldo
Anteile an verbundenen Unternehmen 9.416 7.743 -1.673
Ausleihungen an verbundene Unternhemen 104.696 99.516 -5.180
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.471 3.171 -300
Anteile oder Aktien an Investmentvermögen 159.472 144.298 -15.175
Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 1.335.690 1.315.553 -20.137
Sonstige Ausleihungen Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis Inhaberschuldverschrei 451.127 6.727 1.335.690 436.112 6.317 1.315.553 -15.015 6.317 1.315.553
Summe 2.063.873 2.006.393 -57.480

Unter Anwendung des § 341b Abs. 2 HGB wurden bei den wie Anlagevermögen bilanzierten Kapitalanlagen Abschreibungen in Höhe von 35.313 (111.638) TEUR vermieden. Es handelt sich hierbei nach unserer Einschätzung um vorübergehende Wertminderungen.

Zur Beurteilung des Vorliegens einer dauerhaften Wertminderung in Bezug auf festverzinsliche Wertpapiere werden Bonitätsprüfungen der Emittenten sowie die Entwicklungen der Ratings hinzugezogen. Diese stillen Lasten wurden gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB nicht außerplanmäßig abgeschrieben, da sie im Wesentlichen zinsinduziert sind und somit nicht als dauerhaft eingeschätzt werden. Aufgrund der Bonität der Emittenten ist nicht mit Zahlungsausfällen zu rechnen.

Zur Feststellung des Vorliegens einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung der Anteile oder Aktien an Investmentvermögen werden die vom Versicherungsfachausschuss des IDW empfohlenen Aufgreifkriterien verwendet. Demzufolge kann eine dauerhafte Wertminderung immer dann vorliegen, wenn der Zeitwert eines Wertpapiers in den dem Bilanzstichtag vorangehenden sechs Monaten permanent um mehr als 20 % unter dem Buchwert liegt, sowie für den Fall, dass der Durchschnittswert der täglichen Börsenkurse in den letzten 12 Monaten um mehr als 10 % unter dem Buchwert liegt. Sofern die notwendigen Informationen für eine Durchschau (look-through-approach) vorliegen, richtet sich die Beurteilung der voraussichtlichen Dauerhaftigkeit einer Wertminderung für Anteile oder Aktien an Investmentvermögen bei einer zum Abschlussstichtag vorliegenden stillen Last auf dem Investmentanteil nach den im Fonds gehaltenen Vermögensgegenständen.

Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 277 (3) HGB:

Die Abschreibungen auf Kapitalanlagen enthalten außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 277 Abs. 3 Satz 1 HGB von 11.492 (794) TEUR.

Zu B.II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen

Die für die Gesellschaft wesentlichen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind nachfolgend aufgeführt. Auf die Darstellung von Gesellschaften von untergeordneter wirtschaftlicher Bedeutung ohne wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wurde verzichtet (§ 286 Nr. 3 Satz 1 HGB).

Name, Sitz Eigenkapital1)(footnote: 1) vor Ergebnisabführung und Ausschüttung, Angaben basierend auf dem letzten vorliegenden testierten Jahresabschluss) Ergebnis1)(footnote: 1) vor Ergebnisabführung und Ausschüttung, Angaben basierend auf dem letzten vorliegenden testierten Jahresabschluss) Anteil am Kapital2)(footnote: 2) Die Anteilsquote ergibt sich aus der Addition aller direkt und indirekt gehaltenen Anteile nach Maßgabe des § 16 Abs. 2 und 4 AktG)
TEUR
Inland:
Enhanced Sustainable Power Fund Nr. 3 GmbH & Co. KG geschlossene Investment KG, Grünwald3)(footnote: 3) Angaben zu Eigenkapital und Jahresergebnis betreffen das Geschäftsjahr vom 30.9.2021 bis 30.9.2022) 187.778 11.679 2,0%
Fair Claims GmbH, Hannover 4.025 546 100,0%
GDV Dienstleistungs-GmbH, Hamburg 29.653 983 3,0%
hector digital GmbH, Marpingen4)(footnote: 4) indirekte Beteiligung, Beteiligungsquote gemäß § 16 Abs. 2 und 4 AktG) 119 -4 19,0%
Infrastruktur Ludwigsau GmbH & Co KG, Köln4)(footnote: 4) indirekte Beteiligung, Beteiligungsquote gemäß § 16 Abs. 2 und 4 AktG) 21.353 1.126 100,0%
Infrastruktur Windpark Vier Fichten GbR, Bremen4)(footnote: 4) indirekte Beteiligung, Beteiligungsquote gemäß § 16 Abs. 2 und 4 AktG) 8 4 41,7%
KOP4 GmbH & Co. KG, München 45.942 2.962 7,2%
MachDigital GmbH, Neunkirchen 539 -1.461 49,0%
Neodigital Versicherung AG, Neunkirchen 8.158 -19.531 5,5%
Riethorst Grundstücksgesellschaft AG & Co. KG, Hannover 133.025 6.607 50,0%
SSV Schadenschutzverband GmbH, Hannover 200 591 100,0%
Talanx Infrastructure France 2 GmbH, Köln4)(footnote: 4) indirekte Beteiligung, Beteiligungsquote gemäß § 16 Abs. 2 und 4 AktG) 79.180 6.315 100,0%
Talanx Infrastructure Portugal 2 GmbH, Köln 32.460 3.047 50,0%
Talanx Infrastructure Portugal GmbH, Köln4)(footnote: 4) indirekte Beteiligung, Beteiligungsquote gemäß § 16 Abs. 2 und 4 AktG) 731 -0 70,0%
TD Real Assets GmbH & Co. KG, Köln 582.933 15.285 17,0%
TD Sach Private Equity GmbH & Co. KG, Köln 94.254 9.434 100,0%
Windfarm Bellheim GmbH & Co. KG, Köln4)(footnote: 4) indirekte Beteiligung, Beteiligungsquote gemäß § 16 Abs. 2 und 4 AktG) 38.825 1.459 85,0%
Windpark Mittleres Mecklenburg GmbH & Co. KG, Köln4)(footnote: 4) indirekte Beteiligung, Beteiligungsquote gemäß § 16 Abs. 2 und 4 AktG) 13.379 3.007 100,0%
Windpark Parchim GmbH & Co. KG, Köln4)(footnote: 4) indirekte Beteiligung, Beteiligungsquote gemäß § 16 Abs. 2 und 4 AktG) 12.765 1.680 51,0%
Windpark Rehain GmbH & Co. KG, Köln4)(footnote: 4) indirekte Beteiligung, Beteiligungsquote gemäß § 16 Abs. 2 und 4 AktG) 21.958 677 100,0%
Windpark Sandstruth GmbH & Co. KG, Köln4)(footnote: 4) indirekte Beteiligung, Beteiligungsquote gemäß § 16 Abs. 2 und 4 AktG) 4.252 62.961 100,0%
Zweite Riethorst Grundstücksgesellschaft mbH 123.915 1.742 50,0%
Ausland:
Augusta Ireland 2 Limited Partnership, Irland, Dublin -540 -385 100%
CEF BKR03 NL B.V., Niederlande, Amsterdam4)(footnote: 4) indirekte Beteiligung, Beteiligungsquote gemäß § 16 Abs. 2 und 4 AktG) 55.039 -1.090 5,2%
EIP Gas Transit Switzerland SCS, Luxemburg, Luxemburg5)(footnote: 5) Angaben zu Eigenkapital und Jahresergebnis betreffen das Geschäftsjahr vom 30.6.2024 bis 30.6.2025) 141.838 -6.222 2,8%
EIP Wind Power Central Norway SCS, Luxemburg, Luxemburg4)(footnote: 4) indirekte Beteiligung, Beteiligungsquote gemäß § 16 Abs. 2 und 4 AktG) 88.335 -36.888 10,9%
Escala Braga - Sociedade Gestora do Edificio S.A., Portugal, Braga4)(footnote: 4) indirekte Beteiligung, Beteiligungsquote gemäß § 16 Abs. 2 und 4 AktG) 5.829 1.774 49,0%
Escala Parque - Gestao de Estacionamento S.A., Portugal, Linhó4)(footnote: 4) indirekte Beteiligung, Beteiligungsquote gemäß § 16 Abs. 2 und 4 AktG) 1.588 1.527 49,0%
Escala Vila Franca - Sociedade Gestora do Edificio S.A., Portugal, Linhó4)(footnote: 4) indirekte Beteiligung, Beteiligungsquote gemäß § 16 Abs. 2 und 4 AktG) 15.427 2.283 49,0%
Ferme Eolienne du Confolentais SNC, Frankreich, Toulouse4)(footnote: 4) indirekte Beteiligung, Beteiligungsquote gemäß § 16 Abs. 2 und 4 AktG) 12.847 708 100,0%
Iberia Termosolar 1, S.L.U., Spanien, Sevilla4)(footnote: 4) indirekte Beteiligung, Beteiligungsquote gemäß § 16 Abs. 2 und 4 AktG) 45.559 626 33,4%
Infrastorm Co-Invest 1 SCA, Luxemburg, Luxemburg4)(footnote: 4) indirekte Beteiligung, Beteiligungsquote gemäß § 16 Abs. 2 und 4 AktG) 11.342 -60 45,0%
Le Chemin de La Milaine S.N.C., Frankreich, Lille4)(footnote: 4) indirekte Beteiligung, Beteiligungsquote gemäß § 16 Abs. 2 und 4 AktG) 16.451 1.706 100,0%
Le Louveng S.A.S, Frankreich, Lille4)(footnote: 4) indirekte Beteiligung, Beteiligungsquote gemäß § 16 Abs. 2 und 4 AktG) 12.282 753 100,0%
Les Vents de Malet S.N.C., Frankreich, Lille4)(footnote: 4) indirekte Beteiligung, Beteiligungsquote gemäß § 16 Abs. 2 und 4 AktG) 16.625 1.907 100,0%
PNH - Parque do Novo Hospital S.A., Portugal, Linhó4)(footnote: 4) indirekte Beteiligung, Beteiligungsquote gemäß § 16 Abs. 2 und 4 AktG) 546 486 49,0%
(1)) 1) vor Ergebnisabführung und Ausschüttung, Angaben basierend auf dem letzten vorliegenden testierten Jahresabschluss
(2)) 2) Die Anteilsquote ergibt sich aus der Addition aller direkt und indirekt gehaltenen Anteile nach Maßgabe des § 16 Abs. 2 und 4 AktG
(3)) 3) Angaben zu Eigenkapital und Jahresergebnis betreffen das Geschäftsjahr vom 30.9.2021 bis 30.9.2022
(4)) 4) indirekte Beteiligung, Beteiligungsquote gemäß § 16 Abs. 2 und 4 AktG
(5)) 5) Angaben zu Eigenkapital und Jahresergebnis betreffen das Geschäftsjahr vom 30.6.2024 bis 30.6.2025

Zu B.III. Sonstige Kapitalanlagen

Der Posten B.III. 1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere beinhaltet nachfolgend aufgeführte Anteile an EU-/inländischem Investmentvermögen, an denen unsere Gesellschaft jeweils über 10 % der Anteile hält. Es bestehen keine Einschränkungen hinsichtlich der Möglichkeit der täglichen Rückgabe.

TEUR Buchwerte Zeitwerte Saldo Ausschüttung
Rentenfonds:
HDI Gerling Sach Industrials Master 487.697 498.340 10.643 15.700
BeGo Corp. Direct Lend. Debt Fund III (close-end) 77.569 79.844 2.275 4.279
Aktienfonds:
HV Aktien 39.348 40.503 1.155 1.315
Immobilienfonds:
Talanx Deutschland Real Estate Value 28.518 28.007 -510 0
Summe 633.131 646.694 13.563 21.294

Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB wurden bei den stillen Lasten aufweisenden Spezialfonds nicht vollständig vorgenommen, da es sich nach unserer Einschätzung um vorübergehende Wertminderungen handelt.

Zu C.III. Sonstige Forderungen

TEUR 31.12.2025 31.12.2024
Forderungen an verbundene Unternehmen 1)(footnote: 1) Forderungen stammen im Wesentlichen aus Beteiligungserträgen und aus Dienstleistungsverkehr.) 147.670 497.557
Forderungen aus Konsortialgeschäft 14.731 15.172
Forderungen aus Cash Collaterals 3.600 3.490
Forderungen aus dem Verkauf von Kapitalanlagen 3.393 3.825
Forderungen aus Zinsen und Mieten 1.443 149
Forderungen aus debitorischen Lieferungen und Leistungen 0 1.238
Verschiedenes 2.007 868
Gesamt 172.845 522.299
(1)) 1) Forderungen stammen im Wesentlichen aus Beteiligungserträgen und aus Dienstleistungsverkehr.

Zu D.I. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand

Bei dem Gesamtbetrag in Höhe von 88.055 (51.289) TEUR handelt es sich um laufende Guthaben bei Kreditinstituten.

Zu E. Rechnungsabgrenzungsposten

Bei dem Gesamtbetrag in Höhe von 37.475 (32.601) TEUR handelt es sich im Wesentlichen um abgegrenzte Zinsen.

Zu F. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Dieser Posten beinhaltet den die entsprechenden Verpflichtungen übersteigenden Betrag des Deckungsvermögens im Sinne von § 246 Abs. 2 Satz 3 HGB.

31.12.2025 31.12.2024
TEUR
Forderungen aus Rückdeckungsversicherungen 1.312 1.573
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden aus arbeitnehmerfinanzierten Zusagen -1.312 -1.567
Summe 0 6

Die für die Versorgungszusagen aus Entgeltumwandlung abgeschlossenen Lebensversicherungsverträge sind in vollem Umfang an Versorgungsberechtigte verpfändet.

Erläuterungen zur Bilanz - Passiva

Zu A.I. Gezeichnetes Kapital
31.12.2025 31.12.2024
TEUR
Stand am Anfang des Geschäftsjahres 51.000 51.000
Stand am Ende des Geschäftsjahres 51.000 51.000

Das Kapital ist in 51.000 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt und voll eingezahlt.

Zu A.II. Kapitalrücklage
31.12.2025 31.12.2024
TEUR
Stand am Anfang des Geschäftsjahres 6.100 6.100
Stand am Ende des Geschäftsjahres 6.100 6.100

Die Bildung einer gesetzlichen Rücklage ist nicht erforderlich, da § 150 Abs. 2 AktG („gesetzlicher Reservefonds") durch Bildung der Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB bereits erfüllt ist.

Zu B. Versicherungstechnische Rückstellungen

Im Folgenden werden die Bruttowerte dargestellt.

TEUR 31.12.2025 31.12.2024
Unfallversicherung 108.210 112.318
Haftpflichtversicherung 1.865.072 1.780.426
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 1.099.476 1.106.022
Sonstige Kraftfahrzeugversicherung 165.646 157.827
Feuer- und Sachversicherung 420.211 444.037
davon a) Feuerversicherung 144.604 148.092
b) Verbundene Hausratversicherung 51.153 54.194
c) Verbundene Wohngebäudeversicherung 212.770 227.203
d) Sonstige Sachversicherung 11.684 14.548
Beistandsleistungsversicherung 217 218
Sonstige Versicherungen 225.870 208.807
Summe 3.884.703 3.809.655

Davon: a) Bruttorückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 3.383.083 (3.298.028) TEUR b) Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen 252.856 (267.266) TEUR

Zu B.III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle

Im Folgenden werden die Bruttowerte dargestellt.

TEUR 31.12.2025 31.12.2024
Unfallversicherung 96.491 94.261
Haftpflichtversicherung 1.694.273 1.554.466
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 1.049.583 1.060.562
Sonstige Kraftfahrzeugversicherung 77.216 113.484
Feuer- und Sachversicherung 251.560 277.309
davon a) Feuerversicherung 129.613 133.247
b) Verbundene Hausratversicherung 22.923 23.548
c) Verbundene Wohngebäudeversicherung 89.316 107.810
d) Sonstige Sachversicherung 9.709 12.704
Beistandsleistungsversicherung 38 26
Sonstige Versicherungen 213.921 197.920
Summe 3.383.083 3.298.028

Zu B.IV. Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung

Die im Geschäftsjahr ausgewiesene Rückstellung für Beitragsrückerstattung in Höhe von 900 (2.500) TEUR betrifft ausschließlich erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung.

Zu B.V. Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen

31.12.2025 31.12.2024
TEUR
Unfallversicherung 1.515 7.510
Haftpflichtversicherung 111.286 167.862
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 0 0
Sonstige Kraftfahrzeugversicherung 50.212 0
Feuer- und Sachversicherung 88.259 90.788
davon a) Feuerversicherung 7.237 9.649
b) Verbundene Hausratversicherung 0 1.632
c) Verbundene Wohngebäudeversicherung 81.022 79.507
Beistandsleistungsversicherung 0 0
Sonstige Versicherungen 1.584 1.105
Summe 252.856 267.266

Zu B.VI. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen

In den sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen in Höhe von 13.439 (11.981) TEUR sind eine Stornorückstellung in Höhe von 12.512 (11.054) TEUR und eine Rückstellung für Verkehrsopferhilfe in Höhe von 926 (926) TEUR enthalten.

Zu C.I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

31.12.2025 31.12.2024
TEUR
Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen 2.159 2.352
abzüglich Deckungsvermögen 1.312 1.567
Summe 847 785

Das Deckungsvermögen wird zum beizulegenden Zeitwert gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB angesetzt. Dieses entspricht dem Deckungskapital des Versicherungsvertrags mit den Rechnungsgrundlagen der Beitragskalkulation zuzüglich der bereits zugeteilten Überschussanteile und damit den fortgeführten Anschaffungskosten.

Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 beträgt -5 (-5) TEUR. Zur Ermittlung des Unterschiedsbetrags wurde der mit dem durchschnittlichen Zinssatz der letzten zehn Jahre abgezinste und bilanzierte Verpflichtungsbetrag dem Betrag gegenübergestellt, der sich bei Abzinsung mit dem durchschnittlichen Zinssatz der letzten sieben Jahre ergeben hätte.

Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter Versorgungsverpflichtungen im Sinne von Art. 28 Abs. 1 EGHGB beläuft sich auf 482 (475) TEUR.

Zu C.II. Sonstige Rückstellungen

TEUR 31.12.2025 31.12.2024
a) Noch zu zahlende Vergütungen 6.523 5.398
b) Ausstehende Provisionen 5.520 4.850
c) Sonstige Rückstellungen aus Kapitalanlagen 4.680 4.495
d) Rückstellungen für drohende Verluste 2.425 4.340
e) Rückstellungen Verwaltung und Beratung 1.258 0
f) Jahresabschlusskosten 346 279
g) übrige Rückstellungen 11 568
Summe 20.763 19.930

Zu D.III. Sonstige Verbindlichkeiten

TEUR Laufzeit < 1 Jahr
31.12.2025
Laufzeit < 1 Jahr
31.12.2024
Laufzeit > 1 Jahr
31.12.2025
Laufzeit > 1 Jahr
31.12.2024
Summe
31.12.2025
Summe
31.12.2024
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen1)(footnote: 1) Die Verbindlichkeiten stammen im Wesentlichen aus dem Dienstleistungsverkehr.) 148.923 118.065 0 0 148.923 118.065
Verbindlichkeiten gegenüber Steuerbehörden 12.098 12.573 0 0 12.098 12.573
Verbindlichkeiten aus Führungsfremdgeschäft 6.556 7.254 0 0 6.556 7.254
Verschiedenes 5.697 4.368 19 12 5.717 4.380
Summe 173.274 142.260 19 12 173.294 142.272
(1)) 1) Die Verbindlichkeiten stammen im Wesentlichen aus dem Dienstleistungsverkehr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Zu E. Rechnungsabgrenzungsposten

Bei dem Gesamtbetrag in Höhe von 440 (651) TEUR handelt es sich um sonstige Rechnungsabgrenzungsposten.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Im Folgenden wird das selbst abgeschlossene sowie in Rückdeckung übernommene Versicherungsgeschäft in Summe ausgewiesen. Es wird auf eine separate Darstellung des in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäfts verzichtet, da es zu 100 % retrozediert wird und für die Ertragslage der HDI Versicherung AG von untergeordneter Bedeutung ist.

Zu I.1.a) Gebuchte Bruttobeiträge

2025 2024
TEUR
Unfallversicherung 60.222 61.896
Haftpflichtversicherung 355.069 357.250
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 305.413 331.878
Sonstige Kraftfahrzeugversicherung 216.185 245.743
Feuer- und Sachversicherung 425.823 394.877
davon a) Feuerversicherung 164.923 130.446
b) Verbundene Hausratversicherung 72.422 75.186
c) Verbundene Wohngebäudeversicherung 166.564 167.951
d) Sonstige Sachversicherung 21.914 21.294
Beistandsleistungsversicherung 417 446
Sonstige Versicherungen 201.696 196.227
Summe 1.564.825 1.588.316

Zu I.1. Verdiente Bruttobeiträge

2025 2024
TEUR
Unfallversicherung 60.587 62.275
Haftpflichtversicherung 353.947 357.562
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 299.769 332.462
Sonstige Kraftfahrzeugversicherung 220.951 240.985
Feuer- und Sachversicherung 422.913 389.871
davon a) Feuerversicherung 164.123 129.761
b) Verbundene Hausratversicherung 72.792 75.129
c) Verbundene Wohngebäudeversicherung 164.043 163.589
d) Sonstige Sachversicherung 21.955 21.391
Beistandsleistungsversicherung 430 460
Sonstige Versicherungen 201.247 195.917
Summe 1.559.843 1.579.531

Zu I.1. Verdiente Nettobeiträge

2025 2024
TEUR
Unfallversicherung 60.587 62.275
Haftpflichtversicherung 349.665 354.036
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 299.398 330.662
Sonstige Kraftfahrzeugversicherung 218.150 237.301
Feuer- und Sachversicherung 386.268 358.151
davon a) Feuerversicherung 164.124 129.632
b) Verbundene Hausratversicherung 69.572 70.658
c) Verbundene Wohngebäudeversicherung 151.443 147.783
d) Sonstige Sachversicherung 1.129 10.078
Beistandsleistungsversicherung 430 460
Sonstige Versicherungen 175.369 161.876
Summe 1.489.867 1.504.763

Zu I.2. Technischer Zinsertrag

Im selbst abgeschlossenen Bruttoversicherungsgeschäft wurde der technische Zinsertrag auf die Renten-Deckungsrückstellung und die Beitrags-Deckungsrückstellung berechnet. Der Ertrag wurde monatlich auf dem Vormonatsbestand der Rückstellung mit dem dazugehörigen Rechnungszins ermittelt.

Zu I.4. Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle

TEUR 2025 2024
Unfallversicherung 29.808 26.573
Haftpflichtversicherung 277.405 182.616
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 224.057 231.050
Sonstige Kraftfahrzeugversicherung 142.288 251.613
Feuer- und Sachversicherung 200.999 245.948
davon a) Feuerversicherung 98.470 103.876
b) Verbundene Hausratversicherung 26.274 33.194
c) Verbundene Wohngebäudeversicherung 74.046 103.106
d) Sonstige Sachversicherung 2.210 5.772
Beistandsleistungsversicherung 462 312
Sonstige Versicherungen 131.000 107.311
Summe 1.006.019 1.045.422

Zu I.7.a) Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb

TEUR 2025 2024
Unfallversicherung 22.322 23.486
Haftpflichtversicherung 131.529 137.891
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 61.606 73.770
Sonstige Kraftfahrzeugversicherung 45.802 51.167
Feuer- und Sachversicherung 147.080 140.714
davon a) Feuerversicherung 60.731 48.314
b) Verbundene Hausratversicherung 25.981 27.287
c) Verbundene Wohngebäudeversicherung 53.750 57.976
d) Sonstige Sachversicherung 6.617 7.137
Beistandsleistungsversicherung 122 128
Sonstige Versicherungen 77.954 79.566
Summe 486.415 506.721

Von den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb des Geschäftsjahres entfallen 52.675 (58.128) TEUR auf Abschlussaufwendungen und 433.739 (448.594) TEUR auf Verwaltungsaufwendungen.

Rückversicherungssaldo

2025 2024
TEUR
Unfallversicherung 0 0
Haftpflichtversicherung 5.212 1.934
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 2.100 -1.667
Sonstige Kraftfahrzeugversicherung -2.723 -2.245
Feuer- und Sachversicherung -35.533 -26.982
davon a) Feuerversicherung 1 -54
b) Verbundene Hausratversicherung -2.926 -3.936
c) Verbundene Wohngebäudeversicherung -11.786 -13.395
d) Sonstige Sachversicherung -20.821 -9.597
Sonstige Versicherungen -19.865 -32.237
Summe -50.809 -61.198

– = zugunsten der Rückversicherer

Der Rückversicherungssaldo setzt sich zusammen aus den verdienten Beiträgen des Rückversicherers, den Anteilen des Rückversicherers an den Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle und den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb.

Abwicklungsergebnis für eigene Rechnung

Im Geschäftsjahr erzielte die HDI Versicherung AG einen Abwicklungsgewinn f. e. R. in Höhe von 71.000 (190.228) TEUR. Die Angaben zu den Abwicklungsergebnissen der einzelnen Sparten werden im Lagebericht in der Ertragslage erläutert.

Zu I.11. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung

2025 2024
TEUR
Unfallversicherung 14.649 15.846
Haftpflichtversicherung 6.839 26.704
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 17.150 26.002
Sonstige Kraftfahrzeugversicherung -19.767 -64.960
Feuer- und Sachversicherung 29.547 -11.269
davon a) Feuerversicherung 593 -22.114
b) Verbundene Hausratversicherung 18.193 13.556
c) Verbundene Wohngebäudeversicherung 18.624 -3.021
d) Sonstige Sachversicherung -7.863 310
Beistandsleistungsversicherung -152 20
Sonstige Versicherungen -28.137 -23.054
Summe 20.130 -30.710

Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter, Personalaufwendungen

TEUR 2025 2024
1. Provisionen jeglicher Art der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft 258.909 274.730
2. Sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB 0 0
3. Löhne und Gehälter 3.045 4.213
4. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 0 0
5. Aufwendungen für Altersversorgung 111 444
Summe 262.065 279.387

Anzahl der mindestens einjährigen Versicherungsverträge

Stück 2025 2024
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Unfallversicherung 333.287 348.545
Haftpflichtversicherung 1.075.441 1.102.391
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 1) 849.190 1.072.894
Sonstige Kraftfahrzeugversicherung 1) 676.394 862.196
Feuer- und Sachversicherung 823.197 863.717
davon a) Feuerversicherung 47.988 48.351
b) Verbundene Hausratversicherung 497.236 520.441
c) Verbundene Wohngebäudeversicherung 214.128 224.090
d) Sonstige Sachversicherung 63.845 70.835
Beistandsleistungsversicherung 0 2.558
Sonstige Versicherungen 56.165 57.264
Summe 3.813.674 4.309.565
Summe aller Verträge 3.137.971 3.445.203
Veränderung durch Berücksichtigung der Wagnisse in der Kraftfahrzeugversicherung 675.703 864.362
Summe 3.813.674 4.309.565
(1)) 1) In der Kraftfahrzeugversicherung wurde hier die Anzahl der Wagnisse berücksichtigt.

Zu II.4. Sonstige Erträge

TEUR 2025 2024
Ertragszuschüsse Talanx 132.735 0
Erträge aus erbrachten Dienstleistungen 6.680 6.370
Zinsen und ähnliche Erträge 1) 5.223 8.326
Verschiedenes 136 3.512
Summe 144.773 18.208
(1)) 1) In den Zinserträgen sind 1.203 (2.283) TEUR Erträge aus verbundenen Unternehmen enthalten. Es sind keine Erträge aus Abzinsung enthalten.

Im Berichtsjahr wurden Erträge aus Deckungsvermögen für Pensionsverpflichtungen von 38 (44) TEUR mit Aufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen von 55 (54) TEUR saldiert.

56 HDI Versicherung AG. Jahresabschluss. Anhang.

Zu II.5. Sonstige Aufwendungen

TEUR 2025 2024
Aufwendungen für das Unternehmen als Ganzes 17.770 77.399
Einzelwertberichtigung auf Vertreterforderungen 2.000 -3
Abschreibungen 1.863 2.059
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1)(footnote: 1) In den Zinsaufwendungen sind 55 (60) TEUR Aufwendungen aus Aufzinsung enthalten.) 623 1.002
Währungskursverluste 14 10
Verschiedenes 311 233
Summe 22.581 80.700
(1)) 1) In den Zinsaufwendungen sind 55 (60) TEUR Aufwendungen aus Aufzinsung enthalten.

Zu II.7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der ausgewiesene Betrag von 15 (5) TEUR entfällt auf anrechenbare Quellensteuer.

Zu II.8. Sonstige Steuern

Der Posten Sonstige Steuern beträgt 7 (105) TEUR und beinhaltet inkludierte Steuern. Diese liegen im Aufwand des Versicherungsunternehmens.

Jahresabschluss. HDI Versicherung AG. 57 Anhang.

Organe der Gesellschaft

AUFSICHTSRAT

Mitglied
Dr. Jan-Philipp Lüdtke
Vorsitzender
Leitender Angestellter der HDI AG
Isernhagen
Barbara Riebeling
(stellv. Vorsitzende)
Vorsitzende des Aufsichtsrats der neue leben Unfallversicherung AG
Köln
Nicolas Heine
(seit 1.8.2025)
Leitender Angestellter der HDI AG
Leverkusen
Johanna Weigand
(seit 1.1.2025; bis 31.7.2025)
Leitende Angestellte der HDI AG
Köln

VORSTAND

Mitglied Vorstandsressorts
Dr. Daniel Schulze Lammers
Vorsitzender
Hannover
■ IT
■ Produktmanagement (Privat) (vormals SHUK)
■ Produkttechnik und Bestandssysteme Sach
■ Betrieb Sach
■ Schaden
■ Vermögensanlage und -verwaltung
■ Geldwäschebekämpfung
■ Mathematik und Geschäftssteuerung Sach (inkl. Rückversicherung)
Norbert Eickermann
Hannover
■ Vertrieb EVT
Dr. Philipp Horsch
(seit 1.4.2025)
Hannover
■ Produktmanagement Firmen/Freie Berufe
■ Betrieb Firmen/Freie Berufe
Thorsten Jahnke
(seit 1.1.2026)
Hannover
■ Vertrieb Makler / Kooperationen
Thomas Lüer
Hannover
■ Vertrieb HDI
■ Vertriebsmanagement
■ Marketing
Jens Warkentin
Hannover
■ Controlling
■ Risikomanagement
■ Versicherungsmathematische Funktion
■ Rechnungswesen, Bilanzierung und Steuern
■ Datenschutz
■ Recht
■ Revision
■ Compliance

Organbezüge

Die Gesamtbezüge der aktiven Vorstandsmitglieder für ihre Tätigkeit in unserer Gesellschaft betrugen 2.071 (2.443) TEUR. Sofern sie auch Organe anderer Gesellschaften des Talanx Konzerns sind, erhielten die Vorstandsmitglieder darüber hinaus Bezüge für ihre Tätigkeit in diesen Gesellschaften. Im Rahmen des anteilsbasierten Vergütungssystems wurden dem Vorstand für das Berichtsjahr 7.989 (10.103) virtuelle Aktien aus dem Talanx-Performance-Share-Award-Programm mit einem Zeitwert in Höhe von 744 (704) TEUR zugeteilt.

Für ihre frühere Tätigkeit in unserer Gesellschaft wurden für ehemalige Vorstandsmitglieder oder deren Hinterbliebene Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften in Höhe von 147 (149) TEUR gebildet.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für die Tätigkeit in unserer Gesellschaft Bezüge in Höhe von 6 (6) TEUR.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Die Talanx AG, Hannover, und die HDI Global SE, Hannover, haben im Innen- und Außenverhältnis zur HDI Versicherung AG die Erfüllung der Verpflichtung der Gesellschaft aus der Altersvorsorge ehemaliger Mitarbeiter und Vorstandsmitglieder übernommen. Aus diesen Versorgungsversprechen besteht für die Gesellschaft eine Mithaftung, deren Höhe am Ende des Geschäftsjahres 47.686 (58.542) TEUR gegenüber der Talanx AG und 22.679 (24.472) TEUR gegenüber der HDI Global SE betrug.

Die HDI Versicherung AG ist Mitglied der Verkehrsopferhilfe e.V., Berlin. Aufgrund dieser Mitgliedschaft ist sie verpflichtet, zu eventuellen Leistungen dieses Vereins sowie zu seinen Verwaltungskosten entsprechend ihrem Anteil an den von den Vereinsmitgliedern im vorletzten Kalenderjahr erzielten Beitragseinnahmen in der selbst abgeschlossenen KraftfahrzeugHaftpflichtversicherung beizutragen.

Nach Einschätzung des Vorstands unserer Gesellschaft ist die Inanspruchnahme von Verpflichtungen, die aus den genannten Haftungsverhältnissen resultieren, als unwahrscheinlich einzuschätzen.

Weiterhin ist das Unternehmen Mitglied des Vereins Versicherungsombudsmann e.V., Berlin. Die Kosten des Vereins werden durch Beiträge der Mitglieder abgedeckt. Bemessungsgrundlage hierfür sind die gebuchten Bruttobeitragseinnahmen des selbst abgeschlossenen Inlandsgeschäfts.

Für die HDI Versicherung AG bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus offenen Einzahlungsverpflichtungen ('Commitment') in Höhe von 109.434 TEUR, die aus einem Investitionsprogramm mit einem Zeichnungsvolumen von insgesamt 302.208 TEUR resultieren. Darin enthalten sind offene Resteinzahlungsverpflichtungen in Höhe von 79.141 TEUR an verbundene und assoziierte Unternehmen aus einem Zeichnungsvolumen von 222.885 TEUR. Einzahlungsverpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen mit der TD Sach Private Equity GmbH & Co. KG in Höhe von 59.414 TEUR, gegenüber der TD Real Assets GmbH & Co. KG in Höhe von 18.547 TEUR sowie gegenüber der Talanx Infrastructure Portugal 2 GmbH in Höhe von 1.179 TEUR. Einzahlungsverpflichtungen gegenüber assoziierten Unternehmen bestehen nicht. Des Weiteren bestehen Einzahlungsverpflichtungen gegenüber dem NRD Frankfurt TERRA (FOUR) MC (Nachrang) in Höhe von 11.225 TEUR, dem Ardian Private Credit V S.C.S., SICAV-RAIF (Fund) in Höhe von 9.606 TEUR, dem Barings Europ Private Loan Fund III SCSp SICAV-SIF in Höhe von 3.742 TEUR, dem BeGo Corp. Direct Lend. Debt Fund III (close-end) in Höhe von 3.498 TEUR, dem Enhanced Sustainable Power Fund Nr. 3 GmbH & Co. KG in Höhe von 941 TEUR, der WindPV Operation GmbH-Projekt Tomorrow in Höhe von 874 TEUR und dem CEF BKR03 NL BV (Darwin-Borkum Rifg 3) SHL 2 (sub.) in Höhe von 407 TEUR.

Sonstige Vertragsverpflichtungen bestehen nicht.

Weitere Einzahlungsverpflichtungen aus Aktien und Anteilen, Wechselverbindlichkeiten oder weitere Haftungsverhältnisse irgendwelcher Art bestehen nicht.

Es bestehen Avalkredite in Höhe von 1.850 (1.850) TEUR.

Wichtige Verträge

Der Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zwischen der HDI Deutschland AG als herrschender Gesellschaft und der HDI Versicherung AG besteht weiterhin. Der Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zwischen der HDI Versicherung AG als herrschendem Unternehmen und der HDI next GmbH als beherrschtem Unternehmen wurde mit Wirkung zum Ablauf des 31.3.2025 aufgehoben (mit Aufhebungsvertrag vom 17.2.2025).

Beteiligungen an der Gesellschaft

Alleinige Aktionärin der HDI Versicherung AG ist die HDI Deutschland AG, die über 100 % des Grundkapitals verfügt. Die HDI Deutschland AG hat uns mitgeteilt, dass ihr unmittelbar eine Mehrheitsbeteiligung an der HDI Versicherung AG, Hannover (Mitteilung gemäß § 20 Abs. 4 AktG), sowie gleichzeitig unmittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien an der HDI Versicherung AG (Mitteilungen gemäß § 20 Abs. 1 und 3 AktG) gehört.

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Die Gesellschaft unterhält umfängliche Rückversicherungsbeziehungen mit Unternehmen der Talanx AG. Für den Rückversicherungsschutz sowie alle damit in Zusammenhang stehenden Dienstleistungen, die empfangen oder erbracht werden, werden angemessene Gegenleistungen gezahlt und erhalten. Insofern ergibt sich kein Einfluss auf die Vermögens- oder Ertragslage der Gesellschaft im Vergleich zur Inanspruchnahme und Erbringung der beschriebenen Leistungen durch oder für nicht nahe stehende Unternehmen.

Wesentliche Dienstleistungen übergreifend tätiger Funktionsbereiche wie z. B. Finanzen, Personal, IT, Betrieb und Vertrieb werden durch die HDI AG für die Inlandsgesellschaften des Talanx Konzerns erbracht, also auch für die HDI Versicherung AG. Darüber hinaus nutzt die HDI Versicherung AG die zentralen Dienstleistungen der Ampega Asset Management GmbH, die die Vermögensverwaltung für die Versicherungsgesellschaften im Konzern betreibt.

Gesamthonorare des Abschlussprüfers

Die Vergütung der Abschlussprüfer ist - unterteilt nach Aufwendungen für Abschlussprüfungsleistungen, andere Bestätigungsleistungen und sonstige Leistungen - anteilig in den Konzernabschlüssen des HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V.a.G und der Talanx AG enthalten.

Der Abschlussprüfer hat den Jahresabschluss und Lagebericht zum 31.12.2025 sowie das nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellte Berichtspaket geprüft. Die quartalsweise nach den IFRS erstellten Berichtspakete sind einer prüferischen Durchsicht unterzogen worden. Darüber hinaus erfolgte die Prüfung der Solvabilitätsübersicht zum 31.12.2025.

Konzernabschluss

Die Gesellschaft ist Konzerngesellschaft des HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, Hannover, sowie der Talanx AG, Hannover. Der HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (Mutterunternehmen des HDI-Konzerns) stellt nach § 341i in Verbindung mit § 290 HGB einen Konzernabschluss auf (größter Kreis), in den die Gesellschaft einbezogen wird. Für die Talanx AG als Mutterunternehmen des Talanx Konzerns ergibt sich daneben die Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses aus § 341i in Verbindung mit § 290 HGB (kleinster Kreis), welcher auf der Grundlage von § 315e Abs. 1 HGB gemäß Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt wird. Die Konzernabschlüsse werden im Unternehmensregister bekannt gegeben.

Anhang.

Der Einbezug der HDI Versicherung AG in die Konzernabschlüsse des HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit und der Talanx AG befreit nach § 291 Abs. 1 HGB die Gesellschaft von der Erstellung eines eigenen Konzernabschlusses.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten, die die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage unserer Gesellschaft nachhaltig beeinflussen würden.

Hannover, den 25. Februar 2026

Der Vorstand:

Dr. Daniel Schulze Lammers (Vorsitzender)

Norbert Eickermann

Dr. Philipp Horsch

Thorsten Jahnke

Thomas Lüer

Jens Warkentin

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers.

An die HDI Versicherung AG, Hannover

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HDI Versicherung AG, Hannover, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2025 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2025 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HDI Versicherung AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2025 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

  • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2025 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2025 bis zum 31. Dezember 2025 und
  • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden 'EU-APrVO') unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt 'Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts' unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2025 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung:

❶ Bewertung der Kapitalanlagen

❷ Bewertung der Schadenrückstellungen Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert: ① Sachverhalt und Problemstellung ② Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse ③ Verweis auf weitergehende Informationen Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar: ❶ Bewertung der Kapitalanlagen ① Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden Kapitalanlagen in der Bilanz in Höhe von 3.763.874 TEUR (90,7 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Die handelsrechtliche Bewertung der einzelnen Kapitalanlagen richtet sich nach den Anschaffungskosten und dem niedrigeren beizulegenden Wert bzw. deren Zeitwert. Nach § 341b Abs. 2 Satz 1 HGB können gewisse Kapitalanlagen von Versicherungsunternehmen, die dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewertet werden. In diesem Fall werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen (gemildertes Niederstwertprinzip) und nur vorübergehende Wertminderungen als stille Lasten in Folgejahre vorgetragen. Eine Bestimmung als dauernd dem Geschäftsbetrieb dienend setzt eine Dauerhalteabsicht und -fähigkeit für diese Kapitalanlagen voraus. Zur Ermittlung des beizulegenden Werts bzw. Zeitwerts wird - soweit vorhanden - der Marktpreis der jeweiligen Kapitalanlage herangezogen. Bei Kapitalanlagen, deren Bewertung nicht auf Basis von Börsenpreisen oder sonstigen Marktpreisen erfolgt (wie z. B. Anteile an verbundenen Unternehmen, Alternative Investmentfonds, Namensschuldverschreibungen sowie Schuldscheinforderungen und Darlehen), besteht aufgrund der Notwendigkeit der Verwendung von Modellberechnungen ein erhöhtes Bewertungsrisiko. In diesem Zusammenhang sind von den gesetzlichen Vertretern Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen, auch im Hinblick auf mögliche Auswirkungen der makroökonomischen und geopolitischen Einflussfaktoren einschließlich der Zinsentwicklung auf die Bewertung der Kapitalanlagen zu treffen. Geringfügige Änderungen dieser Annahmen sowie der verwendeten Methoden können eine wesentliche Auswirkung auf die Bewertung der Kapitalanlagen haben. Aufgrund der betragsmäßig wesentlichen Bedeutung der Kapitalanlagen für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft, des Umfangs der in Folge des gemilderten Niederstwertprinzips vorgetragenen stillen Lasten sowie der Ermessensspielräume der gesetzlichen Vertreter und den damit verbundenen Schätzunsicherheiten war die Bewertung der Kapitalanlagen im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung. ② Im Rahmen unserer Prüfung haben wir in Anbetracht der Bedeutung der Kapitalanlagen für das Gesamtgeschäft der Gesellschaft gemeinsam mit unseren internen Spezialisten für Kapitalanlagen die von der Gesellschaft verwendeten Modelle und die von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Annahmen beurteilt. Dabei haben wir unter anderem unsere Bewertungsexpertise für Kapitalanlagen, unser Branchenwissen und unsere Branchenerfahrung zugrunde gelegt. Zudem haben wir die Ausgestaltung und die Wirksamkeit der eingerichteten Kontrollen der Gesellschaft zur Bewertung der Kapitalanlagen und Erfassung des Ergebnisses aus Kapitalanlagen gewürdigt. Hierauf aufbauend haben wir Einzelfallprüfungshandlungen in Bezug auf die Bewertung der Kapitalanlagen vorgenommen. In dem Zusammenhang haben wir auch die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der Auswirkungen der makroökonomischen und geopolitischen Einflussfaktoren einschließlich der Zinsentwicklung auf die Bewertung der Kapitalanlagen gewürdigt. Wir haben unter anderem auch die zugrundeliegenden Wertansätze und deren Werthaltigkeit anhand der zur Verfügung gestellten Unterlagen nachvollzogen und die konsistente Anwendung der Bewertungsmethoden und die Bestätigungsvermerk. HDI Versicherung AG.

Periodenabgrenzung überprüft. Hinsichtlich der Beurteilung vorhandener stiller Lasten haben wir gewürdigt, inwiefern die Voraussetzungen zur Dauerhalteabsicht und -fähigkeit vorlagen und vorhandene Wertminderungen nicht von Dauer sind. Darüber hinaus haben wir die von der Gesellschaft erstellten bzw. eingeholten Bewertungsgutachten (einschließlich der angewendeten Bewertungsparameter und getroffenen Annahmen) für die wesentlichen Anteile an verbundenen Unternehmen der Gesellschaft gewürdigt. Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen zur Bewertung der Kapitalanlagen begründet und hinreichend dokumentiert sind.

  • ③ Die Angaben der Gesellschaft zu den Kapitalanlagen sind im Abschnitt 'Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" und den Erläuterungen zur 'Bilanz - Aktiva' des Anhangs enthalten.
❷ Bewertung der Schadenrückstellungen
  • ① Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden unter dem Bilanzposten 'Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle' versicherungstechnische Rückstellungen (sog. 'Schadenrückstellungen') in Höhe von 3.261.447 TEUR (78,5 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Versicherungsunternehmen haben versicherungstechnische Rückstellungen insoweit zu bilden, wie dies nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um die dauernde Erfüllbarkeit der Verpflichtungen aus den Versicherungsverträgen sicherzustellen. Die Festlegung von Annahmen zur Bewertung der versicherungstechnischen Rückstellungen erfordert von den gesetzlichen Vertretern der Gesellschaft neben der Berücksichtigung der handels- und aufsichtsrechtlichen Anforderungen eine Einschätzung zukünftiger Ereignisse und die Anwendung geeigneter Bewertungsmethoden. Dies beinhaltet auch die erwarteten Auswirkungen gestiegener Inflationsraten auf die Bildung der Schadenrückstellungen in den betroffenen Sparten. Den bei der Ermittlung der Höhe der Schadenrückstellungen angewendeten Methoden sowie Berechnungsparametern liegen Ermessensentscheidungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter zugrunde. Geringfügige Änderungen dieser Annahmen sowie der verwendeten Methoden können eine wesentliche Auswirkung auf die Bewertung der Schadenrückstellungen haben. Aufgrund der betragsmäßig wesentlichen Bedeutung dieser Rückstellungen für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft sowie der erheblichen Ermessensspielräume der gesetzlichen Vertreter und den damit verbundenen Schätzunsicherheiten war die Bewertung der Schadenrückstellungen im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
  • ② Im Rahmen unserer Prüfung haben wir in Anbetracht der Bedeutung der Schadenrückstellungen für das Gesamtgeschäft der Gesellschaft gemeinsam mit unseren internen Bewertungsspezialisten die von der Gesellschaft verwendeten Methoden und von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Annahmen beurteilt. Dabei haben wir unter anderem unser Branchenwissen und unsere Branchenerfahrung zugrunde gelegt sowie anerkannte Methoden berücksichtigt. Zudem haben wir die Ausgestaltung und die Wirksamkeit der eingerichteten Kontrollen der Gesellschaft zur Ermittlung und Erfassung von Schadenrückstellungen gewürdigt. Hierauf aufbauend haben wir weitere analytische Prüfungshandlungen und Einzelfallprüfungshandlungen in Bezug auf die Bewertung der Schadenrückstellungen vorgenommen. Wir haben unter anderem auch die der Berechnung des Erfüllungsbetrags zugrunde liegenden Daten mit den Basisdokumenten abgestimmt. Damit einhergehend haben wir die berechneten Ergebnisse der Gesellschaft zur Höhe der Rückstellungen anhand der anzuwendenden gesetzlichen Vorschriften nachvollzogen und die konsistente Anwendung der Bewertungsmethoden und die Periodenabgrenzungen überprüft. In dem Zusammenhang haben wir auch die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich gestiegener Inflationsraten auf die betroffenen Sparten gewürdigt. Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen zur Bewertung der Schadenrückstellungen begründet und hinreichend dokumentiert sind.

③ Die Angaben der Gesellschaft zu den Schadenrückstellungen sind im Abschnitt „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ des Anhangs enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen den Geschäftsbericht – ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen –, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses, des geprüften Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

  • wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
  • anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

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Periodenabgrenzung überprüft. Hinsichtlich der Beurteilung vorhandener stiller Lasten haben wir gewürdigt, inwieVerantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

fern die Voraussetzungen zur Dauerhalteabsicht und -fähigkeit vorlagen und vorhandene Wertminderungen nicht von Dauer sind. Darüber hinaus haben wir die von der Gesellschaft erstellten bzw. eingeholten Bewertungsgutachten (einschließlich der angewendeten Bewertungsparameter und getroffenen Annahmen) für die wesentlichen Anteile an verbundenen Unternehmen der Gesellschaft gewürdigt. Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen zur Bewertung der Kapitalanlagen begründet und hinreichend dokumentiert sind. Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

③ Die Angaben der Gesellschaft zu den Kapitalanlagen sind im Abschnitt 'Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" und den Erläuterungen zur 'Bilanz - Aktiva' des Anhangs enthalten. ❷ Bewertung der Schadenrückstellungen ① Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden unter dem Bilanzposten 'Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle' versicherungstechnische Rückstellungen (sog. 'Schadenrückstellungen') in Höhe von 3.261.447 Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

TEUR (78,5 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Versicherungsunternehmen haben versicherungstechnische Rückstel- lungen insoweit zu bilden, wie dies nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um die dauernde ErWährend der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

füllbarkeit der Verpflichtungen aus den Versicherungsverträgen sicherzustellen. Die Festlegung von Annahmen zur

  • Bewertung der versicherungstechnischen Rückstellungen erfordert von den gesetzlichen Vertretern der Gesellschaft neben der Berücksichtigung der handels- und aufsichtsrechtlichen Anforderungen eine Einschätzung zukünftiger Ereignisse und die Anwendung geeigneter Bewertungsmethoden. Dies beinhaltet auch die erwarteten Auswirkungen gestiegener Inflationsraten auf die Bildung der Schadenrückstellungen in den betroffenen Sparten. Den bei der Ermittlung der Höhe der Schadenrückstellungen angewendeten Methoden sowie Berechnungsparametern liegen Ermessensentscheidungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter zugrunde. Geringfügige Änderungen dieser Annahmen sowie der verwendeten Methoden können eine wesentliche Auswirkung auf die Bewertung der Schadenrückstellungen ha· identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

ben. Aufgrund der betragsmäßig wesentlichen Bedeutung dieser Rückstellungen für die Vermögens- und Ertragslage

  • der Gesellschaft sowie der erheblichen Ermessensspielräume der gesetzlichen Vertreter und den damit verbundenen Schätzunsicherheiten war die Bewertung der Schadenrückstellungen im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung. · erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir in Anbetracht der Bedeutung der Schadenrückstellungen für das Gesamtge-

  • schäft der Gesellschaft gemeinsam mit unseren internen Bewertungsspezialisten die von der Gesellschaft verwendeten Methoden und von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Annahmen beurteilt. Dabei haben wir unter anderem unser Branchenwissen und unsere Branchenerfahrung zugrunde gelegt sowie anerkannte Methoden berücksichtigt. Zudem · beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

haben wir die Ausgestaltung und die Wirksamkeit der eingerichteten Kontrollen der Gesellschaft zur Ermittlung und

  • Erfassung von Schadenrückstellungen gewürdigt. Hierauf aufbauend haben wir weitere analytische Prüfungshandlungen und Einzelfallprüfungshandlungen in Bezug auf die Bewertung der Schadenrückstellungen vorgenommen. Wir haben unter anderem auch die der Berechnung des Erfüllungsbetrags zugrunde liegenden Daten mit den Basisdokumenten abgestimmt. Damit einhergehend haben wir die berechneten Ergebnisse der Gesellschaft zur Höhe der Rückstellungen anhand der anzuwendenden gesetzlichen Vorschriften nachvollzogen und die konsistente Anwendung der Bewertungsmethoden und die Periodenabgrenzungen überprüft. In dem Zusammenhang haben wir auch die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich gestiegener Inflationsraten auf die betroffenen Sparten gewürdigt. Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen zur Bewertung der Schadenrückstellungen begründet und hin· ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

reichend dokumentiert sind.

  • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

HDI Versicherung AG.

  • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
  • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen V ertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 13. März 2025 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 17. März 2025 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2018 als Abschlussprüfer der HDI Versicherung AG, Hannover, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

B

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Christian Sack.

Hannover, den 10. März 2026

PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christian Sack Wirtschaftsprüfer ppa. Frédéric Esser Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats.

Der Aufsichtsrat hat den Vorstand der HDI Versicherung AG im Berichtsjahr auf der Basis ausführlicher schriftlicher und mündlicher Berichte des Vorstands regelmäßig überwacht. Der Aufsichtsrat trat insgesamt zu zwei ordentlichen Sitzungen zusammen, um sich über die Geschäftsentwicklung und Lage des Unternehmens zu informieren und um die anstehenden Beschlüsse zu fassen. Weiter hat sich der Aufsichtsrat durch regelmäßige Vorlage von Unterlagen über die Lage und die strategische Ausrichtung der Gesellschaft, den Geschäftsverlauf sowie das Risikomanagement unterrichten lassen. Die einzelnen Themen hat er intensiv hinterfragt, diskutiert und - soweit nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung erforderlich - nach eingehender Prüfung und Beratung ein Votum abgegeben.

Darüber hinaus erfolgten im Umlaufverfahren außerhalb einer Sitzung vier Beschlussfassungen über kurzfristig zwischen den Sitzungen zu behandelnde Themen.

Schwerpunkte der Beratungen im Plenum

Für den Geschäftsbereich HDI Deutschland wurde die neue Strategie 'SBSTNZ.' erarbeitet, welche im nächsten Strategiezyklus umgesetzt wird. Damit wird der Grundstein für die nächste Generation der HDI Deutschland - mit klaren Zielen, fokussierten Geschäftsmodellen und einer ausgeprägten Performance-Kultur gelegt. Die neue Strategie steht für nachhaltiges Wachstum, eine starke Marktpositionierung und langfristige Stabilität innerhalb der Talanx-Gruppe. 'SBSTNZ.' bündelt die Ressortstrategien des Geschäftsbereichs und beinhaltet einen leistungsstarken Vertrieb, einen fokussierten Sachversicherer, eine schlanke Lebensversicherungsgruppe sowie das konzentrierte Bestandsmanagement; dies basiert übergreifend auf einer integrierten IT und stabilen Finanzen. Ziel ist es nun, die Umsetzung der gesteckten Ziele und Meilensteine voranzutreiben.

Die HDI Versicherung AG ist wesentlicher Bestandteil des fokussierten Sachversicherers. Der Turnaround wurde in 2025 erfolgreich abgeschlossen, nun folgt der Exzellenz-Aufbau. Ziel ist es, im Bestand funktionierende Portfoliomanagement-Prozesse und Profitabilität in allen Portfolios sicherzustellen. Für das Neugeschäft sind tragfähige aktuarielle Verkaufspreise, funktionierende Angebotsprozesse und marktfähige Produkte unerlässlich.

In der Aufsichtsratssitzung am 13. März 2025 wurde der Aufsichtsrat über die Auflösung des Joint Ventures und die damit einhergehende Veräußerung aller Anteile an der MachDigital GmbH umfänglich informiert.

Mit Wirkung zum 31. Dezember 2025 hat der Aufsichtsrat beschlossen, sämtliche an der SSV Schadenschutzverband GmbH gehaltenen Geschäftsanteile zu veräußern - damit verbunden wurde ebenfalls der Beendigung des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages zwischen der HDI Deutschland AG als herrschendem und der SSV Schadenschutzverband GmbH als beherrschtem Unternehmen zugestimmt. Parallel wurde eine Kooperationsvereinbarung für die langfristige Zusammenarbeit mit der Käuferin geschlossen. Der Aufsichtsrat wurde umfänglich zu dem Thema informiert und hat die notwendigen Beschlüsse entsprechend gefasst.

Im Rahmen der jährlichen Abfrage der Selbsteinschätzung durch die Mitglieder des Aufsichtsrats wurde in der Aufsichtsratssitzung am 6. November 2025 über die Ergebnisse berichtet, welche zufriedenstellend ausgefallen sind. Der Aufsichtsrat hat für die nächste Selbsteinschätzung Mitte 2026 bislang keine Anpassung der Themenfelder beschlossen.

Im Geschäftsjahr 2025 wurden drei digitale Weiterbildungsangebote für den Aufsichtsrat durchgeführt. Damit wurde die Sachkunde der Aufsichtsratsmitglieder, wie sie von der BaFin im Rahmen der Governance-Anforderungen und der EIOPALeitlinien gefordert wird, kontinuierlich gestärkt. Alle Schulungen wurden aufgezeichnet und stehen den Mitgliedern des Aufsichtsrats zur Nachbereitung im Selbststudium zur Verfügung. Es wurden die Schulungen zu den Themen

  • ■ Wohlverhalten und Kundennutzen (Schulung zu den regulatorischen Anforderungen aus VAG und IDD sowie den aktuellen BaFin-Erwartungen),
  • ■ DORA@HD Awareness-Training 2025 (Einführung in die Anforderungen des Digital Operational Resilience Act (DORA) und deren Umsetzung im Unternehmen) und
  • ■ Versicherungstechnik und Kapitalanlage für Leben und Sach (Vertiefung der Grundlagen und aktuellen Entwicklungen in Versicherungstechnik und Kapitalanlage)

angeboten.

Aufgrund der zunehmenden Bedeutung von Künstlicher Intelligenz (KI) wird sich der Aufsichtsrat mit der technologischen und regulatorischen Entwicklung fortlaufend intensiver befassen. Dazu werden auch vertiefende Weiterbildungsangebote für den Aufsichtsrat vorgesehen.

In der Frühjahrssitzung 2025 wurde eine Anpassung der Informationsordnung der Gesellschaft durch den Aufsichtsrat beschlossen. Wesentliche Aktualisierungen lagen in den Regelungen zum Ergebnis- und Forecast-Prozess sowie einer gestrafften Berichterstattung zu den Governance-Funktionen.

Der Aufsichtsrat wurde auch in 2025 regelmäßig über die Lage der Gesellschaft - insbesondere hinsichtlich der Finanzen, der Kapitalanlagen- und der Solvabilitätssituation - unterrichtet. Im Rahmen der Berichterstattung wurde den aktuellen wirtschaftlichen, finanziellen und politischen Entwicklungen im Jahr 2025 Rechnung getragen.

Zu den erbrachten Nichtprüfungsleistungen durch den Abschlussprüfer für PIEs und der jeweiligen Auslastung der festgelegten Caps ist eine jährliche Berichterstattung erforderlich; der Aufsichtsrat wurde in seiner Sitzung am 6. November 2025 entsprechend informiert.

Da die gesetzlich festgelegte maximale Laufzeit für die Bestellung und Beauftragung desselben Abschlussprüfers mit der letzten Prüfung für das Geschäftsjahr 2027 endet, hat der Aufsichtsrat beschlossen, die Abschlussprüfung ab dem Geschäftsjahr 2028 gemäß den gesetzlichen Vorgaben zur externen Rotation öffentlich auszuschreiben. Die Ausschreibung erfolgt im Rahmen eines Gesamtangebots für die Prüfung sämtlicher Public Interest Entities (PIEs) innerhalb der HDI-, Talanx- und Hannover Rück-Gruppe sowie deren konsolidierter Tochtergesellschaften und Niederlassungen.

Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat zustimmungspflichtige Geschäfte vorgelegt, der Aufsichtsrat hat die nach Satzung oder Geschäftsordnung notwendigen Zustimmungen in jedem Fall erteilt.

In den Quartalsberichten gemäß § 90 AktG wurden unter anderem die Entwicklung des Neugeschäfts und der Beiträge sowie die Themen Profitabilität, Kosten und Kapitalanlage dargestellt und erläutert.

Der Aufsichtsratsvorsitzende wurde darüber hinaus von dem Vorstandsvorsitzenden laufend über wichtige Entwicklungen und anstehende Entscheidungen unterrichtet.

Der Gesamtvorstand entscheidet gemäß den ihm durch die Geschäftsordnung übertragenen Aufgaben über die Erstellung und jährliche Überprüfung der Geschäfts- und Risikostrategie. Der Aufsichtsrat hat die Risikostrategie für das Geschäftsjahr 2025 im Rahmen der Sitzung vom 13. März 2025 erörtert.

Ferner wurde der Aufsichtsrat in den Sitzungen über den aktuellen Stand zum Risikomanagement informiert, er hat sich von der Leistungsfähigkeit des Risikomanagement-Systems überzeugt. Dem Aufsichtsrat wurden zudem die vierteljährlichen Ri sikoberichte der Gesellschaft zur umfänglichen Information zugeleitet. Bei Bedarf erhielt der Aufsichtsrat detaillierte Informationen insbesondere zur Risikolage der Gesellschaft sowie zu den seitens des Vorstands geplanten und ergriffenen Maßnahmen. In die planmäßige Überprüfung der Geschäftsorganisation wurden Fragestellungen zu Künstlicher Intelligenz (KI) aufgenommen. Im Rahmen der Risikoberichterstattung wird die Nutzung von KI-Anwendungen bereits in der Beurteilung der Risiken und bei der weiteren Entwicklung hinsichtlich Use Cases und Governance berücksichtigt. Darüber hinaus wurde dem Aufsichtsrat mit den Sitzungsunterlagen für die Aufsichtsratssitzung im Herbst 2025 der ORSA-Bericht zur vollständigen Information vorgelegt.

Insgesamt wird damit den aufsichtsbehördlichen Anforderungen an das Risikomanagement im Rahmen einer guten und verantwortungsbewussten Unternehmensführung und -überwachung entsprochen.

Ergänzend wurde der Aufsichtsrat in der Sitzung im Frühjahr 2025 neben dem Risikomanagement auch über den aktuellen Stand der weiteren Governance-Funktionen Versicherungsmathematische Funktion, Compliance und Revision informiert und hat sich somit von der Leistungsfähigkeit aller Governance-Funktionen überzeugt. Im Herbst 2025 erfolgte ein detaillierter Bericht zur Versicherungsmathematischen Funktion neben dem Bericht zum Risikomanagement. Es lagen keine aktuellen Themen zu Compliance und Revision vor, sodass erst im Frühjahr 2026 turnusmäßig berichtet wird.

Der Aufsichtsrat sah sich zu Prüfungsmaßnahmen nach § 111 Abs. 2 AktG im Geschäftsjahr 2025 nicht veranlasst.

Der Aufsichtsrat konnte sich davon überzeugen, dass der Vorstand seine operativen Schwerpunkte zutreffend gesetzt und geeignete Maßnahmen ergriffen hat. Insgesamt hat sich der Aufsichtsrat im Rahmen seiner gesetzlichen und satzungsgemäßen Zuständigkeiten von der Rechtmäßigkeit, Zweckmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Unternehmensführung überzeugt.

Jahresabschlussprüfung

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Gesellschaft sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers haben dem Aufsichtsrat vorgelegen. Der vom Vorstand vorgelegte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2025 sowie der Lagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, geprüft worden.

Die Prüfung hat keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben; in dem erteilten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk wird erklärt, dass der Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften entspricht und unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2025 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2025 vermittelt. Der Lagebericht vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Der Abschlussprüfer erklärt gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB, dass die Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur Sitzung zugeleitet.

Der Abschlussprüfer war bei der Aufsichtsratssitzung am 11. März 2026 über die Beratung des Jahresabschlusses und des Lageberichts anwesend, hat über die Durchführung und Qualität der Prüfung berichtet und stand dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte zum Jahresabschluss und Lagebericht wie auch zum Prüfungsbericht zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss erörtert und auch den Prüfungsbericht des Abschlussprüfers geprüft und zu einzelnen Punkten Nachfragen an den Abschlussprüfer gerichtet. Der Aufsichtsrat ist zu dem Ergebnis gekommen, dass der

Prüfungsbericht in Übereinstimmung mit den §§ 317 und 321 HGB steht und keinen Bedenken begegnet. Weiter ist der Aufsichtsrat zu dem Ergebnis gekommen, dass der Lagebericht die Anforderungen des § 289 HGB erfüllt und in Übereinstimmung mit den Aussagen der Berichte an den Aufsichtsrat gemäß § 90 AktG steht. Der Lagebericht steht auch in Einklang mit der eigenen Einschätzung des Aufsichtsrats hinsichtlich der Lage der Gesellschaft. Dem Lagebericht und insbesondere den dort getroffenen Aussagen zur weiteren Unternehmensentwicklung stimmt der Aufsichtsrat zu.

Zudem hat der Aufsichtsrat die Qualität der Abschlussprüfung anhand der vorgelegten Berichterstattung geprüft.

Nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat selbst vorgenommenen Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sind Einwendungen nicht zu erheben, sodass der Aufsichtsrat sich dem Urteil des Abschlussprüfers angeschlossen und den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss am 11. März 2026 gebilligt hat. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt.

Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat und weitere Mandate

Herr Norbert Eickermann wurde in der Aufsichtsratssitzung vom 13. März 2025 mit Wirkung ab 1. Februar 2026 als Mitglied des Vorstands wiederbestellt.

Des Weiteren wurde in der Aufsichtsratssitzung vom 13. März 2025 mit Wirkung ab 1. April 2025 Dr. Philipp Horsch als Mitglied des Vorstands bestellt. Er verantwortet die Ressorts Produktmanagement Firmen/ Freie Berufe und Betrieb Firmen/ Freie Berufe.

In der Sitzung des Aufsichtsrats am 6. November 2025 wurde mit Wirkung ab 1. Januar 2026 Thorsten Jahnke als weiteres Mitglied des Vorstands bestellt. Er hat die Ressortverantwortung für den Vertrieb Makler und Kooperationen von Thomas Lüer übernommen, der mit Wirkung ab 1. Januar 2026 für die Ressorts Vertrieb HDI, das Vertriebsmanagement und Marketing zuständig ist.

Frau Johanna Weigand hat mit Wirkung zum Ablauf des 31. Juli 2025 ihr Mandat als Mitglied des Aufsichtsrats niedergelegt. Als ihren Nachfolger wählte die außerordentliche Hauptversammlung vom 17. Juli 2025 mit Wirkung ab dem 1. August 2025 Herrn Nicolas Heine für die restliche Amtsperiode, d. h. bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2027 beschließt, in den Aufsichtsrat.

Dank an Vorstand und Mitarbeiter

Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz und die im Geschäftsjahr 2025 erfolgreich geleistete Arbeit.

Hannover, 11. März 2026

Für den Aufsichtsrat:

Dr. Jan-Philipp Lüdtke Vorsitzender

Barbara Riebeling Nicolas Heine stellv. V orsitzende

Impressum

HDI Versicherung AG

HDI-Platz 1 30659 Hannover Telefon +49 511 645-0 Telefax +49 511 645-4545 www.hdi.de www.talanx.com

Group Communications

Telefon +49 511 3747-2022 Telefax +49 511 3747-2525 E-Mail gc@talanx.com

[Chart/image description:] The image displays an organizational chart titled "Talanx AG" at the top. Below this, five main vertical columns represent different business areas or group functions, each with a colored header and a list of subsidiary companies beneath it.

Column 1 (Dark Purple Header):

  • Header: "Geschäftsbereich Corporate & Specialty Division"
  • Subsidiaries (in white boxes, top to bottom):
  • HDI Global SE
  • HDI Global Specialty SE
  • HDI Versicherung AG (Austria)
  • HDI Global Seguros S.A. (Mexico)
  • HDI Global SA Ltd. (South Africa)
  • HDI Global Insurance Company (USA)
  • HDI Global Network AG
  • HDI Reinsurance (Ireland) SE

Column 2 (Teal Header):

  • Header: "Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International Retail International Division"
  • Subsidiaries:
  • HDI International AG
  • HDI Seguros S.A. (Brazil)
  • Yelum Seguros S.A. (Brazil)
  • HDI Seguros S.A. (Chile)
  • HDI Seguros Colombia S.A.
  • HDI Seguros S.A. de C.V. (Mexico)
  • TUİR WARTA S.A. (Poland)
  • TU Europa S.A. (Poland)
  • HDI Assicurazioni S.p.A. (Italy)
  • HDI Sigorta A.Ş. (Türkiye)

Column 3 (Green Header):

  • Header: "Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland Retail Germany Division"
  • Subsidiaries:
  • HDI Deutschland AG
  • HDI Lebensversicherung AG
  • HDI Pensionsfonds AG
  • HDI Pensionskasse AG
  • HDI Pensionsmanagement AG
  • HDI Versicherung AG
  • HDI Vorsorge Lebensversicherung AG
  • Lifestyle Protection Lebensversicherung AG
  • Lifestyle Protection AG
  • LPV Lebensversicherung AG
  • NEH Neue Hildener Versicherung AG
  • neue leben Lebensversicherung AG
  • neue leben Unfallversicherung AG

Column 4 (Blue Header, split into two sub-columns):

  • Left Sub-column Header: "Geschäftsbereich Rückversicherung Reinsurance Division" with sub-header "Schaden-Rückversicherung Property/Casualty Reinsurance"
  • Subsidiaries:
  • Hannover Rück SE
  • E+S Rückversicherung AG
  • Argenta Holdings Limited
  • Hannover ReTakaful B.S.C. (c) (Bahrain)
  • Hannover Re (Bermuda) Ltd.
  • Hannover Life Re of Australasia Ltd
  • Hannover Re (Ireland) DAC
  • Hannover Re South Africa Limited
  • Hannover Life Reassurance Company of America
  • Right Sub-column Header: "Personen-Rückversicherung Life/Health Reinsurance" (no subsidiaries listed under this specific sub-header in the chart)

Column 5 (Grey Header):

  • Header: "Konzernfunktionen Group Operations"
  • Subsidiaries:
  • HDI AG
  • Ampega Asset Management GmbH
  • Ampega Investment GmbH
  • Talanx Reinsurance Broker GmbH

At the bottom right of the chart, there is a note: "Nur die wesentlichen Beteiligungen / Main participations only" and "Stand / As at: 01.01.2026".

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